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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Bolle), in der Regel aber gefingert- oder abwechselnd gefiedert-dreizählig. Blattabschnitterhombisch-eiförmig, am Grunde keilförmig, zuweilen 2 bis 3 spaltig, beiderseits behaart, Sori3 bis 5, breit lineal, schräg nach dem Rande verlaufend, zuletzt die Unterseite bedeckend.Schleier ausgefressen gezähnelt. VII, VIII.

In Ritzen und in kleinen Gruben von überhängenden Felswänden, von 190 bis2000 m, aber nur auf Dolomit und fast ausschliesslich im südlichenAlpengebiet; so am Westufer des Gardasees, stellenweise in Süd-tirol (S. Romedio bei Cles, Salurn, Castel Pietra, Trient, Primiero,Vette di Feltre, Cimolais, Val Vestino, Schierngebiet, Pustertal u.s.w.),selten in Judicarien, Küstenland, Kärnten, Krain und ganz ver-einzelt am Göller über St. Egid am Neuwald in Niederösterreich.

28. Asplenium fissum Kit. Zerteilter Milzfarn. Fig. 13.

3 bis 15 cm hoch. Grundachse zart, ziemlich lang kriechend,mit dunkelbraunen bis schwärzlichen Spreuschuppen besetzt. Blätterzart, sehr fein zerteilt, 3 bis 4fach gefiedert, starr, überwinternd,zuletzt kahl. Laub im Umriss eiförmig-länglich bis lanzettlich. Blatt-stiel meist länger als die Blattfläche, unterwärts glänzend rotbraun,nur ein Leitbündel enthaltend. Fiedern jederseits 5 bis 12, abwech-selnd, die unteren meist etwas entfernt, gestielt, eiförmig, stumpf,mit lineal-keiligen, vorne gezähnten oder 2 bis 3 spaltigen Fiederchen.Schleier anfangs- ganzrandig, zuletzt unregelmässig gekerbt. Er-innert in der Tracht stark an Cystopteris fragilis.

Selten im Gerolle und in Felsspalten der Kalkalpen. InDeutschland einzig in den bayerischen Alpen (und zwar am See-hauser Kienberg bei Ruhpolding; früher auch am Watzmann). InO esterreich ganz vereinzelt in Ober- und Niederösterreich, inSteiermark, in Tirol (Borgo di Valsugana), Krain und Istrien. Fehltin der Schweiz gänzlich.

Allgemeine Verbreitung: Ostalpen, Gebirge von .Süd-italien, Kroatien, Balkan.

Fig. 13. AsplKit. Habitus,Sp

enium 1Fiederdi

29. Asplenium lepidum Presl. Drüsiger Milzfarn.

4 bis 13 cm hoch. Grundachse kurz kriechend, wenig verzweigt, oberseitsmit schwärzlichen, lineal-lanzettlichen, zugespitzten Spreuschuppen besetzt. Blätter dichtgebüschelt, 4 bis 9 (selten bis 13) cm lang, äusserst zart, an allen Teilen mit einzelnenDrüsenhaaren besetzt; 2 bis 3fach gefiedert. Blattfläche dreieckig bis breit-eiförmig,zart und sehr dünnhäutig, durchscheinend. Fiedern jederseits 3 bis 5, etwas entfernt; dieuntern langgestielt, eiförmig, einfach bis doppelt gefiedert, die folgenden kürzer, einfachgefiedert. Fiederchen oben abgerundet, dreilappig, stumpf gekerbt bis eingeschnitten gekerbt.Schleier gefranst. Erinnert in der Tracht etwas an die Gymnogramme leptophylla, vonwelcher Art sie sich durch die ausdauernde Grundachse und den grösstenteils grünenBlattstiel leicht unterscheidet.

Selten an Kalkfelsen besonders am Eingange von Höhlen in Südtircl(Val di Nonn bei Tuenno und Pontalto unweit Cles, Buco di Vela bei Trient an zweiStellen) und in Istrien (Grotte von Ospo bei Muggia). Fehlt in Deutschland und inder Schweiz vollständig.

Allgemeine Ve rb reitung: Südalpen, südöstliche Karpaten, nördliche Abruzzen,Süditalien, Sizilien, Serbien.