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die folgenden Merkmale: Blätter bis 22 cm lang. Stiel steif, wie die oberwärts grüne und weiche,nicht geflügelte Blattspindel, auf der Bauchseite seicht rinnig. Fiedern auf jeder Seite derjSpindelbis ca. 20, oberseits gewölbt, horizontal und untereinander parallel gestellt, daher mit derEbene der Blattspindel sich rechtwinklig kreuzend. Blätter mit deutlichem, grünem Stiel. Dieuntersten Fiedern kaum kleiner als die obern. Sori den Rand meist nicht erreichend. — VII, VIII.
Auf Serpentinfelsen und Geröll, sehr selten auch an Mauern; nur im östlichen Mittel-deutschland und in den östlichsten Alpen. An den tiefen Standorten meist in Gesellschaftvon Asplenium trichomanes; an einigen höhern in Gesellschaft von Asplenium viride undAsplenium adiantum nigrum var. cuneifolium. Selten im Fichtelgebirge, im KönigreichSachsen, in Böhmen (Einsiedel bei Marienbad), in Schlesien, im Gesenke, in Mähren undin Steiermark, aber nicht in der Schweiz. Ausserdem als Seltenheit auch in Ungarn (imFisenburger Komitat).
Durch Kultur auf gewöhnlichen Boden konnte diese Serpentinform (jedoch erst inder sechsten Generation) in die Normalform zurückgeführt werden.
24. Asplenium lanceolätum Huds. Lanzettblätteriger Milzfarn.
15 bis 40 cm hoch. Grundachse kriechend, oberwärts dicht mit braunen, lanzett-lichen, borstenförmig zugespitzten Spreuhaaren besetzt. Blätter bis 40 cm lang. Blattstiel4 bis 14 cm lang, wie der untere Teil der Blattspindel glänzend rotbraun, an JüngernBlättern zerstreut spreuhaarig. Blätter doppelt gefiedert, überwinternd, dunkelgrün, aus breitemGrunde lanzettlich. Fiedern jederseits bis 18, eiförmig länglich bis lanzettlich, stumpflich.Fiederchen eiförmig, kurzgestielt, einander genähert, stumpf, mit scharf gesägten Zipfeln,am Grunde in ein kurzes Stielchen keilförmig zusammengezogen. — VII bis IX.
Aeusserst selten an schattigen Felsen und meist auf kieselhaltiger Unterlage. InDeutschland einzig (und auch hier in letzter Zeit vergeblich gesucht) an den Felsen desA^ogesensandsteines in der Bayerischen Pfalz nahe der Elsass-Lothringer Grenze zwischenFischbach und Steinbach (westlich von Weissenburg); früher angeblich auch zu Hoh-staufen bei Sulzbach im Oberelsass.
Allgemeine V er breitung: Im atlantischen (nördlich bis England und Irland)und im Mittelmeergfebiet: St. Helena.
Fig. 11. Asplenium fon-tanum Bernh. Habitus (etwasverkleinert) und einzelne Fieder.
25. Asplenium fontänum Bernh. (= Asplenium HalleriD. J. Koch). Quellen-Milzfarn. Fig. 11.
Bis 25 cm hoch. Grundachse schief oder aufsteigend, mitdunkelbraunen, lanzettlichen, borstenförmig zugespitzten Spreuhaarenbesetzt. Blätter hellgrün, doppelt gefiedert, bis 22 cm lang, imUmriss meist lanzettlich, am Grunde stark verschmälert, kahl. Blatt-stiel 1 bis 8 cm lang, 1 mm dick, nur am Grunde schwarzbraun,unterwärts purpurbraun überlaufen. Fiedern jederseits bis 24, gegen-ständig oder abwechselnd, immer sehr kurz gestielt, mit stachel-spitzigen, gedrängten Fiederchen. Sori kurz, dem Mittelnerven ge-nähert. — VII bis IX.
Vereinzelt auf schattigen, feuchten Felsen oder an Mauern(aber nicht an Quellen), vorzugsweise auf kalkreicher Unterlage. InSüddeutschland vereinzelt in Baden (bei Rheinweiler undHirschensprung im Höllental bei Freiburg i. Br., verschwunden) und inWürttemberg (an der „Jungfrau" bei Ueberkingen unweit Geislingen);früher angeblich auch bei Marburg in Kurhessen und im Moseltale beiTrier. In Oester reich als Seltenheit in Kärnten (an der Leiterbei Heiligenblut), in Ober-Steiermark (bei Rottenmann) und in Vor-arlberg (Feldkirch); für Südtirol jedoch fraglich. In der Schweiz im