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Galvanoplastik, CuproVerbindungen.
anzunehmen, ist größer als die der ('dien Metalle, aber geringer alsdie der unedlen, es wird daher durch alle unedlen Metalle aus seinerLösung gefällt. Eine blanke Messerklinge, in eine Kupfersulfatlösunggetaucht, erhält sofort einen roten Überzug von Kupfer:
Cu"" + Fe = Cu + Fe".
Der Abscheidung eines Metalls durch ein anderes ist auch dieWasserstoffentwicklung bei der Auflösung eines Metalls in einer Säurevergleichbar. Eine verdünnte Säure enthält Wasserstoff Jonen und dieAuflösung eines Metalls in ihr beruht darauf, daß die Jonenladungder Wasserstoffjonen auf das Metall übergeht, das dadurch in Lösung;geht, während sich der Wasserstoff in elementarem Zustande aus-scheidet, z. B. Fe-j- 2H"' = Fe'" -j-HL Es werden sich demnach nursolche Metalle unter Wasserstoffentwicklung in Säuren lösen, die einegrößere Haftintensität für die elektrische Ladung besitzen als derWasserstoff. Sämtliche unedlen Metalle lösen sich in Säuren, Kupfertut es bei Luftabschluß nicht mehr und noch weniger die Edelmetalle,der Wasserstoff hat mithin, in der Spannungsreihe seinen Platz vordem Kupfer.
Galvanoplastik. Hierunter versteht man die durch den gal-vanischen Strom bewirkte Abscheidung eines Metalls aus seiner Salz-lösung in gleichförmigem, dichtem, zusammenhängendem Znstande.Bei der Beschreibung der elektrolytischen Gewinnung des reinenKupfers wurde erwähnt, daß sich das Kupfer, wenn es die Anodeeines galvanischen Elements bildet, auflöst, während sich an derKathode Kupfer niederschlägt (S. 430). Dieser Prozeß kann dazu dienen,um Gegenstände aus andern Metallen mit einem Kupferüberzuge zuversehen und um Abdrücke beliebiger Gegenstände herzustellen, dieman zur Kathode macht, so daß sich das Kupfer auf ihnen abscheidet.Man benutzt zur galvanoplastischen Vervielfältigung eines Gegen-standes einen Abguß des Originals in Gips oder Abdrücke aus Gutta-percha, die durch einen Überzug von Bronzepulver oder von Graphitzu Leitern des elektrischen Stroms gemacht werden. Besonderewichtig ist die Galvanoplastik zur Kopie von Holzschnitten. Diesewerden in Wachs oder Guttapercha abgedrückt, der Abdruck wirdmit Graphitstaub überzogen und in einer Kupfersulfatlösung mit demnegativen Pol einer Batterie in Verbindung gebracht, deren positiverPol aus Kupfer besteht. Hat der Kupferüberzug die erforderlicheDicke erlangt, so hebt man ihn von dem Wachs- oder Guttapercha-abdruck ab und gießt ihn mit Letternmetall aus, um ihm die nötigeFestigkeit zu geben, und kann ihn dann zum Druck benutzen. AuchGravierungen auf Stahl- und Kupferplatten werden in dieser Weisekopiert, ebenso lassen sich auch größere Gegenstände, wie Statuen,galvanoplastisch vervielfältigen.
Cuproverbindungen.
Die Verbindungen, in denen das Kupfer einwertig auftritt, sindin Wasser sehr schwer löslich. Sie entstehen durch Beduktion derCupriverbindungen, sind aber wenig beständig, da, sie leicht durchOxydation in die Cnpriverbindungen zurückverwandelt werden. Ge-nauer bekannt sind nur die Cuprohalogenide, die mit den ent-sprechenden Silberverbindungen Ähnlichkeit haben.