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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Fig\ 9. Fieder (Unterseite) von Aspidium montanum Aschers.

Fig\ 10, Fiederchen (Unterseite) von Aspidium montanum Aschers

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nicht zurückgerollt. Fruchthäufchen dem Rande genähert, aber nicht zusammenfliessend.

(Fig. 10). Schleier nierenförmig, klein, hinfällig. VII bis IX.

Etwas zerstreut in schattigen und lichten Wäldern, gern an feuchten Orten; häufiger

in der montanen und sub-alpinen Region (im Wallisbis 2100 m) als in der Ebene.Fehlt z. B. auf den Nordsee-Inseln und in der ungarischenEbene gänzlich.

Allgemeine Verbrei-tung: Mittel- und Südeuropa(fehlt aber in der immer-grünen Region des Mittel-meergebietes). In Japan er-scheint er in einer etwasmehr beschuppten Form (var.Fauriei Christ).

Dieser angenehm aroma-tisch riechende Farn hatviel Aehnlichkeit mit dem

Wurmfarn, von dem er sich aber durch die drüsigen, meist völlig oder nahezu ganzrandigen

Abschnitte der Fiedern und durch die randständigen Fruchthäufchen unterscheidet.

Die ab und zu auftretende Form, var. crenätum Milde, besitzt gezähnt-gekerbte

Abschnitte der Fiedern.

13. Aspidium filix mas 1 ) (L.) Sw. (= Nephrodium filix mas Rieh.) Wurmfarn.Franz.: fougere male; ital.: felce maschia. Taf. 3, Fig. 3.

Diese bei uns am häufigsten vorkommende Art wird vom Volke meist schlechtweg als Farn oder Farn-kraut bezeichnet. Faden, Fasen (wegen der vielen haarförmigen Wurzeln; vielleicht angelehnt an Faser),Federfaden (Oesterreich); Fonara, Stockfarn (Niederösterreich). In manchen Gegenden wird der Wurm-farn zur Vertreibung von Ungeziefer benützt; daher die Benennungen: Flöhkraut (Eif el); Wo anz enkrokt[= Wanzenkraut] (Siebenbürgen); Schabel, Schawel [von Schabe = Motte] (Thüringen). Wird auch gegendieMaucke" (Hautausschlag der Pferde) gebraucht: Mauckenkraut (Oesterreich). Aus dem Rhizom desFarnes schnitzten Betrüger handförmige Gebilde, die alsJohannishand" oderGlückshand" von abergläubischenLeuten als Talismann getragen wurden: Fünffinger würze (Oesterreich), Hirschzehen (Salzburg). ImMittelalter glaubte man, dass die in der Johannisnacht (24. Juni) gesammeltenFarnsamen'' (=^ Sporen)allerlei geheimnisvolle Kräfte besässen, z.B. unsichtbar machten: Johanniswurz (Bayern: Lechrain).

Das Rhizom dieses Farnes gilt seit alten Zeiten als Bandwurmmittel und ist noch heutzutage alsRhizoma Filicis offizineil. (Pharmacopoea germanica, austriaca, helvetica). Es enthält: Aetherisches Oel(0,0250,05 °/o), Filixgerbsäure (etwa 10°/o), Filixsäure, C35 H38 012 (= Filicin, nur diese wirkt wurmwidrig),Filixrot, Filixwachs, Harz, Amylum und 56°/° fettes Oel.

30 bis 140 cm hoch. Blätter einen Trichter bildend. Blattstiele kräftig, 6 bis30 cm lang, bis 5 mm dick, gelblich, schwach rinnig, von 6 bis 8 Leitbündeln durchzogen,mehrmals kürzer als die längliche, nach der Spitze allmählich, nach dem Grunde weniger,

') filix = Farn, mas = männlich. Siehe Athyrium filix femina.