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Erstes Kapitel.
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Tieren, namentlich bei Salamandra maculata usw., über die Spermato-genese angestellt worden sind und gelehrt haben, daß der Kopf des Samen-fadens direkt durch allmähliche Umwandlung aus dem Kein der Samen-bildungszelle (Spermatide) hervorgeht.
Ju.it dem kopt verbindet sich durch einen kurzen als Mittel-oder Verbindungsstück (Pc.) bezeichneten Teil der lange, faden-förmige Anhang (Cd.), der jprotoplasmatischer Natur ist und am besteneiner Geißel verglichen werden kann, da er kontraktile Eigenschaftenbesitzt und eigentümlich schlängelnde Bewegungen ausführt, vermögederen sich der Samenfaden mit ziemlicher Geschwindigkeit in der Flüssig-keit vorwärts bewegt. Wenn der Kopf dem Kern, so entsprechen Mittel-
stücH^ und Schwanz dem Körper einerZelle; sie entwickeln sich beide aus demProtoplasma der Spermatide. Von ver-schiedenen Seiten hat man daher mitRecht die Samenfäden als Flimmer- odernoch besser als Geißelzellen bezeichnet.Noch einige physiologische Be-merkungen mögen hier Platz finden. ImVergleich zu anderen Zellen des tierischenKörpers und namentlich im Vergleich zuden Eiern zeichnen sich die Samenfädendurch größere Lebensdauer und Wider-standsfähigkeit aus, was für das Gelingendes Befruchtungsprozesses in vielen Fällenvon Wichtigkeit ist. Nach ihrer Lösung |aus dem Zellenverbande verweilen diereifen Samenfäden monatelang im Hodenund Samenleiter, ohne ihre befruchtendeKraft einzubüßen. Auch in die weiblichen;Geschlechtswege eingeführt, scheinen sie:oft noch monatelang lebensfähig zu bleiben.Für mehrere Tiere ist dies mit Bestimmt-heit nachweisbar. So ist von den Fleder-mäusen bekannt, daß sich der Samen inder Gebärmutter des Weibchens währenddes ganzen Winters hindurch lebendig!erhält, und vom Huhn weiß man, daß es lnoch bis zum 18. Tage nach Entfernungdes Hahns befruchtete Eier legen kann. \
Nach verschiedenen Literaturangaben,die von Keibel zusammengestellt wordensind, lassen sich auch beim Menschen reifeSamenfäden, wenn sie nicht chemisch geschädigt werden und wenn derSamen steril unter geeigneten Bedingungen aufbewahrt worden ist,außerhalb des Körpers eine Woche und mehr am Leben erhalten(Ahlfeld und Wedeehake). Daher bewahren sie auch ihre Befruch-tungsfähigkeit, wie nicht zu bezweifeln ist, längere Zeit nach ihrerEinführung in die weiblichen Geschlechtswege. Bei einer Patientin,welche wegen eines erkrankten Eileiters 9 Tage nach der Aufnahmein die Klinik operiert worden war,konnten noch lebende Samenfädennachgewiesen werden.
L.Epr.TA.
Fig. 11. Samenfäden vomMenschen, nach G. Rbtzius. AProfilansicht. B Flächenansicht.Cp. Kopf, Pf. vorderer, dünnerTeil desselben (Perforatorium).Cd. Schwanz, Pc Verbindungs-stück des Schwanzes (Mittel-stück). Am Schwanz (Cd.) kannman noch unterscheiden einHauptstück (P.pr.) und ein Bnd-stück (P.t.), die sich an derStelle L.P.pr. gegeneinander ab-grenzen.
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