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Fig. 8. Gelbe Farb-stofftrilger aus dem
Blütenblatte«er dunklen'i a^Iilie(Hemerocallisfulva).
genannt. Form, Grösse und Bau der Stärkekörner ist für jede Pflanzen-spezies konstant. Die Stärkekörner fehlen sämtlichen Pilzen, manchenAlgen und wenigen anderen Pflanzen. Sehr reich daran sind die Kartoffel-knollen, die Samen der Getreidearten (Fig. 11 c ) und vieler Hülsenfrüchtler(Fig. IIa).
Ausser Chloroplasten und Leucoplasten finden sich in dem Protoplasmanoch andere Farbstoffträger vor. So wird die gelbe und rote Farbe mancherBlüten (z. B. Hemerocallis) und Früchte (Judenkirsche, Vogelbeerbaum) durchgelbe und rote Körper von unregelmässiger Gestalt hervorgebracht (Fig. 8).Auch diese Farbstoffträger (Chromatophoren) haben eine proto-plasmatische Grundlage, in welcher die färbende Substanz eingebettet ist.Sie entstehen durch Umwandlung der Chloroplasten oder gehen direkt ausfarblosen Anlagen hervor. Der Farbstoff ist Xanthophyll oder Carotin.
In älter werdenden Zellen beobachten wir, dass im Innern der Proto- ^_
plasten Höhlungen (Vakuolen) auftreten. Diese sind jedoch nicht leere Räume; sondernsie sind mit einer Flüssigkeit, dem Zellsafte, erfüllt, "weshalb man sie besser als Saft-räume bezeichnet. Der Zellsaft ist eine Salzlösung von häufig stark saurer Reaktion.Deshalb ist auch der Protoplasmaleib gegen die Vakuolen durch eine dichtere Hautschichtabgegrenzt. Die Hohlräume innerhalb des Protoplasmas vermehren und vergrössern sich,sodass das Protoplasma im Innern der Zelle auf immer dünnere Bänder und Stränge zu-sammengedrängt wird. Schliesslich vereinigen sich sämtliche Safträume zu einer einzigengrossen Vakuole, welche nun den ganzen Innenraum der Zelle ausfüllt, während das Proto-plasma als zarter Belag der Zellwand angedrückt erscheint. Ueberhaupt durchtränkt derZellsaft alle Teile der Zelle, auch die Membran.
Wie die nackten Protoplasten, so befinden sich auch die von der Membran einge-schlossenen Protoplasten in lebhafter Bewegung ; auf den Strängen zwischen den Vakuolen siehtman die Mikrosomen lebhaft zirkulieren. Die Chlorophyllkörner, ja sogar der schwere Kern,werden beständig in ziemlich raschem Zuge durch die Zelle bewegt. Besonders schön lassen sichBewegungen (Zirkulation und Rotation) der Protoplasten in den Brennhaaren der Brenn-sei, in den Staubfadenhaaren von der Taubnessel (Lamium) und an Längsschnitten durch das
__. Blatt von Vallisneria spiralis zeigen. Die Bewegungserscheinungen der
■\ 5 ;.:r7 "\ rotoplasten spielen sich wie alle Lebenserscheinungen nur innerhalb
bestimmter Grenzen, die man als Kardinal-punkte bezeich-
net, ab. Unter-halb einer Tem-peratur von 0°und über 50° Ckommt gewöhn-lich jede Be-wegung wieüberhaupt jedeLebenserschei-nung bei der
Pflanze zumStillstand. DasOptimum liegtmeist bei einer
Entstehung- der Vakuolen a — e. Plasmolyse /.