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15 bis 30 cm hoch. Grundachse aufrecht oder aufsteigend, dicht mit Spreuhaarenbesetzt. Blätter (im Maximum) bis 6 dm lang, büschelig gestellt, aus herzförmigem Grundelänglich-lanzettlich, ungeteilt, zugespitzt, ganzrandig, am Rande oft etwas wellig, krautig-leder-artig, schwach glänzend, unterseits (wenigstens in der Jugend) mit braunen, gitterförmigenSpreuschuppen besetzt. Sori gerade, breit-linealisch, schräg zum Mittelnerven verlaufend,oft längere und kürzere miteinander abwechselnd. Die Sori stehen an zwei benachbartenNerven einander gegenüber und berühren sich (Taf. 6, Fig. 2 a u. 2b); die freien Ränder derSchleier sind einander zugekehrt und bedecken anfänglich die beiden Sori. — VII bis IX.
Stellenweise an feuchten, schattigen Felsen, in steinigen Wäldern, in hohlen Bäumenoder im Innern von Ziehbrunnen und in Höhlen, von der Ebene bis ca. 1800 m, besondersauf Kalk. Fehlt stellenweise im nördlichen Deutschland, wenigstens in der Ebene östlichder Elbe. Selten ist die Art auch im östlichen Berglande (im nördlichen Bayern, Thüringen,Sachsen, Böhmen). Am häufigsten erscheint sie im südlichen Teile der Rheinprovinz undin Westfalen. Auch verschiedenen Alpentälern, wie z. B. dem Engadin und dem eigentlichenWallis, geht die Hirschzunge gänzlich ab. Fossil wurde die Hirschzunge in diluvialenSüsswassertuffen von Zentraleuropa gefunden.
Allgemeine Verbreitung: Ganz Europa (mit Ausnahme des hohen Nordens),Vorderasien, Nordafrika, Azoren, Madeira, Japan und selten im östlichen Nordamerika.
Von der Hirschzunge sind eine Reihe von monströsen, oft kultivierten Formenbekannt, die aber nur selten im wilden Zustande beobachtet werden:
f. crispum Willd, Blätter am Rande stark wellig gekräuselt, und gezähnelt. — Wild z. B. beiDüsseldorf, am Schneeberge in Nieder-Oesterreich und am Salvatore im Tessin.
f. di dal um Willd. Spitze der Blattfiäche mehrmals gabelig oder unregelmässig geteilt, sonstaber normal ausgebildet. — Wild z. B. in der Rheinprovinz, in Baden (Wellheim), in Südtirol (Bozen), im Basel-Land, bei Massongex im Kanton Waadt und bei Melano im Tessin.
f. lobätum Christ. Blattrand bis über die Hälfte in breite, abgerundete Lappen eingeschnitten. —Wild z. B. bei Villeneuve im Kanton Waadt.
f. heterosörum Christ. Die Fruchthäufchen sind ungleich und wechseln ziemlich regelmässig-wischen langen und ganz kurzen ab. — Wild in Oberried im Kanton St. Gallen.
f. reniförme Moore. Blattfläche nur wenige cm lang, unten normal, aber oben plötzlich durchAtrophie der Rippe abgerundet endigend. — Wild z. B. am Luganersee.
IX. Blechnum 1 ) L. Rippenfarn.
Diese Gattung mit ca. 50 bis 60 Arten, die besonders in den Tropen beider Halb-kugeln verbreitet sind, besitzt in unserer Flora nur eine einzige Art.
35. Blechnum spicant 2 ) With. Rippenfarn. Taf. 6, Fig. 3.
Waldfarn (Schweiz: Waldstätten). Nach der Anordnung der Blattfiedern : Rippenfarn, Leiterli-tarn, Geissleiterli (Schweiz: Waldstätten). Der Farn wird zuweilen auch als Streue benutzt: Farn-streue (Schweiz).
15 bis 45 cm hoch. Grundachse schief, oberwärts dicht spreuhaarig. Blätter spiraligangeordnet, einfach tief kammförmig fiederteilig, länglich-lanzettlich, verschieden gestaltet; dieinnern fruchtbar, steif aufrecht, sommergrün und in der Regel bedeutend länger als dieäussern zurückgekrümmten, wintergrünen, unfruchtbaren Blätter. Fiedern alle ganzrandig,die der fruchttragenden Wedel linealisch, entfernt, unterseits fast ganz mit braunen Soribedeckt, die der unfruchtbaren lanzettlich-linealisch und einander genähert. Sori einemzarten Längsnerven aufsitzend, von dem langen, am Aussenrande befestigten, nach innen.geschlagenen Schleier bedeckt (vgl. Taf. 6, Fig. 3 a und 3 b). — VI bis IX.
») ß/.yyvov, Name eines Farnes bei Dioskorides.2 ) Der Name soll aus dem Schwedischen stammen.