21
Tafel 4.
Erklärung der Figuren.
Fig-
1.
la.Ib.
2.
Aspidium spinulosum. Habitus.
Einzelnes Fiederchen mit Sori.
Einzelner Sorus mit oberständigem Indu-
sium.
Aspidium lonchitis.
Habitus.
Fig. 2a. Einzelnes Fiederchen mit Sori.
„ 2b. Indusium.
,, 3. Aspidium aculeatumsubsp.iobaiu/ii. Habitus.
„ 3 a. Ein Fiederchen mit Sori.
„ 3b. Indusium.
16. Aspidium spinulosum (Lam.) Sw. (=Polystichum spinulosum Lam. et DC). Dornfarn.
30 bis 100 cm hoch. Blätter einen dichten Büschel bildend, im Umriss eiförmigoder länglich-eiförmig-, 2 bis 4 fach gefiedert, lang gestielt. Fiedern jederseits 15 bis 25,eiförmig bis eilanzettlich, die untern gegenständig, die obern länglich-lanzettlich, meist ab-wechselnd. Fiederchen etwas entfernt, fiederspaltig. Abschnitte letzter Ordnung länglich,stumpf, gesägt bis eingeschnitten gesägt, mit stachelspitzigen Zähnen. Schleier nierenförmig.
Diese Art zerfällt in die beiden Unterarten:
1. subsp. eu spinulosum Aschers. Taf. 4, Fig. 1. Blätter 6 bis 9 dm lang, aufrecht,etwas derb, hell- oder gelblich-grün, kahl. Blattstiel dünn, grünlich bis strohgelb, unterwärtsdicht, oberwärts nebst der Blattspindel nur spärlich mit hellbraunen Spreuhaaren besetzt,etwa so lang als die längliche, unten doppelt gefiederte, kurz zugespitzte Blattfläche. Dieuntersten Fiederpaare abgerückt, meist ohne Fruchthäufchen. Fiederchen nur grob doppeltgezähnt, nicht fiederteilig (Fig. 1 a). Sori klein, oft nur punktförmig. Schleier klein, mitkahlem oder wenig drüsigem Rande (Sporen vgl. Taf. 1, Fig. 12). — VII, VIII.
Fast überall in Wäldern und Gebüschen, in Mooren, an Baumstümpfen, in derEbene und in der montanen Region der Gebirge; fehlt aber dem eigentlichen Hochgebirge(wenigstens in der Schweiz) fast vollständig.
subsp. dilatatum (Sm.) Sw. Blätter bis 1,5 m lang, schlaff, bogig überhängend,dunkelgrün, mit gelblichen Drüsenhärchen besetzt. Blattstiel bis 5 mm dick, strohgelb bishellgelbbraun, halb so lang oder doch stets kürzer als die Blattfläche, nebst der Blattspindelmit ziemlich dicht stehenden, in der Mitte dunkelbraunen Spreuschuppen besetzt. Blatt-fläche eiförmig-länglich bis dreieckig, am Grunde 3 bis 4 fach gefiedert und wie die Fiedernlang zugespitzt. Fiedern in fast gleichmässigen Abständen einander genähert, lang zugespitzt.Das unterste, vordere Fiederchen kürzer als die folgenden. Abschnitte am Rande oft gerollt.Fruchthäufchen gross, meist auf allen Fiedern. Schleier gross, am Rande drüsig bewimpert.— VII, VIII.
Sehr verbreitet in den schattigen Wäldern der Gebirge, vom Beginne der Fichten-region bis in die alpine Region hinauf, bis 2350 m; überzieht stellenweise den beschattetenWaldboden und tritt mit Athyrien gemischt auf. In der Ebene, besonders im norddeutschenFlachlande, ist diese Form weniger häufig.
Von diesen beiden Unterarten sind noch weitere Formen, sowie Missbildungenbekannt, welche aber nicht immer konstant sind.
Allgemeine Verbreitung: Weit verbreitet in der ganzen nördlichen gemässigtenZone ; ausserdem auch auf den Gebirgen von Südeuropa.