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handförmig gelappt. Sorus tragende Randläppchen quadratisch bis nierenförmig. Sori aufder Unterseite von braunen, zuletzt schleierartig zurückgeschlagenen Randlappen (vgl. Fig. 17).Ein eigentlicher Schleier fehlt. — VI bis IX.
Diese Charakterpflanze des Mittelmeeres bewohnt gerne überrieselte, besonders mitTuff bedeckte Felsen; doch kommt sie auch in Grotten, an Quellen und bei Brunnen vor.Von Süden her dringt sie stellenweise weit in die Alpentäler hinein; in Bormio steigt siebis 1500 m hinauf. Hier hat sie die klimatische Grenze weit überschritten und verdanktihr Dasein dem beständig durchwärmten Tuffe der grossen Thermen der Bagni vecchi. Fehltin Deutschland gänzlich. In Oesterreich findet sie sich vereinzelt in Krain, im Küsten-lande, in Istrien und in Südtirol (im Etschtale bis Meran hinauf). In der Schweizist sie besonders im südlichen Tessin (auch noch im Blegnotal auf dem Sinter der Mineral-quelle von Aquarossa) verbreitet, ausserdem vereinzelt im Kanton Waadt (la Sarraz) undam Neuenburger-See (zwischen St. Aubin und Sauge). Sonst noch an mehreren Stellen inOberitalien, z. B. im Aostatal und bei den Thermen von Bormio (an letzteren Orten ineiner etwas abweichenden, verkürzten Form, f. Burmiense Brügger).
Allgemeine Verbreitung: Weit verbreitet in den wärmern und tropischenGebieten der alten und neuen Welt; an der atlantischen Küste von Europa nördlich biszur Insel Man.
XIV. Notholaena 1 ) R. Br. Pelzfarn.
Diese Gattung, die eine Reihe von xerophilen Formen von mannigfaltigem Habitusaufweist (ca. 40 Arten), ist in trockenen, warmen Gebieten besonders formenreich; sie istim westlichen Amerika und im südlichen Afrika ziemlich stark verbreitet. In Europa kommtausser der folgenden Art nur noch N. vellea R. Br. im südlichen Mittelmeergebiet vor.
40. Notholaena Marantae 2 ) (L.) R. Br. (= Gymnogramme
Marantae Mett.) Maranta's Pelzfarn. Fig. 18.Bis 35 cm hoch. Grundachse verzweigt, mit schmal lanzett-hchen, zuletzt rostroten Spreuschuppen bedeckt. Blätter überwinternd.Blattstiel ungefähr so lang oder etwas länger als die Blattfläche, wiedie Blattspindel zerstreut spreuhaarig und glänzend dunkelbraun. Blatt-fläche im Umriss schmal länglich, zugespitzt, doppelt gefiedert, derblederig, oberseits dunkelgrün, unterseits dicht mit glänzenden, anfangsweisshchen, später kupferroten Spreuhaaren bedeckt, welche die Frucht-haufchen anfänglich gänzlich verbergen. Fiedern jederseits bis 20,gegenständig, alle eiförmig bis schmal-länglich, stumpf. Fiederchenlänglich bis lineal-länglich, vorn abgerundet. Sori an dem kaum ver-nüe der Adern unbedeckt, zuweilen nur aus einem einzigenSporangium bestehend. — VII, VIII.
MCi sonni g en , trockenen, felsigen Abhängen, an Mauern, bis
ca. 650 m, besonders auf Urgestein und Serpentin. Fehlt in D e u t s c h-and gänzlich. In Oesterreich selten in Mähren (Spalenly mlyn &h*Utbei 1 ernstein und Mohelno im Iglava-Tale bei Namiest auf Serpentin), Tg^™in Wieder-Oesterreich (Gurhofgraben bei Aggsbach unweit Melk), inSteiermark (nur im mittlem Murtale in der Gulsen bei Kraubath oberhalbEeoben)und in Südtirol (beiBozen,Terlan,Atzwang,Brixenetc,Castelbell,
) voDog = unecht, falsch, und ykalva (lat. laena) = Oberkleid, Mantel. Das Indusium ist durch denzurückgerollten Blattrand ersetzt.
) Der venezianische Arzt Bartolommeo Maranta (gest. 1559) beschrieb diesen Farn zum ersten Male.
Fig. 18. NotholaenaMarantae R. Br. Habitus(verkleinert), Spreuschuppe
und Spore (vergrössert).