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Galsaun und Latsch undMeran imVintschgau). In der Schweiz früher einzig im südlichen Tessin(zwischen Cavigliano und Intragna im untern Centovalli auf Quarzgestein; daselbst aber durchden Sammeleifer von Liebhabern ausgerottet worden). Ausserdem in den benachbarten Ge-bieten bei Maccagno, bei Domo d'Ossola, im Aostatal, bei Como und im Veltlin (Ardenno).Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet, nordatlantische Inseln, Balkan,Abyssinien, südwestliches Asien bis zum Himalaya.
XV. Gymnogrämme 1 ) Desv. Nacktfarn.
Diese Gattung ist von der vorigen Gattung nur wenig verschieden. Sie umfasstca. 40 Arten und ist am zahlreichsten und in der grössten Mannigfaltigkeit in den Andenvon Südamerika entwickelt.
41. Gymnogrämme leptophylla 2 ) Desv. (= Grammitis leptophylla Sw.) Dünner
Nacktfarn. Fig. 19.
Bis 25 cm hoch, überwinternd, einjährig (dagegen der verzweigte Vorkeim durchAdventivsprosse ausdauernd). Grundachse sehr kurz, wenige dichtgedrängte, bis 25 cm
lange, zarte, grösstenteils kahle Blätter entwickelnd. Blattstiel anden vollkommenen Blättern so lang oder länger als die Blattspreite,strohgelb oder grün, nur ganz am Grunde gliederhaarig. Blattflächesehr dünnhäutig, dunkelgrün, an den gleichzeitig vorhandenen Blätternrecht verschieden gestaltet. Die untern Blätter rundlich-nierenförmig,handförmig eingeschnitten, die folgenden eiförmig, einfach bis doppeltgefiedert, mit schmälern Abschnitten oder eiförmig bis länglich-lanzett-lich, 3 fach gefiedert, stumpf. Fiedern jederseits bis 7, eiförmig bis drei-eckig-eiförmig, stumpf, die untern gestielt. Letzte Abschnitte keilförmig-verkehrteiförmig, öfters gelappt, eingeschnitten gekerbt und gezähnt.Sori länglich. Sporen dunkelbraun ausgeprägt kugeltetraedrisch.— VI.Sehr selten an feuchten und schattigen Felsen und Abhängen,unter Hecken, in Hohlwegen. In Oest)er reich nur in Südtirol(Meran, in kleinen geschützten Felshöhlen neben den Waal [Wasser-leitung] über dem Dorfe Algund, 1853 entdeckt). In der Schweizeinzig im südlichen Tessin (Mauern in Indemini am Monte Gamba-rogno). Nicht hinter dem Saleve bei Genf.
Allgemeine Verbreitung: Weit verbreitet im Mittelmeer-gebiet (hier oft in Gesellschaft von Selaginella denticulata), imatlantischen Küstengebiet bis zur Insel Jersey, in Afrika, Ostindien,Australien, Neu-Seeland, Tasmanien, im wärmeren Amerika vonMexiko bis Argentinien.
Fig. 19. Gymnogrämme
leptophylla Desv. Habitus
(etwas verkleinert), Fieder,
Prothallium mit Knöllchen.
XVI. Polypödium 3 ) L. Tüpfelfarn.
Diese umfangreiche Gattung, welche viele Felsenpflanzen und Epiphyten enthältund fast über die ganze Erde verbreitet ist, kommt in den Tropen zur eigentlichen Ent-faltung. In unserer einheimischen Flora ist sie nur durch die folgende Art vertreten.
: ) yv/xvog = nackt, unbedeckt und ygaß^ij (von ygdgXä schreibe) Strich, Linie; die Sori sind unbedeckt.
2 ) Xemoc; = dünn, qyöktov = Blatt; die Wedel sind dünnhäutig.
3 ) noXvnöduyv Name eines Farnes bei Theophrast; nofoßg = viel, novg (Genitiv nodög) = Fuss;vielleicht verglich man die Fiedern des Wedels mit Füsschen.