— 39 —
die Benzoesäure, die einfachste Karbonsäure desBenzols
CeHsCOOH.
Hier reagiert entweder die Karboxylgruppe undzwar in ganz normaler Weise, indem das RadikalQi'.H.vCO-, Benzoyl (nicht zu verwechseln mit BenzylC0H5CH2—!) Verbindungen eingeht. So bildet sie einChlorid (Benzoylchlorid CcHsCOCl), Benzamid CcHsCONH>, Ester, Salze etc. Oder es tritt Substitutionim Stamm ein. Nehmen wir z. B. eine Substitutionvon Chlor im Stamm an, so erhalten wir bei einfacherSubstitution eine
MonochlorbenzoesäureC6H4CICOOH.
Hier tritt nun aber bei den aromatischen Körperneine wesentliche Komplikation dazu: Es gibt nichteine Monochlorbenzoesäure, sondern, drei; esgibt, allgemein gesagt, nicht ein Produkt mit zweibestimmten Substituenten, sondern drei.
Nehmen wir das Benzolschema und substituierenan einer Stelle die Gruppe a.,
a
so sind drei Möglichkeiten, die Gruppe b unterzubringenund zwar:
II!
b
III
Alle anderen Stellungen decken sich mit einer dergenannten. Von diesen drei heisst nun die erste die„ortho" Stellung und wird mit 0 bezeichnet, die zweite„meta" = m, die dritte „para" = p. Kehren wir zuunserem Beispiel zurück, so haben wir folgende drei