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Rhonetal vom Genf ersee aufwärts bis ins mittlere Wallis (St.Leonard, Leukerbad), sehr verbreitetan den Flühen des Jura östlich bis zur Ramsfluh und bis zur Lägern, an einigen wenigen Stellenam Nordufer des Wallenseesund amLago maggiore (beiRonco undBrissago) im KantonTessin.
Allgemeine Verbreitung: Felsenpflanze der Kalkgebirge des südwestlichenEuropa, längs dem Saume des Mittelmeeres; auch noch bei Beifort. Ausserdem im nord-westlichen Himalaya.
Auch diese Art zeigt einige wenige Spielarten, die aber bei uns höchst selten auftreten.
26. Asplenium septentrionäle Hoffm. Nordischer Milzfarn. Taf. 5, Fig. 4.
5 bis 15 cm hoch. Grundachse kurz kriechend, oberwärts mit schwarzbraunen, borsten-förmig zugespitzten, öfters bewimperten Spreuhaaren besetzt, die keinen Scheinnerven auf-weisen. Blätter überwinternd, lederartig, schwach glänzend, dunkelgrün, kahl, ungleichgabelig oder abwechselnd dreizählig gefiedert, mit keilförmigen, lineal - lanzettlichen, meistgestielten, an der Spitze ungleich eingeschnittenen, 2 bis 3 zähnigen Abschnitten. AlleFiederchen mit verdicktem Rande. Sori verlängert lineal (Taf. 5, Fig. 4 a), teils über- teilsnebeneinander, die ganze Unterseite bedeckend und nebst dem zurückgeschlagenen, ganz-randigen Schleier (Fig. 4 b) über den Rand hervorragend. — VII, VIII.
Hie und da in Felsspalten, Mauern, an sonnigen Stellen, durch alle Regionen bisin die alpine, bis 2500 m; jedoch nur auf quarzhaltiger und kalkfreier Unterlage. DiePflanze flieht den Kalk und ist an vielen Orten, wie auf der schweizerischen Hochebene,im Juragebiet und in Oberbavern, eine Leitpflanze der erratischen Urgebirgsblöcke. Inder norddeutschen Tiefebene tritt sie nur vereinzelt auf, so in Holstein, Mecklenburg, aufRügen, in der Prignitz, Ukermark, bei Dessau, Nicderlausitz und vereinzelt in Westpreussen.
Allgemeine Verbreitung. Urgebirge von Europa, durch Vorderasien überden Kaukasus zum Himalava und zum Altai; auch in den Rockv Mountains der süd-lichen Vereinigten Staaten.
Aendert hie und da ab :
f. depauperätum Christ. Pflanze klein, 4 bis 5 cm hoch. Blattfläche unregelmässig gegabelt, ohneEndfieder, mit gekerbten bis kurzgezähnten, schmal-keiligen Abschnitten. Niederblätter steril, 3 bis 4 cm lang,auf den kurzen Stielen eine fächerförmig dreieckige, vorn gestutzte und mehrfach eingeschnittene Blattflächezeigend, die fächerig von 3 bis 6 Nerven durchzogenist, deren jeder in einen Zahn endigt. Sorus sehr schmal.fadenförmig, meist unterbrochen. — Diese jedenfalls am
besten als stabile Jugendform aufzufassende Modifikation 11 Wlj \\ <ft^Ws<3& rf
wird ab und zu im Verbreitungsareal der Art angetroffen.
27. Asplenium Seelösii 1 ) Leybold.Seelos' Milzfarn. Fiff. 12.
2 bis 10 cm hoch. Zierliches, sehr kleinesPflänzchen (der Benjamin der Farn-Kräuter).— Grundachse kurz, kriechend, oberwärts mitglänzend schwarzbraunen, borstenförmig zuge-spitzten, kurz gewimperten Spreuhaaren besetzt,glatter bis 10 cm lang. Blattstiel am Grundeglänzend rotbraun, bis 85 mm lang, mehrmalsso lang als die Blattfläche, nach aussen ge-krümmt, sodass die Spreiten rosettenartig aus-gebreitet oder gar zurückgeschlagen sind.Blattspreite lederartig, glanzlos, besonders anjungen Pfla nzen dreispaltig (f. tridactylites
/ , ,oJ D . e , r !' am WUrde im Schierngebiet im Jahre 1854 (zum zweiten Male)(geb. 1832) entdeckt. ;
Fig. 12. Asplenium Seelösii Leybold. Habitus(natürliche Grösse) und Unterseite der Blatttläche mit Sori.
von Gustav S e e 1 o s