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Mikropylen nach innen stehen, werden die Pollenkörner ohne Mithilfe eines Flüssigkeitstropfensvon den zuerst ausgespreizten Lippen der Mikropyle aufgenommen (Taf. 12, Fig. 6), umdann durch Einwärtskrümmen der Lippen auf die Mikropyle gebracht zu werden.
Durch Verholzung der Fruchtblätter wird bei weitaus den meisten Koniferen dieFrucht zu einem Zapfen; seltener werden die Fruchtblätter fleischig. Bei der GattungJuniperus verwachsen die Fruchtblätter fast gänzlich miteinander, so dass eine blaue oderrötliche Scheinbeere zur Ausbildung gelangt (Taf. 12, Fig. 50). Die Früchte reifen invielen Fällen noch im gleichen Jahre aus, in der die Bestäubung stattgefunden hat; beiandern Arten jedoch erst später, im zweiten, dritten oder vierten Jahre. Dabei führen sieoft eigentümliche Drehungen aus; bei Pinus und bei der Fichte drehen sie sich nach abwärts(Taf. 13, Fig. 3), bei der Weisstanne (Taf. 13, Fig. 2 und 2 a) dagegen nach aufwärts. Bei denArten mit holzigen Zapfen sind die Samen häufig geflügelt (Taf. 12, Fig. 9, 31, 34 und 47).Entweder entstehen diese Flügel durch Verbreiterung der Samenschale selbst (Abies alba),oder aber dadurch, dass sich Gewebelamellen von der Innenseite der Fruchtschuppeloslösen (z. B. bei vielen Abietineen). Bei der Eibe ist die innere Samenschale holzig,während die äussere als becherförmiger, roter und fleischiger Samenmantel den Samenumgibt (Taf. 12, Fig. 58). In dem Samen liegt in der Achse des Endosperms der Keim-ling (Taf. 12, Fig. 19), von zylindrisch - keulenförmiger Gestalt. Die Keimblätter sind ineinen Kreis gestellt. Die Zahl derselben variiert von 2 bis 15 (2 bei Taxus und Juniperuscommunis, 5 bei Abies alba und bei Larix, 4 bis 6 bei Pinus montana, 8 bis 9 bei Picea excelsa).Hinsichtlich der Keimung verhalten sich die einzelnen Arten sehr verschieden. EinzelneArten keimen unmittelbar oder doch wenige Wochen nach der Aussaat, während anderedazu längere Zeit brauchen. Pinus cembra braucht 1 bis 2, Taxus 3 bis 4 Jahre.
Aus dem keimenden Samen tritt zunächst durch zweiklappige Sprengung derSamenschale das Würzelchen hervor; hernach werden die Keimblätter nachgezogen (Fig. 36),die sich unter lebhaftem Ergrünen (die Keimblätter enthalten bereits im ruhenden SamenChlorophyll) über den Boden ausbreiten. Die Samenschale bleibt als Käppchen oft nocheinige Zeit auf den Keimblättern sitzen.
Die Koniferen umfassen ca. 34 Gattungen mit etwa 3/0 Arten, die mitAusnahme der eigentlichen Savannen-, Wüsten- und Steppengebiete, sowie derPolarländer in allen Klimaten [vorkommen. Die Anzahl der Koniferen wirdvon gesellig wachsenden Bäumen und Sträuchern gebildet, welche durch ihrmassenhaftes Auftreten für die Physiognomie des Landschaftsbildes von hervor-ragender Bedeutung sind. Besonders weit verbreitet sind sie auf der nörd-lichen Hemisphäre. Im atlantischen Nordamerika treten sie nach Südenallmählich gegenüber den dikotyledonen Laubbäumen zurück, lassen sich aberdoch bis nach Guatemala \{z. B. Pinus oocärpa), Kuba (Pinus Cubensis undoccidentälis; und Jamaika (Juniperus Bermudiäna, Podocärpus-Arten) verfolgen.Auf der südlichen Erdhälfte sind sie viel weniger stark entwickelt; in denTropenländern sind sie besonders in den hohen Gebirgen anzutreffen. InAfrika fehlen die Koniferen nördlich vom Aequator fast vollständig. Nur wenigeArten treten im Atlas, in Abessinien, im Somaliland (Juniperus procera), im Kili-mandscharo, im Kamerungebirge (Podocarpus Männii) auf. In Südafrika sindsie nur in den Küstengebieten des Kaplandes und auf Madagaskar (die GattungenWiddringtdnia und Podocarpus) vertreten. Reichlicher erscheinen sie wiederumauf den Gebirgen des malayischen Archipels, von wo sie nach Polynesien und denFidji-Inseln allmählich abnehmen, um von Ostaustralien bis Tasmanien (z. B. dieendemische Gattung Arthrotäxis) und dem südlichen Neu-Seeland (Dacrydium, *-"
Phylloclädus, Podocarpus) wiederum häufiger aufzutreten. Ebenso ist in Süd- p^nze. "T und *c Herausziehenamerika den Anden entlang südlich vom Aequator hinsichtlich der Zahl der der Kotyledonen aus dem Endo-
Arten als dem Reichtum an Individuen eine starke Zunahme festzustellen; be- ^. perm - <i ^»«schnitt durch den
Samen. S Samenschale. E Kndo-sonders reich an Koniferen ist Chile. Aus Brasilien ist nur eine einzige Artbekannt. sperm. C. Kotyledonen.