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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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f. Dcellii Milde. Diese Form unterscheidet sich von der vorigen durch die breiteren, schwach kon-kaven Rippen des bis 8 dm hohen Stengels und durch die etwas rauhen und gefurchten Zähne. Bisher mitSicherheit nur auf der Ober-Rheinfläche (von Neu-Breisach bis Mainz) beobachtet; angeblich auch bei Dresden.

f Moor ei Aschers. Stengel nicht überwinternd, 2 dm bis 1 m hoch, schmutzig- oder graugrün,mit 8 bis 18 Rippen. Scheiden verlängert, oberwärts abstehend, gleichfarbig grün oder fuchsrot, am Grundeund am Saume mit schwarzer Querbinde. Zähne besonders an den obern Scheiden bleibend, nicht gefurcht,glatt, braun, weiss berandet. Scheidenröhre 6 bis 14 mm lang. Ziemlich verbreitet.

f. 'Rabenhörstii Milde. Unterscheidet sich von der vorigen Form durch den aufsteigenden, bis 3 dmlangen, bis 15 rippigen Stengel mit deutlichen Rosettenbändern in den Furchen (bei f. Moorei Furchen meist ohneRosettenbänder!). Scheiden stets grün, gleichfarbig. Zähne bleibend, grösstenteils weisslich, gekräuselt.Bisher nur am Elb-Abhang bei Arneburg in der Altmark und bei Darmstadt.

f. fällax Milde. Stengel nicht überwinternd, aufsteigend, bis 4 dm lang, 10 bis 12rippig. Furchenohne Rosetten. Scheiden oberwärts abstehend, gleichfarbig grün. Scheidenröhre höchstens 5,5 mm lang. Zähneabfallend. __ Bisher nur bei Burgdorf im Kanton Bern beobachtet.

64. Equisetum trachyodon 1 ) A. Br. Rauhzähniger Schachtelhalm.

Bis 45 cm hoch. Stengel meist überwinternd und rasig, bis 3 mm dick, bleich-oder graugrün. Stengelglieder 2 bis 5 cm lang. Stengel mit breiten, zwischen den Kantenmeist deutlich vertieften Rippen. Rippen 7 bis 14, l jz bis 1 jt so breit als die Furchen,mit deutlicher Carinalfurche, an den Kanten von regelmässigen, einreihigen, runden Kiesel-höckern sehr rauh. Scheiden (inkl. Zähne) 5,5 bis 8 mm lang, eng anliegend, die unternganz schwarz, die oberen am Saume mit schwarzer Querbinde, mit 3 furchigen Rippen,an denen die tiefere Mittelfurche sich in die der Stengelrippen und auf die Zähne fort-setzt. Zähne lanzettlich-pfriemenförmig, schwarzbraun, unterwärts weiss berandet, rücken-seits rauh, am Rande oft stark stachelig gezähnelt, wenigstens in der unteren Hälfte bleibend,rauh. Aehre am Grunde von der obersten glockenförmigen Scheide umschlossen, mit sehrengröhriger Achse. VII, VIII (Sporen meist fehlschlagend).

Sehr selten auf trockenem, sandig-kiesigem Boden oder auch auf Sumpfwiesen.Nur in Deutschland auf der Ober-Rheinfläche von Strassburg bis Mainz, meist naheam Strome (angeblich auch im Wollmatinger Ried bei Konstanz).

Allgemeine Verbreitung: Ausser in Deutschland nur sehr vereinzelt in Schott-land (bei Aberdeen) und Irland (Belfast).

65. Equisetum variegätum Schi. Bunter Schachtelhalm. Taf. 10, Fig. 4.

Meist 10 bis 30 cm hoch (zuweilen viel höher). Stengel meist überwinternd, oftdicht rasig, niederliegend bis aufsteigend, dünn, bis 2 (selten bis 3) mm dick, nur am Grundeästig, oberwärts meist astlos. Stengelglieder 1 bis 3 (selten 6) cm lang. Zentraler Luft-gang sehr eng (Fig. 4 c) oder ganz fehlend. Stengelscheiden oberwärts abstehend, kurzglockenförmig oder verlängert, am Saume mit schwarzer Querbinde oder in der obernHälfte (selten ganz) schwarz (Fig. 4a). Scheidenzähne aus bleibendem, eiförmigem bislänglich lanzettlichem, ganz weissem oder häufig von einem braunen oder schwarzenMittelstreifen durchzogenem Grundteile (Fig. 4a) grannenartig zugespitzt; die rauhe Spitzefällt später ab. IV bis VIII.

w . Stellenweise auf sandigen, kiesigen oder moorigen Plätzen, an Ufern, auf versandeten

Wiesen, zuweilen unbeständig und nur vorübergehend; besonders in den Alpentälern, dochbis 2400 m hinaufsteigend. In Deutschland in Schlesien (an einigen Stellen), in West-preussen (i m Kreise Löbau bei Wiszniewo und im Kreise Schwetz am Stelchnosee beiLaskowitz), in Ostpreussen (Lehleskener See bei Passenheim im Kreise Orteisburg, Gum-bmner Fichtenwald), Buschmühle bei Frankfurt a. d. Oder, Brandenburg (früher Thon-gruben bei Werder bei Potsdam), Harz (Altenau, Veckenstedter Teiche bei Wernigerode,früher am Ufer der Innerste bei Klaustal), Thüringen (Gumperda), auf der Insel Borkum,etwas verbreiteter in Süddeutschland, in Baden, in Württemberg, Lothringen (nur Bitsch),Llsass und Bayern (besonders in der Hochebene und in den Alpen). In O est erreichnur in Mähren und Schlesien vollständig fehlend. In der Schweiz überall, aber zerstreut.

') tQcr/Jjq = rauh, ödovg (Genitiv ööövtog) = Zahn; die Zähne der Scheiden sind rauh.