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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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die

Während in den besprochenen Fällen die Auflagerung der Verdickungsschichtenvon innen her geschah (centripetale Verdickung), gibt es nun auch Fälle, wo die Auf-lagerung auf die Aussenseite der Membran

erfolgt (centrifugale Verdickung). Das

ist z. B. bei den Pollenkörnern und Sporen

(Fig. 15) der Fall. Aber auch in stofflicher

Beziehung wird die Zellmembran verändert.

So wird in die Cellulosesubstanz häufig

kohlensaurer Kalk eingelagert. Eine eigen-tümliche Form dieser Einlagerung sind

die sogenannten C y s t o 1 i t h en (Trauben-steine). Die Zellmembran treibt dabei in die

Höhlung (daslumen") der Zelle eine

zapfenförmige Wucherung aus, in welche der

Kalk eingelagert wird. Durch Behand-lung mit Essigsäure kann der Kalk gelöst

werden und man kann dann das Cellulose-

gerüst durch Zusatz von Chlorzink und

Jod deutlich sichtbar machen. Ebenso lässt

sich dieses als Grundlage der Cvstolithen

dienende Gerüst sehr hübsch mit Anilinblau oder mit Pikrinanilinblau färben. Auch inchemischer Hinsicht hat die Cellulose hier eine Veränderung erfahren, indem sie in sogen.Kallose" verwandelt worden ist. Die Cvstolithen sind für einige Pflanzenfamilien wie die

Urticaceen, Moraceen, Ulmaceen, Acanthaceen und für viele Borraginaceen charakteristischeMerkmale. (Fig. 16.) Auch oxalsaurer Kalk wird zuweilen in die Cellulosemembran in Formvon kleinen Kristallen eingelagert, so bei den eigentümlicheninnern" Haaren von Nuphar(Fig. 16 b). Kieselsäure ist gleichfalls eine oft vorkommende Einlagerung. Besondersreichlich findet sie sich bei einer zu den Algen gehörigen Pflanzengruppe, den Diatomeen,welche oft mächtige Schichten der Erdrinde bilden (Diatomeenerde oder Kieseiguhr). BeimV erbrennen der Diatomeen bleiben zierliche Kieselskelette zurück, die genau die Form derZellen zeigen. Aber auch bei höheren Gewächsen ist Verkieselung der Zellmembran einhäufiges Vorkommnis, so besonders in den Oberhautzellen der Schachtelhalme und vielerGräser. Erstere finden deshalb häufig als Putzmittel für Metall (Zinnkraut) Verwendung.(Fig. 16 a).

Ausserdem kann die Zellwand noch eine Reihe von andern wichtigen, chemi-schen Veränderungen erfahren. Sehr verbreitet ist die verkorkte Zellwand. Kork(Suberin) ist eine zu den Fetten gehörende Substanz, die für Wasser nur sehr schwerdurchlässig ist und sich namentlich da findet, wo ein Schutz gegen Benetzung notwendig

Fig. 14. a Zellen mit einfachen Tüpfeln aus dem Niihrgewebe vonScilla bifolia. b Hoftüpfel in denWänden der Zellen einesNadelholzes.

Centrifugale Wandverdickung. Pollenkörner. von Malva. b c von Taraxacum. ,/ e von Achillea millefolium.üegi, Flora. ...