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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Allgemeine Verbreitung: Europa mit Ausnahme des eigentlichen Mittel-meergebietes, von Dänemark, den unteren Donauländern und dem grössten Teile von Russ-land (einzig in Finnland und in den Ostseeprovinzen), Sibirien, Nordamerika.

Diese sehr leicht kenntliche Art ist recht vielgestaltig:

f. caespitösum Doell. Stengel bis 25 cm hoch, 5 bis 9 (meist 6 bis 7-) rippig, mit grundständigen,ebenso dicken, bogenförmig abstehenden Aesten. Scheiden kurz glockenförmig, mit schwarzbrauner Querbindeam Saume. Rippen scharf zweikantig, mit deutlicher Carinalfurche. Sehr häufige Form.

f. virgätum Doell. Aehnlich wie die vorige Form, jedoch über dem Grunde mit einzelnen Aesten.

Hie und da.

f. elatum Rabenhorst. Stengel bis 6 dm hoch, 9 bis 12rippig, sonst wie die beiden vorigen Formen.

Ziemlich selten.

f. Heufleri Milde. Stengel über 3 dm hoch, 8rippig. Rippen der Scheiden 5-furchig. Scheidenmit schwarzbrauner Querbinde, am Saume kurz glockenförmig. Bisher nur im Hinterautale bei Scharnitzim nördlichen Tirol beobachtet.

f. alpestre Milde. Stengel nicht über 16 cm lang, 6 bis 9rippig, mit meist hin und her gebogenenGliedern. Scheiden ganz schwarz, kurz glockenförmig. Hie und da im Alpengebiet.

f. änceps Milde. Zwergform. Stengel aufsteigend, bis 15 (selten 30) cm hoch, dünn (nur 1 /s bis 3 /i mmdick), 4- (selten 5-) rippig, meist ohne zentralen Luftgang. Scheiden mit schwarzer Querbinde am Saume. Zähneoft ganz weiss. In Oesterreich in Tirol, Salzburg und Kärnten beobachtet.

f. pseudo-elongätum Milde. Stengel bis 5 dm lang, 6 bis 10 rippig. meist spärlich verzweigt,ohne zentralen Luftgang. Scheiden verlängert (bis 9 mm lang), meist gleichfarbig grün. Zähne oft ganz weiss.Rippen scharf zweikantig. Bisher nur in der Schweiz (bei Zug und am Genfersee) beobachtet.

f. Wilsöni Milde. Stengel aufrecht, bis 1 m hoch, 8 bis 12 rippig, spärlich und unregelmässig ver-zweigt. Rippen ziemlich glatt, stumpf zweikantig, mit unregelmässig angeordneten Kiesbuckeln. Scheidenkreiseiförmig, schmal, schwarz berandet. Zähne fünffurchig, schwarzbraun, weiss berandet. Sehr selten. Nurin Baden (Neuenburg und Maximiliansau bei Karlsruhe) beobachtet.

f. cöncolor Milde. Stengel bis 6 dm hoch, 6 bis 9 rippig, spärlich und kurz verzweigt. Rippen derScheide stumpf zweikantig, mit 2 Nebenfurchen, die lanzettlich-pfriemenförmigen, schwarzbraunen, weissberan-deten Zähne nur mit Carinalfurche. Scheide verlängert (bis 10 mm), gleichfarbig grün. Sehr selten. InOesterreich an der Mur bei Graz, in Steiermark und in der Schweiz am Neuenburgersee beobachtet.

f. arenärium Milde. Stengel aufsteigend, bis 45 cm hoch. Rippen 6 bis 9, mit Kiesel-Querbändernbesetzt. Scheiden verlängert, mit schwarzer Saumbinde. Zähne länglich-pfriemenförmig, schwarzbraun, weissberandet. Bis jetzt nur am Ufer des Neuenburger- und Genfersees konstatiert

f. polystächyum Milde. Gleichfalls den beiden vorigen Formen ähnlich. Stengel an den obersten(1 bis 6) Scheiden mit kurzen, ährentragenden Aesten. Hie und da.

f. meridionale Milde. Stengel nicht überwinternd, aufrecht, bis 1 m hoch, oft bis zur Spitze miteinzelnen oder zu zwei stehenden Aesten. Rippen 8 bis 12, stumpf zweikantig, mit 2 Reihen öfter zu Quer-bändern verschmelzenden Kiesbuckeln besetzt. Scheiden verlängert mit schwarzer Saumbinde, grösstenteilsgrün. Zähne länglich-lanzettlich, ganz weiss bis schwarzbraun, mit schmalem, weissem Hautrande. Bishernur bei Meran in Südtirol beobachtet.

f. affine Milde. Stengel bis 3 cm hoch, unbeästet. Rippen 8 bis 9, stumpf zweikantig, mit breitenKiesel-Querbändern besetzt, fast glatt. Scheiden fast ganz schwarz. Zähne eilanzettlich bis lanzettlich, 3 furchig,schwarz, weiss berandet. In Oesterreich in Südtirol bei Ratzes, in der Schweiz im Kanton Waadt (bei Conciseam Neuenburgersee und bei Bex) beobachtet.

66. Equisetum scirpofdes') Michx. Binsenartiger Schachtelhalm.

Bis 2 dm hoch. Stengel dichtrasig, niederliegend bis aufsteigend, dünn, 1 bis 1,5 mmdick, meist unbeästet, lebhaft grün, ohne zentralen Luftgang, mit 3 bis 4 breit- und tief-gefurchten Rippen, welche ebenso breit als die Furchen sind, sodass der Stengel regelmässig6 bis 8 kantig erscheint. Stengelglieder bis 1,25 cm lang. Stengelscheiden oberwärts abstehend.Zähne aus bleibendem, breiteiförmigem, weissem, auf dem schwarzbraunen Mittelstreifen rück-seits rauhem Grunde pfriemenförmig zugespitzt. Aehre am Grunde von der obersten glocken-förmigen Scheide umhüllt oder ganz in dieselbe eingeschlossen. V bis VII.

Bisher einzig auf feuchten Wiesen an der Moll bei Heiligenblut in Kärnten konstatiert(in neuerer Zeit nicht mehr beobachtet).

Allgemeine V e r br e i t u n g: Weit verbreitet im nördlichen Europa (Island, Spitz-bergen, Skandinavien, nördliches Russland), in Sibirien und im nördlichen und arktischen Amerika.

Von Bastarden ist bis jetzt in Mitteleuropa mit Sicherheit einzig E. arvense L.XE. heleocharis Ehrh. (=E. litorale Kühlewein) an zahlreichen Stellen beobachtet worden.

') lat. scirpus = Binse, tlöog = Aussehen; wegen der Aehnlichkeit mit einer Binse.