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Abb. 3.
Matrize zur Anfertigung der Dauerpräparate.
gegenüberliegenden Eckenmit zwei sich kreuzendenLinien und gewinnt somitdas Zentrum (Abb. 3).Dieses wird mit einemgroßen Punkte markiert.Die derart hergestellte„Matrize" wird bei derBereitung von Dauer-präparaten als Unterlagebenützt.Zum Einschlüsse von Harnsedimenten benützen wir seit Jahrenmit Erfolg eine mit Thymol versetzte Glyzeringelatine (siehe Eeagentien).Folgende Methode hat sich bei der Anfertigung von solchen Dauer-präparaten sehr gut bewährt: Nach dem Absetzen des Harnes wird derobenstehende Harn vorsichtig abgegossen, das Sediment ausgeschleudert,darauf wieder der überstehende Harn behutsam soweit als möglich ent-fernt und dem Sedimente etwa das doppelte Volum einer durch Ein-tauchen in warmes Wasser flüssig gemachten Glyzeringelatine zu-gesetzt. 1 )
Hierauf wird die Gelatine mit dem Sedimente durch Rollen (nichtSchütteln, da sonst zu viel Luftblasen hineinkommen) innig vermengt.Nach dem Durchmengen liefert ein kleiner, mit einer etwas er-wärmten Pipette entnommener, auf ein Objektglas gebrachter und miteinem ebenfalls erwärmten Deckgläschen bedeckter Tropfen ein Dauer-präparat, während die in der Eprouvette gebliebene Gelatine zu jederZeit zur Anfertigung von weiteren Dauerpräparaten verwendet werdenkann.
Man kann jedoch auch in einer anderen Weise vorgehen: Diefertige Glyzeringelatine (siehe Reagentien) wird in flüssigem Zustandein eine flache Schale — am besten eignen sich dazu die sogenannten„Petri-Schalen" mit vollkommen flachem Boden — gegossen, so daß eineetwa 2—3 mm hohe Schichte entsteht, und darauf erstarren gelassen.Die erstarrte Gelatine wird nun mit Hilfe eines Lineales in kleineWürfel geschnitten und mittels des Deckels vor dem Staube aufbewahrt.Bei etwas Übung läßt sich leicht ein für eine bestimmte Deck-gläschengröße passendes Würfelchen herausfinden.
Ein solches Würfelchen wird in die Mitte des Objektträgers gelegt,bis zur Verflüssigung leicht erwärmt und darauf mittels einer schwacherwärmten Präparierspatel etwas von dem Sedimente sachte hinein-gerührt.
) Glyzeringelatine, welche zu häufig andauernder Hitze ausgesetzt wurde,wird in den sogenannten ß-Leim verwandelt und ein solcher wird beim Erkaltennicht mehr fest.