Kupfer.
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ist eine Legierung aus Kupfer, Nickel, Zink und Zinn. Alfenide undChristoflemeta.il sind galvanisch versilbertes Neusilber. Kupfer-amalgam, aus 30 T. Kupfer und 70 T. Quecksilber bestehend, ist eineweiche, nach einigen Stunden erhärtende Masse, die als Metallkittdient, auch in der Zahnheilkunde findet ein Kupferamalgam Ver-wendung. Auch mit Silicium läßt sich das Kupfer zusammenschmelzen.Die Siliciumbronze besitzt eine viel größere Festigkeit und Härte alsdas reine Kupfer.
Das Kupfer bildet zwei Reihen von Verbindungen, die Cupro-^erbin düngen, in denen es einwertig, und die Cupriverbindungen, indenen es zweiwertig auftritt. Die Cuproverbindungen sind sämtlichin Wasser schwer löslich, die Cuprisalze sind meistens löslich, undzwar mit blauer Farbe, man schreibt daher den Cuprijonen, Cu", eineblaue Farbe zu. Die konzentrierten Lösungen sind zuweilen grün,auch die festen, kristallwasserhaltigen Cuprisalze sind blau oder grün,ln wasserfreiein Zustande sind sie farblos.
Die Kupfersalze besitzen einen unangenehmen, metallischen Ge-schmack, in größeren Dosen wirken sie brechenerregend, doch liegtdie tödliche Dosis sehr hoch. Als Gegenmittel bei akuten Kupfer-vergiftungen gilt Eisenpulver, das das Kupfer auf sich niederschlägt,und Eiweiß. Eine chronische Kupfervergiftung gibt es nicht, unddie Furcht vor kupferhaltigen Nahrungsmitteln ist zweifellos über-trieben, doch ist bei der Verwendung kupferner Gefäße zu beachten,daß die Oxydation des Kupfers an der Luft durch organische Säuren(Essigsäure), durch Fette, Ammoniak und Alkalien befördert wird,auch kochsalzhaltiges Wasser greift das Kupfer schnell an. Hierbeiist aber die Mitwirkung des Luftsauerstoffs erforderlich, daher werdenNahrungsmittel, die bei Luftzutritt in kupfernen Gefäßen aufbewahrtwerden, leicht kupferhaltig. Die Farbe der grünen, eingelegten Ge-müse, besonders der Erbsen, wird vielfach durch Zusatz kleinerMengen von Kupfersalzen verbessert. Hierbei bilden sich wahr-scheinlich beständige grüne Verbindungen des Kupfers mit Chloro-phyll. Kupfersalze dienen häufig im Kartoffel- und Weinbau als Mittelgegen Pilze. Man benutzt hierzu eine durch Mischung von Kupfer-sulfat. mit Kalkmilch bereitete Aufschlämmung von Kupferhydroxyd.
Die Spannungsreihe der Metalle. Die Fähigkeit eines Metalls,ein anderes aus seiner Lösung auszufällen, beruht auf ihrer verschie-denen Neigung, in den Jonenzustand überzugehen. Es ist schon früherdarauf hingewiesen worden, daß die Ausfällung des Kupfers aus seinerSalzlösung durch metallisches Zink darauf zurückzuführen ist, daßd-as Zink dem Kupfer seine positive Jonenladung entzieht: Cu""-|-Zn =Cu4-Zn" (S. 344). Ordnet man die Metalle in eine Reihe, so daß jedesalle folgenden Glieder aus ihren Lösungen fällt, so erhält man diesogenannte elektrische Spannungsreihe, die für die wichtigerenMetalle die folgende ist:
^ K, Na, Mg, AI, Mn, Zn, Cd, Fe, Co, Ni, Sn, Pb, Sb, Bi, Cu, Hg, Ag,Dt, Au.
Die Reihe beginnt also mit den Leichtmetallen und endet mit denEdelmetallen; je leichter ein Metall seine Jonenladung abgibt undsich im elementaren Zustande abscheidet, desto „edler" ist es. DasKupfer bildet, wie die Spannungsreihe zeigt, den Übergang von denunedlen zu den edlen Metallen, seine Neigung, den Jonenzustand
Scholtz, Pharmazeutische Chemie. I. 28