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und ernähren sich vermittelst einer endotrophen Mykorrhiza zum Teil saprophytisch. DieProthallien tragen beiderlei Geschlechtsorgane; die Antheridien sind ins Gewebe eingesenkt(Fig. 24). Bei einigen Arten werden oberirdische, grüne, laubartige Lappen ausgebildet, dieals Assimilationsorgane tätig sind (vgl. Taf. I, Fig. 42, 43, 44, 45).
Zu der Familie gehört ausser der Gattung Lycopodium einzig noch die Gattung Phylloglossummit einer einzigen Art (P. Drummondii Kunze, auf feuchtem Sandboden in Australien und Neu-Seeland). Naheverwandt sind die wurzellosen Psilotaceen der Tropen und Subtropen, die sich durch rutenförmige Sprosseund durch vereinigte Sporangien auszeichnen.
XXV. Lycopodium 1 ). Bärlapp.
Mit Ausnahme der grossen Trockengebiete ist die Gattung über die ganze Erde verbreitet. Wie dieFarne verlangen die Bärlappfianzen eine gleich-massige Atmosphäre, weshalb sie besonders in den Wäldern,auf den Gebirgen, auf Inseln oder an anderen Orten mit ozeanischem Klima reichlich verbreitet sind. Nureinige Arten (z. B. auch L. complanatum) scheinen geringere Ansprüche an die Feuchtigkeit zu machen. Damitsteht dann auch die starke Blattreduktion bezw. die fleischige oder dicke und harte Beschaffenheit der Blätterim Zusammenhang. Im allgemeinen bevorzugen sie eine Unterlage, die reich an organischer Substanz ist; inden Tropen treten sie häufig auch in gigantischen Formen als Epiphyten auf den in Zersetzung begriffenen
Baumstämmen auf. L. inundatum kommtA A jÄL. \ / allerdings nicht selten auch auf sterilem
j£ / \ v\ / N/f i^w \ //?/ unc * sandi g em Boden vor, so z. B. auf dem
\ / 4 n /jwy mineralarmen Boden der Hochmoore. Das
Lichtbedürfnis der Bärlappfianzen ist eben-falls ein recht bescheidenes. Aehnlich wiedie Farnkräuter können sie im tiefen Waldes-• I , n ■/;' \^ I I S f I /X dunkel noch vegetieren, wo sonst andere
■FafiM \ El V \ J/' Pflanzen nicht mehr zu existieren vermögen.
'' J Verschiedene Arten haben eine kosmo-
politische Verbreitung oder kommen dochauf beiden Hemisphären vor. Besonders
reich an interessanten Formen sind die Ge-/ J/ ,:,-'" birgswälder von Zentral- und Südamerika,
, sowie Westindien. Arm an Arten ist vor
a b C allem der afrikanische Kontinent, der über-
Fig. 25. Brutknospen von Lycopodium selago L. (vergrössert). a Ansicht von hau Pt verhältnismässig wenig Pteridophyteninnen, b Ansicht von aussen, c Längsschnitt. aufweist.
An ihren Standorten treten die Lyco-podiaceen nicht selten in grosser Individuenzahl auf, ohne jedoch für das Vegetationsbild einen bestimmtenEinnuss auszuüben. Für unsere Bergwälder ist besonders L. annotinum charakteristisch, während L. inundatumzu den typischen Hochmoorpflanzen gehört.
Viele Arten vermehren sich in der Hauptsache nur auf vegetativem Wege, durch freiwerdende Sprosse.Brutknospen in der Form von kleinen beblätterten Sprossen sind besonders bei hochalpinen und arktischenFormen von L. selago ausgebildet (Fig. 25), wo die Bedingungen für die Entwicklung der Sporen und Prothalliennicht immer sehr günstige sind. Die Brutknospen stehen am Scheitel der Sprosse auf einem kurzen Stiele undlösen sich bei Berührung leicht los.
1. Sporangien in den Achseln von gewöhnlichen Laubblättern, welche nicht zu einer Aehre ver-einigt sind ............................. L. selago nr. 67.
1*. Sporangientragende Blätter zu einer Aehre vereinigt ............... 2.
2. Laubblätter spiralig angeordnet ....................... 3.
2*. Laubblätter der unfruchtbaren Sprosse 4-zeilig angeordnet ............. 5.
3. Aehren lang gestielt, meist zu zwei .............. L. clav at um nr. 70.
3*. Aehren einzeln, ungestielt ......................... 4.
4. Stengel weithin kriechend, spärlich bewurzelt ......... L. anno tinum nr. 68.
4* Stengel kurz, durch viele Wurzeln an dem Boden angeheftet . . . . L. inundatum nr. 69.
5. Aehren einzeln, nicht gestielt ................ L. alpinum nr. 72.
5*. Aehren zu 2 bis 6, auf langem, gabelteiligem Stiele ...... L. complanatum nr. 71.
] ) Ävxog = Wolf, nötig (Genetiv nodög) = Fuss; siehe ,,Bärlapp", pag. 66.