eine Art Gummi oder eine aldehydartige Substanz) absondernd, das die von den Luft-strömungen zugeführten Pollenkörner auffängt. Nach der Befruchtung bildet sich um denSamen herum ein wallartiger Ring aus, der später als becherförmiger, scharlachroter, zartbläulich bereifter, sehr saftiger, etwas schleimiger und süss schmeckender, essbarer Mantel(Arillus) den holzigen, schwarzbraunen Samen zum grössten Teil umschliesst. (Taf. 12,Fig. 58.) — III, IV.
Stellenweise im Nadel- und Laubwald als Unterholz von der Ebene bis ca. 1400 m,mit Vorliebe auf kalkhaltigem Boden, niemals grössere Bestände bildend. War in früherenZeiten (noch im \J. und 18. Jahrhundert) viel verbreiteter als jetzt; ist mit dem Zurück-gehen der Waldvegetation oder durch Entwässerung seltener geworden.
Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Südeuropa (nördlich bis südlichesNorwegen bis 6272° und Schweden bis 61°; im Süden auf den Gebirgen), Algerien, Klein-asien, Kaukasus, Nordpersien.
Die Eibe hat mit der Weisstanne eine gewisse Aehnlichkeit, unterscheidet sich aber von dieser sofortdurch ihre spitzen, auf der Unterseite gleichfarbig grünen Nadeln.
Kultiviert werden von der Eibe mehrere Formen, so vor allem die var. fastigiata Loudon (zuerstin Irland wild beobachtet) von säulenförmigem Wüchse und mit aufrechten Aesten und Zweigen, sowie die sog.„Blumenkohl-Eibe" von sonderbarem Habitus. Ausser einer buntblätterigen Form gibt es auch eine solche mitgelbem Arillus.
13. Farn. Pinäceae. Nadelhölzer.
Laubblätter (Nadeln oder Schuppenblätter) Wechsel- oder gegenständig oder quirlig,einzeln oder gebüschelt. Blüten achsel- oder endständig, zapfenähnlich, die Samen vonschuppigen Fruchtblättern überragt.
Die Familie umfasst ca. 300 Arten der gemässigten Zonen und gliedert sich in mehrere Tribus(Araurarieae, Abietineae, Taxodieae und Cupressineae), von denen bei uns nur die Abietineen undCupressineen vertreten sind. Von den Auracarieen mit ungeteilten Fruchtblättern werden Auracaria im-bricäta Pav. aus Südchile und die Norfolk-Tanne (A. excelsa R. Br.) von den Norfolk-Inseln (nördlich vonNeu-Seeland) bei uns oft als Zierbäume gehalten. Die erstere Art tritt uns z. B. auf der Insel Mainau imBodensee als ganze Allee entgegen. Ein prächtiges, 15 m hohes und ca. 60 Jahre altes Exemplar befindetsich im Weinberg unterhalb Walzenhausen (Kt. Appenzell a. Rh.). Von andern 'Koniferengattungen, die keineVertreter bei uns aufzuweisen haben werden die folgenden Arten häufig bei uns als Zierbäume kultiviert: dieSchierlings- oder Hemlock - Tannebezw. Fichte (Tsüga CanadensisCarr.) aus dem kühleren Nordamerika,die Douglas-Tanne (Tsüga taxi-fölia Britt.) aus dem westlichenNordamerika, die chinesische Gold-lärche (Pseudolarix KampferiGord.) aus dem östlichen China, dieAtlas-Ceder (Cedrus atlänticaManetti) von den Gebirgen Nord-afrikas, die Libanon-Ceder (CedrusLibäni Loudon) von Algier unddem östlichen Mittelmeergebiet, dieHimalaya-Ceder (Cedrus deodäraLoud.)aus Afghanistan, Beludschistanund dem nordwestlichen Himalaja,die japanische Schirmtanne (S c i a d 6 -pitys verticillät a Sieb, et Zucc.)aus Japan mit Doppelnadeln, diejapanische Ceder fCr vp t om (Sria Ffe-37. Cnpressus sempervirens L. 7 Zweig mit Zapfen. 2 Sprossstack (ver-T , . V grössert). 3 Querschnitt durch den bpross. 4 Zapfen (von innen: obere Partie
Japonica Don) aus China und entfernt). 5 und 6 Samen.