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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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XXIV
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Fig. 12. Intercellularräume aus demBlattstiele der gelben Teichrose.

dadurch geführt werden, dass man konzentrierte Schwefelsäure oder Chlorzink auf dasObjekt einwirken lässt, durch deren wasserentziehende Wirkung aus der Cellulose ein

der Stärke ähnlicher Körper (Amyloid)

hervorgeht, der sich mit Jod intensiv blau-färbt. In jugendlichen Zellen ist die Mem-bran sehr dünn. Die Wandung zweierbenachbarter Zellen erscheint einheitlich,nirgends sind Lücken zwischen den einzelnenZellen vorhanden. Aber schon in wenip-

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älteren Gewebekörpern treten deutlich engeGänge (Intercellularräume) auf, welchedurch Spaltung der Membran entstehen.Diese Gänge sind für den Gasaustausch vongrosser Bedeutung. Besonders weit sind siebei vielen Sumpf- und Wasserpflanzen, wosie gewissermassen als Luftspeicher dienen(Blattstiel der Seerose. Fig. 12). In anderenspäter zu erwähnenden Fällen werden auchHarze oder Oele etc. in ihnen abp/elaeert.(Siehe unter Grundgewebe).

Mit dem Wachstum der Zelle wird die

Zellwand vergrössert. Das Wachstum der Wand können wir

uns in der Weise vorstellen, dass die einzelnen Cellulose-

teilchen, aus denen die Wandung besteht, durch das Wachstum

des Protoplasten voneinander entfernt werden, und dass vom

Protoplasten aus in die Lücken neue Celluloseteilchen einge-lagert werden (Intussusceptionstheorie). Dabei wird die

W T and zunächst nicht dicker und der Turgor allein genügt noch

zur Aufrechterhaltung. Mit zunehmender Vergrösserung aber

genügt der Turgor nicht mehr und es wird nun auch

die Wand durch Auflagerung verstärkt. Es werden, der

Materialersparnis halber, die Zellen zunächst durch Ringe

und Spiralen ausgesteift, sodass noch ein Wachstum in der

Länge möglich ist. (Fig. 13 b, c.) In anderen Fällen aber,

wo die Zelle ihr Längenwachstum bereits eingestellt hat,

wird die W T and allseitig verdickt. Dabei bleiben aber jene

Stellen, an denen die Protoplasten benachbarter Zellen durch

feine Fortsätze sich berühren, als Lücken in der Verdickungs-

schicht ausgespart; sie werden als Tüpfel bezeichnet. (Fig. 13 d

und e und 14 a.) Die Verdickung wird dann wie in Fig. 13 e, d

als netzförmig oder, wie in Fig.l3a als leiterförmig bezeichnet.Wenn sich die Verdickungsschicht kuppeiförmig über

die ursprünglich ausgesperrte Tüpfelfläche wölbt, wobei in

der Kuppel eine kleine Oeffnung bleibt, so gelangt der Hof-tüpfel zur Ausbildung (bei dem Nadelholz besonders deutlich

entwickelt, Fig. 14 b). Verzweigte Tüpfel entstehen

dadurch, dass Teile der Verdickungsschichten im Wachstum

gegen andere zurückbleiben und seitlich überwallt werden.

Fig. 13. a Leiterförmige Verdickung aneiner Zelle (aus dem unterirdisch kriechen-den Rhizom des Wurmfarns), b spiral-förmige, c ringförmige, e und d netz-förmige Verdickung (aus dem Blatte derSchwertlilie).