J. Atomg. 126,5. Mol. G. 253.
Historisches: Entdeckt von Courtois 1811 in derAsche von Algen.
'\ orkommen: Im Meerwasser und in einigen Quellen,z. B. Kreuznach. In vielen Algen, aus deren Asche(Kelp, Varec) es gewonnen wird. Im Chilisalpeterals Natriumjodat NaJO:s. In der Schilddrüse derSäugetiere als jodhaltige Eiweißverbindung (Thy-reoglobulin).
Darstellung: 1) Aus Jodnatrium mit Braun-stein und Schwefelsäure, .
2) Aus Jodnatrium und Chlor:2NaJ + Cl-2 = 2NaCl + Ja.
Eigenschaften: Grauschwarze rhombische Kristallevon starkem Metallglanz und eigentümlichem chlor-ähnlichen Geruch. Färbt die Haut braun, wirkt• schwach ätzend. Sdp. 184°, wobei es sich in einenvioletten Dampf verwandelt (Ios1<J>k veilchenblau).Sehr wenig löslich in Wasser, leicht (mit braunerFarbe) in Alkohol (Tinctura Jodi) und in Jodkalium-lösung, ferner mit violetter Farbe in Chloroform undSchwefelkohlenstoff.
Chemisches Verhalten: Ähnlich wie Chlor undBrom, aber viel schwächer. Bei 1500° zerfallen dieJodmoleküle in freie Atome (V. Meyer).
Verwendung: Sehr wichtiger Arzneistoff. Jodselbst als Tinct. Jodi gegen Hautleiden, fernerals Jodkalium, vor allem gegen Syphilis; viele andereJod verbin dun gen desgl. Ferner in der Photo-graphie und Farbstofftechnik.
Nachweis: Selbst Spuren von freiem Jod färbenStärkekleister blau. (BeimErwärmen verschwin-det die Farbe, kehrt aber beim Erkalten zurück.)Schwefelkohlenstoff wird durch Jod tief violettgefärbt. Man muß zu beiden Reaktionen das Jodmittelst Chlorwasser freimachen.
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