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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Japan, die amerikanische Sumpf-Cypresse (Taxodium di stich um Rieh.) aus dem südöstlichen Nordamerikamit abfallenden Trieben, zwei Mammuthbäume (Wellingtonien oder Washingtonien) aus Kalifornien (Sequoiagigantea Lindl. et Gord. und S. sempervirens Carr.), die Cypresse (Cupressus 1 ) sempervirens L.) ausNordpersien und dem östlichen Mittelmeergebiet (am Bodensee und bei Metz des Holzes wegen angepflanzt;in Dalmatien völlig eingebürgert [Fig. 3/]), die Lawson's Cypresse (C. Lawsoniäna Murray) aus Kalifornienund Oregon, die Sawara-Ceder (Cupressus [Cha maecy parisj pisifera C. Koch) aus Japan, der abend-ländische Lebensbaum (Thuja oeeidentälis L.) aus dem östlichen Nordamerika, bei welchem die Zweigein wagrechter Ebene verzweigt sind, der morgenländische Lebensbaum (Thuja [oder Bidta] orientälis L.)mit Zweigen, die in senkrechter Ebene wiederholt geteilt sind und als Seltenheit die kalifornische Flussceder(Liböcedrus decürrens Torr.) aus Kalifornien.

1. Nadeln oder Schuppenblätter gegenständig oder quirlig, oft dicht dachziegelig gestellt. Frucht-blätter fleischig werdend, zu einem Beerenzapfen zusammenschliessend....... Juniperus. XXXI.

1*. Nadeln wechselständig, schraubig gestellt (oft gescheitelt), einzeln oder gebüschelt. Deck- undFruchtschuppen miteinander zur Zapfenschuppe verwachsen, niemals fleischig werdend. Blüten immer ein-häusig ..................................... 2.

2. Alle Nadeln einzeln stehend. Zapfenschuppe ohne Schild (Apophyse) ........ 3.

2*. Nadeln teilweise oder alle gebüschelt, zu 2 bis 5, oder bis 30 .......... 4.

3. Nadeln zusammengedrückt vierkantig, mit rhombischem Querschnitt, stachelspitzig. Zapfen hängend,ganz abfallend. Schuppen an der Spindel sitzenbleibend..............P i c*e a. XXX.

3*. Nadeln flach gedrückt, mit elliptischem Querschnitt. Zapfen aufrecht. Spindel am Baume bleibend.Schuppen abfallend............................Abi es. XIX.

4. Nadeln an den Langtrieben einzeln stehend, an den Kurztrieben zu 20 bis 30 gebüschelt,sommergrün............................. Larix. XXXII.

4*. Nadeln alle gebüschelt, zu 2 bis 5 in einer Scheide steckend, Wintergrün . . Pinus. XXXIII.

XIX. Äbies 2 ) MM. Tanne.

Die Gattung umfasst ca. 20 Arten, die einander sehr nahe stehen und ausschliesslich innerhalb dernördlich gemässigten Zone vorkommen. Als Zierbäume werden bei uns oft gezogen: Abies NordmanniänaSpach. aus dem westlichen Kaukasus und aus Kleinasien, die griechische Tanne (A. Cephaldnica Link) vonden Gebirgen Griechenlands und den jonischen Inseln, die andalusische Tanne (A. pinsäpo Boiss.) aus Süd-spanien, Abies Sibi'rica Ledeb. aus dem nordöstlichen Russland und aus Nordasien, sowie die Balsam-Tanne(A. balsämea Mill.) aus dem kälteren Nordamerika. Die letztere Art liefert den bekannten Canadabalsam,der zur Anfertigung von mikroskopischen Präparaten häufig Verwendung findet.

77. Abies alba Mill. (= Abies pectinäta DC.,=Pinus picea L.). Weiss- oder Edeltanne.Franz.: Sapin; ital.: Abete bianco, nostrale o comune, abezzo, pezzo. Taf. 13, Fig. 2.

Was die Benennung dieses Nadelbaumes anbetrifft, so ist zunächst zu bemerken, dass er vom Volkein der Namensbezeichnung von der Fichte (Picea excelsa) häufig nicht unterschieden wird. Ebenso wird dieletztere nicht selten alsTanne" bezeichnet. Die Namen Rottanne für Picea excelsa und Weisstanne oderEdeltanne für Abies alba sind mehr Büchernamen als wirkliche Volksnamen, obgleich z.B. an der unteren Weserdie Fichte als Roddann von der Tanne, Edeldann, Wittdann[= Weisstanne] genannt, wohl unterschiedenwird. Der Name Tanne leitet sich wohl ab von dem althochdeutschen tan, das ursprünglich einen Wald imallgemeinen bedeutete und erst später den Begriff eines Tannenwaldes (vergl. auch neuhochdeutsch: derTann = Tannenwald) annahm. In Oberösterreich und im Böhmerwald heisst der Baum auch Tännling. Inmitteldeutschen Mundarten heissen die Tannennadeln Tangein. Der Name Weisstanne findet sich oft inFlurnamen, seltener auch in Ortsnamen (z. B. Weisstannen im Kanton St. Gallen). Im übrigen vergleiche dasbei den Volksnamen der Fichte (p. 84) Gesagte.

Als Weihnachtsbaum ist die Tanne hauptsächlich in Deutschland bekannt. Die erste bestimmte An-deutung, in der von der Tanne als Christbaum die Rede ist, findet sich in einem französischen Gedicht, das aus demdreizehnten Jahrhundert stammt. Jedoch war der Weihnachtsbaum noch im achtzehnten Jahrhundert und selbstzu Anfang des neunzehnten bei uns eine seltene Erscheinung. Das leichte, harzfreie, weisse Holz findet häufigzur Herstellung von Schachteln, Streichhölzern und Resonanzböden Verwendung. In den Vogesen wird aus dem Harzder Strassburger Terpentin gewonnen. Er ist aber gegenwärtig vom Drogenmarkt fast gänzlich verschwunden.

') Gr. y.vnaQtaoog ; vielleicht von hebräisch göfrit = Harz, Pech.2 ) Name für Abies alba bei den Römern.