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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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77
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nicht selten deutlich gesonderte Blattpolster dar. Die Länge der Blätter variiert von ca. 1 mm(Cupressus) bis zu 40 cm (Pinus longifolia). Textur meist verschieden stark lederig, starr undstechend (Juniperus), seltener krautartig, weich (Larix). Blattfarbe meist saftig grün, seltenerbläulich überlaufen (Juniperus communis), unterseits meist lichter. Beim Hervorbrechen sind dieBlätter in der Regel heller gefärbt als später; im Winter färben sie sich oft dunkler, zuweilenrotgrün oder braunrot (durch das Auftreten eines roten Saftes in der Epidermis bedingt).Blattstellung teils quirlig (Cupressineen), teils spiralig (Blattdivergenz häufig 6 /i3, 8 / 21 un d13 /34). Am Hauptstamme stehen die spiraligen Blätter allseitswendig, während sie sich anden Seitenzweigen nach rechts und links scheiteln, so dass sie oft beinahe in eine Ebene zuliegen kommen. Die Spaltöffnungen sind stets etwas eingesenkt, liegen im Grunde einesTrichters und sind sehr häufig in Längsreihen angeordnet. Sehr oft ist die Epidermis mitWachs überzogen, der entweder in Form einer homogenen, brüchigen Schicht (Thuja, Taxus)oder viel häufiger in Gestalt von gehäuften Körnchen auftritt, welche die Spaltöffnungs-bahnen bedecken. Die Blüten der Koniferen sind im normalen Zustande getrennten Geschlechtes,vorherrschend einhäusig, bei einzelnen Gattungen auch zweihäusig. Aehnlich wie bei denCycadaceen handelt es sich hier um eine ursprüngliche Verschiedenheit der Geschlechter.Eine Blütenhülle fehlt in beiden Geschlechtern gänzlich. Die männliche Blüte besteht auseiner mit Staubblättern besetzten, verlängerten Achse (Taf. 12, Fig. 11, 23, 49). Zahl derStaubblätter sehr veränderlich (oft viele Hunderte). Sie zeigen die Gestalt einer dreieckigen,excentrisch am Unterrande gestielten Schuppe. Bei Taxus ist die Schuppe rund mit zen-tralem Stiele. An den Seiten oder unterseits (bei Taxus rund um den Stiel herum) stehendie einfächerigen, durch Spalten (Längs- und Querspalten) oder seltener durch Löcher(Juniperus communis)]sich öffnenden Pollensäcke, deren Zahl verschieden gross ist: 2 haben z. B.die Abietineen, 3 Cephalotaxus, 3 bis 5 (oder 6 bis 7) die Cupressineen, 6 bis 8 Taxus,5 bis 15 Araucaria und Agathis; zuweilen zeigen die Antheren kammartige, bunt gefärbteConnectivfortsätze (Taf. 12, Fig. 12 bis 14, 37). Die Pollenkörner stellen entweder gewöhnlicherundliche Zellen dar (Cupressineen) oder sie sind dreilappig, meist netzartig verdickt undmit blasigen Auftreibungen der Cuticula (Luftsäcke) versehen, die anfänglich mit Flüssigkeit,später mit Luft erfüllt sind und als Flugapparate dienen (verbreitet bei den Abietineen;vgl. Taf. 12, Fig. 15 und Fig. 30 e f). Die weiblichen Blüten sind bei den einzelnen Gattungen sehrverschieden gestaltet; vielfach sind sie zapfenähnlich, d. h. sie werden aus vielen, auf einerlangen Achse stehenden Fruchtblättern gebildet, die auf ihrer Oberfläche (oft nahe der Basis) zweioder mehrere, aufrechte oder umgewendete Samenanlagen tragen. Die Fruchtblätter, die zur Zeitder Reife die Zapfenschuppen darstellen, sind bald einfach, bald durch Bildung eines Aus-wuchses auf der Oberseite doppelt. In dem letzteren Falle wird der äussere Teil danngewöhnlich als Deckschuppe, der innere, der die Samen trägt, als Fruchtschuppe bezeichnet(Taf. 12, Fig. 2, 3, 4, 5, 27, 28, 42, 43.) Bei den Araucarien wird die Fruchtschuppe nichtausgebildet. Die Samenanlagen entspringen je nach den Gattungen an den Fruchtblätternin verschiedener Höhe und verhalten sich auch in der Zahl (pro Fruchtblatt) sehr ver-schiedenartig. Die Achse, welche die weiblichen und männlichen Blüten trägt und in ihrerGrösse und Ausdehnung sehr veränderlich ist, wächst normal nicht über die Blüten hinaus.Gewöhnlich stehen die Blüten einzeln an den Gipfeln der Zweige oder in den Achseln vonBlättern, jedoch niemals am Hauptstamme endständig. Die Bestäubung erfolgt allgemeindurch den Wind. Da eine Narbe gänzlich fehlt, sind verschiedene Einrichtungen getroffen,welche das Auffangen der Pollenkörner erleichtern sollen. So sind die Fruchtblätter zur Blütezeitimmer weit voneinander entfernt. Bei Formen mit ganz freistehenden Samen (z. B. Taxus)wird aus der Mikropyle zur Zeit der Bestäubung ein Flüssigkeitstropfen abgeschieden, inwelchem die Pollenkörner sich ansammeln (vgl. pag. 80). Da an den Samen der Abietineen die