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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
Entstehung
Seite
88
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var. Fennica Regel. Zapfenschuppen vorn abgerundet, fein gezähnelt, nicht ausgerandet. Nadelndunkelgrün. In der subalpinen Region und im Schweiz. Jura häufig.

subvar. alpestris Brügger. Romanisch: Aviez selvadi (= Wilde Weisstanne). Nadeln stark bereift. Mittlere Alpen (Landeck bis Wallis, Schweiz. Jura, Iser- und Riesengebirge).

subvar. mediöxima Nyl. Nadeln reingrün. Graubünden (Bergeil, Ofen, Salux im Oberhalbstein).

var. Europjfea Teplouchoff. Zapfenschuppen rhombisch vorgezogen und vorn ausgerandet. Sehrverbreitet von der Ebene bis zur Baumgrenze.

subvar. typica Schröter. Nadeln dunkelgrün, bereift.

subvar. caerulea Breining. Nadeln stark bereift.

var. acuminata Beck. Zapfenschuppen in eine lange, ausgerundete, aufgebogene Spitze welligverschmälert. Zerstreut unter andern Formen.

lusus triloba Aschers, et Graebner. Zapfenschuppen wenigstens teilweise dreilappig. Vereinzelt,z. B. am Harz bei Blankenburg, in Mähren, in den Kantonen Graubünden (Bergeil, Schyn) und Aargau (Brugg) inder Schweiz beobachtet.

var. montäna Aschers, et Graebner. Zapfenschuppen von der Mitte an verschmälert. Nieder -Oesterreich.

Nach dem Wüchse, der Form der Krone etc. werden unterschieden:

lusus viminälis Caspary. Hängefichte. Primäräste horizontal ausgebreitet. Sekundäräste dünn,wenig verzweigt, schlaff herabhängend. Sehr zerstreut.

1. pendula Jacques et Herincq. Trauerfichte. Haupt- und Nebenäste schlaff herabhängend, demStamm dicht anliegend. Selten.

1. erecta Schröter. Vertikalfichte. Primäräste alle steil aufgerichtet, ohne Verletzung des Haupt-gipfels. Schweiz (Rigi-Kaltbad).

1. virgätaCasp. Schlangenfichte. Aeste einzeln, nicht oder wenig quirlig verlängert, kaum verzweigt,oft schlangenartig gekrümmt. Sehr vereinzelt.

1. monocaülis Nördlinger (= monströsa Loudon). Astlose Fichte. Stamm seiner ganzen Länge nachfast unbeästet, nur an der Spitze beblättert. Sehr selten.

1. columnäris Carriere. Säulenfichte. Krone schmalzylindrisch. Primäräste kurz, hexenbesenartig,dichte Verzweigungssysteme tragend. Mehrfach in der Schweiz beobachtet.

1. globösa Berg. Kugelfichte. Gipfel in einen kugeligen Hexenbesen verwandelt.

1. nana Schröter. Zwergfichte. Ganze Pflanze niedrig bleibend, dicht und reichlich verzweigt.

1. ramösa Pillichody. Stammlos, vom Grunde an sich in reiche, fächerige Verzweigungssystemeauflösend. (La Sagne im Kanton Neuenburg).

Nach der Ausbildung der Rinde werden unterschieden:

1. corticäta Schröter. Dickrindige Fichte oder Lärchenfichte, mit dicker (oft nur teilweise) lärchen-artiger Borke.

1. tuberculäta Schröter. Zitzenfichte, mit einzelnen, zitzenförmigen Korkwucherungen.

Nach der Farbe der unreifen Zapfen werden unterschieden:

var. erythrocärpa Purkyne. Zapfen rot. Entwickelt sich später als die grünzapfige Fichte.

var. chlorocärpa Purkyne. Zapfen grün. Sehr vereinzelt.

Nach dem Bau der Nadeln werden unterschieden :

1. nigra Willkomm. Doppeltanne des Berliner Weihnachtsmarktes, mit langen, dicken, gekrümmtenNadeln. Erz- und Riesengebirge; wohl auch anderswo.

1. aürea Carriere. Goldfichte. Nadeln teilweise goldgelb. Schweiz (Via mala), Kärnten.

Weitere Formen werden als B eug e f ichten , Zottelfichten (das Holz ist im Vorarlberg zuResonanzböden sehr gesucht), Haselfichten (1. f l'ssili s Pacher et Zwanzinger, in den österreichischen Alpen-ländern häufig) und Schindeltannen (Schweiz) bezeichnet. Sie stehen wohl alle der Hängefichte (1. viminälis)sehr nahe. Ausserdem kommen Exemplare mit Krüppelzapfen (eine Hemmungserscheinung! Vielleicht beruhtdiese auf einer erblichen Disposition) gelegentlich vor. Durch wiederholten Knospenverlust (durch Eingriffevon Tier [Schafe und Ziegen] oder Mensch) gelangen die Verbiss- oder Ziegenfichten (in der Schweizauch Geisstannli genannt), die Zwillingsfichten (mit zwei gleichstarken, sehr tief angesetzten Stämmen),die Garb enfichten, Schneitel- und Kandelaberfichten zur Ausbildung. Bei den Kandelaberfichtenhat der schon erstarkte Baum durch Schneedruck, Windbruch oder Blitzschlag seinen Gipfeltrieb eingebüsst; dieSeitenäste treten an dessen Stelle und richten sich auf. Bei den Harfenfichten (Fig. 41) entwickeln sichaus dem durch Wind oder Schneedruck in eine stark geneigte Lage gebrachten, aber nicht entwurzelten Stammeine Reihe von Aeste zu kleinen Tochterbäumen. Durch klimatische Faktoren kommen durch wiederholtenTriebverlust die Strauch-, Schneebruch-, Polster- (dem Boden aufliegende, wie geschoren aussehende