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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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17. Aspidium lonchftis x ) (L.) Sw. Scharfer Schildfarn. Taf. 4, Fig. 2.

Bis 60 cm hoch. Blätter einfach gefiedert, lederartig, sehr derb, überwinternd,6 bis 10 mal so lang als der Blattstiel. Blattstiel 2 bis 7 cm lang, wie der untere Teil derBlattspindel mit braunen Spreuhaaren besetzt. Blattspreite lanzettlich, nach beiden Seitenhin stark verschmälert. Fiedern jederseits 20 bis 50, sichelförmig nach vorn gekrümmt,ziemlich dicht stachelspitzig gezähnt, am Grunde spitz geöhrt. Fruchthäufchen meist nur ander obern Blatthälfte entwickelt (Taf. 4, Fig. 2 a). Schleier unregelmässig schwach gezähnt(Taf. 4, Fig. 2b). (Sporen vgl. Taf. 1, Fig. 10.) VIII, IX.

An steinigen Abhängen, an Felsen, auf Weiden der Hochgebirge, von 900 bis2400 m, auf allen Bodenarten; seltener auch im Mittelgebirge, zuweilen sogar in die Ebenehinabsteigend.

Allgemeine Verbreitung: Fast durch ganz Europa (auch in den Gebirgenvon Korsika, Sizilien und Kreta), Kleinasien, Kaukasus, Sibirien, Turkestan, Himalaya,östliches Nordamerika bis Grönland.

Aendert zuweilen ab:

var. longearis tätum Christ. Fiedern dicht und kammförmig, doppelt gesägt. Sägezähne spitz, steifund lang begrannt. Meist kleinere Pflanzen.

var. hastätum Christ. Grosse Pflanzen mit sehr stark entwickeltem, rechtwinkelig abstehendenOehrchen an der Oberseite der Fiederbasis; öfter auch mit einem kleinen Oehrchen an der Unterseite derFiederbasis. Sehr vereinzelt.

18. Aspidium aculeätum (L.) Doell. Stacheliger Schildfarn.

30 bis 100 cm hoch. Blätter doppelt bis dreifach gefiedert, meist überwinternd,lang zugespitzt, mehrmals länger als der Blattstiel. Dieser und die Blattspindel mit ungleichgrossen, kupferbraunen Spreuhaaren besetzt. Fiedern jederseits ca. 45, abwechselnd oder dieuntersten gegenständig, zugespitzt, die untersten etwas nach abwärts gerichtet, die folgendenhorizontal, die Mehrzahl nach aufwärts gerichtet oder sichelförmig nach oben gekrümmt.Fiederchen jederseits bis zu 20, trapezoidisch eiförmig bis länglich, stachelig- oder stachel-borstig-gesägt, an der Spitze eine Stachelborste tragend. Fruchthäufchen meist nur auf deroberen Blatthälfte entwickelt. Schleier kreisrund.

Diese Art zerfällt in die beiden Unterarten:

subsp. lobatum (Sw.) Aschers. (Taf. 4, Fig. 3). Blattstiel 6 bis 20 cm lang, bis 7 mmdick. Blattfläche lanzettlich bis lineal-lanzettlich, nach dem Grunde zu deutlich verschmälert,derb, lederartig, oben etwas glänzend. Spreuhaare an der Blattspindel locker. Fiederchen8 bis 15 mm lang, nach vorwärts geneigt, meist sitzend oder nur die untersten breit gestielt,spitz, das unterste viel grösser als die folgenden, der Blattspindel angedrückt. Frucht-häufchen gross, zuletzt oft zusammenfliessend. VII bis X.

Sehr häulig in Gebirgswäldern, in Schluchten, an steinigen Abhängen bis über dieBaumgrenze hinauf, bis ca. 2200 m.

Dieser Farn wird sehr häufig in verschiedenen Formen als Zierpflanze gehalten.Auch in der Natur tritt er vereinzelt in verschiedenen Formen auf.

') koyzitt-? Name eines Farns bei Dioskorides, von ).6y%r\ = Lanze.