eine rotgelbe Farbe. Antheren mit purpurroten, am Rande gezähnten, fast rechtwinklignach aufwärts gebogenen Connectivkämmen (Taf. 12, Fig. 12 bis 14). Pollensäcke durchLängsspalten sich öffnend. Samen spitzeiförmig, matt dunkelbraun, 4 bis 5 mm lang, 2 bis2 1 k mm breit und 5 bis 8 mgr schwer, mit einem bis 16 mm langen und 6 bis 7 mm breiten,hellbraunen, durchscheinenden Flügel ausgerüstet, der mit seinem untern Ende den Samenauf dessen oberer Seite vollständig überzieht (Taf. 12, Fig. 9 und 10). — IV, V, VI.
Weit verbreitet im Berg- und Alpenland, allein (Fig. 40) oder im Vereine mit derKiefer, Buche, Lärche ausgedehnte Bestände bildend. Bildet in den Alpen nnd Voralpen,wie stellenweise im Mittelgebirge das weitaus vorherrschende Element der Waldvegetation.Steigt in den Alpen bis zur Baumgrenze, vereinzelt bis ca. 2000 m hinauf (im Tiroler Inntal
Fig. 41. Liegende Fichte von Forstenried bei München.(Hauptstamm vom Sturme gebrochen, Seitenäste in die Höhe steigend).
und im Ortlergebiet bis 2182 m [Praderschafalpe], am Schiern in den geschützten Schluchtenhochstämmig bis 2200 m). Fehlt im schweizerischen Mittelland und im grössten Teile desnorddeutschen Flachlandes als ursprünglicher Waldbaum (wild nur in der Ober- und Nieder-lausitz bis Kalau, Spremberg, Pforten, Krossen, in der schlesischen Ebene, im südlichstenPosen, im östlichsten Westpreussen und in Ostpreussen; im nordwestlichen Flachlande selten).Ausserdem überall als Zier- und Forstbaum angepflanzt.
Allgemeine Verbreitung: Europa, nördlich bis 69 ° 30', östlich bis zur Wolga,(bis östlich von Kasan), dem obern Dnjepr und bis zur Moldau, südlich bis zu den Gebirgen desBalkans und bis zu den Pyrenäen, westlich bis zu den Bergen des östlichen und centralenFrankreichs. In Nordasien die nahe verwandte P. oboväta.
Die Fichte ist in ihrem Habitus, in der Ausbildung der Krone, wie in der Ausbildung der Zapfen, derZapfenschuppen und der Rinde äusserst vielgestaltig. Die wichtigsten Formen sind die folgenden: