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umwachsen, vorn jedoch nicht ganz geschlossen sind ,sondern eine enge Oeffnung, denKeimmund (Mikropyle)frei lassen. Innerhalb desbezw. der Integumente befindet sich die Kern-warze (nucellus), in welcher sich unterhalb der Mikropyle eine grosse Zelle — die Makro-spore — entwickelt, die von jetzt ab Keim- oder Embryo sack (Sacculus embryalis) genanntwird. Durch freie Kernteilung und durch Vielzellbildung gelangt das Prothallium (Endo-sperm) zur Ausbildung, das an seinem vordem Ende zwei oder mehrere Archegonien (früherals Corpuscula bezeichnet) enthält. Das Archegonium ist stark reduziert; es besteht auseiner grossen Centralzelle, einem aus wenigen Zellen gebildetem Halse und aus der dazwischenliegenden Bauchkanalzelle. Gelangen nun durch den Wind Pollenkörner auf die Mikropyle,so werden sie durch eine daselbst ausgeschiedene Flüssigkeit auf die Spitze des Nucellushinabgezogen. Hier wachsen sie dann zu den Pollenschläuchen aus (oft machen diese einekurze oder längere Ruheperiode durch), die sich durch das Gewebe des Nucellus hindurchtreiben und die Halszellen verdrängen. Dann erfolgt die Befruchtung; der Spermakern desPollenschlauches (bezw. ein Spermatozoid) verschmilzt mit der Eizelle des Archegoniums.Damit ist die embryonale Generation eingeleitet. Durch wiederholte Zellteilungen geht ausder befruchteten Eizelle der Keimling hervor, der sich zunächst aus dem als Nährgewebe
Fig. 30. Ginkgo biloba L. Fig. a bis d Pollenkorn und dessen Keimung. Entwicklung der Spermatozoiden (schematisiert nach
Coulter und Chamberlain). e, f und g Pinus Laricio Santi. Pollenkörner mit Luftsäcken. Entwicklung des Pollenschlauches.
h Ein Archegonium isoliert. I Schema der Samenanlage der Gymnospermen. / = Integument, M— Mikropyle, P= Pollenkörner,
PS= Pollensäcke, JV= Nucellus, E— Embrvosack, A = Archegonien, Ei = Endosperm.
dienenden Endosperm ernährt. Obgleich in jeder Samenanlage mehrere Archegonien mitEizellen vorhanden sind, enthält der reife Samen doch gewöhnlich nur einen einzigen Em-bryo, da alle übrigen von dem einen verdrängt werden.
Die Gymnospermen können in die folgenden vier Reihen gegliedert werden, vondenen in Mitteleuropa nur Vertreter der beiden letzten Gruppen spontan vorkommen.
T. Cycadäles. Sagos oder Farnpalmen. Der Stamm ist wenig oder gar nicht verzweigt,knollig oder [säulenförmig, dicht mit Blättern besetzt. Die grossen, gefiederten oder fiederteiligen Blättersind spiralig angeordnet. Die vegetativen Teile haben grosse Aehnlichkeit mit denen der Farne, besondersder Baumfarne. Mit den einzelnen Gruppen von Laubblättern wechseln immer Gruppen von Niederblättern(Schuppenblättern) ab. Blüten stets dioecisch. Die wenigen hieher gehörigen, artenarmen Gattungen (Cycas,Zamia, Dioon, Encephalartos, Macrozamia, Stangeria u. s. w.) kommen in den Tropen und Subtropen vorSie werden bei uns häufig in Warmhäusern kultiviert. Die stattlichen, lederartigen und immergrünen Blättervon Cycas revoluta aus dem südlichen Japan dienen als sog. „Palmzweige" oder „Palmwedel" zur Sargaus-schmückung. Aus dem stärkemehlreichen Mark von Cycas-Arten wird ein Sago hergestellt, der jedoch nichtin den europäischen Handel kommt. An der Riviera werden die Cycadeen mit Erfolg im Freien kultiviert.