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Fig. 32. a Partie des männlichen Blütenstandes.b Einzelne männliche Blüte. (Stark vergrössert.)',
XXVII. Ephedra 1 ) L. Meerträubchen.Meist vom Grunde an stark verzweigte, gegliederte Sträucher oder Halbsträuchervon eigentümlichem, schachtelhalmähnlichem Aussehen, selten auch windend, oft mit unter-irdischen Ausläufern. Stengel undZweige rund, mit zahlreichen, feinenLängsrillen versehen, von graugrüneroder lebhaft grüner Färbung. Blättersehr klein, gewöhnlich auf zwei-nervige , zuweilen in eine schmallineale Spitze verlaufende Schuppenreduziert, gekreuzt gegenständig,seltener auch in 3 oder 4 gliederigenWirtein angeordnet, am Grunde fastimmer scheidenförmig verbunden.Blüten- eingeschlechtig, ohne Spurendes zweiten Geschlechtes, meistzwei-, seltener einhäusig. MännlicheBlütenstände an jüngeren oderälteren Zweigen achsel- oder seltener endständig (Fig. 34 a) geknäuelt, aus 4 bis 24 Blütenbestehend (Fig. 32 a). Blütenhülle 2 blättrig, zu einem rundlichen, bis verkehrteiformigen,häutigen, oberwärts zweilappigen Schlauche verwachsen (Fig. 32). Staubblätter starkreduziert, an der Spitze eines gemeinsamen, fadenförmigen Trägers, zwei-, seltener drei-fächerig, mit kurzen Schräg- oder Querrissen sich öffnend. Weibliche Blüten einzeln oderzu zwei oder drei, von 2 bis 4 oder noch mehr Paaren von schuppenförmigen, dach-ziegelartig sich deckenden Hochblättern vollständig eingeschlossen oder über dieselbenhervorragend (Fig. 34 b). Weibliche Blüte mit einer schlauchförmigen Blütenhülle und miteiner einzigen Samenknospe. Hals der Samenhülle (tubillus) gerade vorgestreckt oder kork-zieherartig gedreht (Fig. 33 b). Frucht durchFleischigwerden der obern Hochblätter einerote, beerenartige Scheinfrucht.
Diese äusserst interessante Gattung mit ausge-sprochen xerophil gebauten Formen enthält ca. 30 Arten, dievor allem in den eigentlichen Steppen- und Wüstengebietenzu Hause sind. In Europa erreichen die wenigenArten mitihren Formen in unserem Florengebiete die Polargrenze.
75. Ephedra distächya 2 ) L. (= E. vulgaris
Rieh.) Meerträubchen. Franz.: Raisin de
mer; ital.: Uva marina.
Die Fruchtstände von E. distächya waren früherals Amenta uvae marin ae offizinell.
Aufrechtes oder aus niederliegendemGrunde aufsteigendes, fast blattloses, strauchi-ges, bis 1 m hohes Rutengewächs. Keim-blätter 2. Grundachse lang, kriechend. Rindegrau. Zweige meist gerade (oder gebogen),
Fig.33. a Weiblicher Blütenspross von Ephedra distächya
L. var. Helvetica C. A. Mey. (von aussen), b Längsschnitt
durch den weiblichen Blütenspross. (Vergrössert.)
') Bei den Alten Name einer blattlosen, binsenähnlichen Pflanze, die auf Bäumen wächst; vonecpedgog (im = auf, Idga = Sitz) = daraufsitzend.2 ) ö(g= doppelt und ax&Xvq = Aehre.
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