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Erstes Kapitel.
Daher ist die Bezeichnung jxtlar differenzierte oder telolecithaleEier, d. h. Eier, bei denen die Dottereinschlüsse nach den beiden Polenzu in ungleicher Weise verteilt sind, ganz passend gewählt.
Es ist zweckmäßig, unter ihnen noch einmal eine Einteilungin zwei Untergruppen vorzunehmen, je .nachdem der~ Unterschiedzwischen animalem und vegetativem EipoF weniger oderÄschärfer aus-geprägt ist.
Zu der ersten Abteilung gehören die Eier der Amphibien, derCyclostomen, der Ganoiden. Das Froschei z. B. läßt die polare Differen-zierung seines Inhaltes nur daran erkennen, daß in der vegetativenHälfte die fettglänzenden Dotterplättchen größer und sehr dicht zu-sammengepreßt sind, während sie nach dem animalen Pol zu kleinerwerden, weiter auseinanderliegen und daher von reichlicherem Proto-plasma eingehüllt sind. Infolgedessen bieten auch beide Hälften inihrem spezifischen Gewicht geringe Unterschiede dar, was sich geltendmacht, wenn die Froscheicr in das Wasser gebracht werden. Denndann kehrt sich regelmäßig — besonders rasch einige Zeit nach derBefruchtung — die animale Hälfte, als die leichtere, nach oben. Übrigenssind animale und vegetative Hälfte beim Froschei auch schon durch einäußerliches Merkmal leicht voneinander zu unterscheiden; denn die erstereist durch Pi g_mentkörnchen ; die in der oberflächlichsten Protoplasma-rinde reichlich abgelagert sind, braun bis ftefschwarz jrefärht . während dieletztere infolge fehlender (Rana esculenta) oder schwächer ausgeprägter_Pigmenticrung (Rana fusca) hellgelb oder grau aussieht. Außer der be-reits im Follikel gebildeten, ziemlich breiten Zona radiata erhält dasFroschei während seiner Wanderung durch den Eileiter noch einesekundäre, dicke Hülle, nämlich eine klebrige, im Wasser stark quel-lende Gallertschicht, die von Drüsenzellen des Eileiters ausgeschiedenwird.
Die Eier der Amphibien usw. bilden gewissermaßen einen Über-gang von den dotterarmen (alecithalen) Eiern mit gleichmäßig verteiltenReservestoffen zu der zweiten Unterabteilung unserer zweiten Gruppe,zu den Eiern der Selachier und Teleostier, der Reptilien und Vögel. Diepolare Differenzierung (Fig. 2) ist hier dadurch noch eine schärfere ge-worden, daß die Umgebung des animalen Poles überhaupt keine gröberenDotterkörner als Einschlüsse mehr enthält und somit fast_njir_aiis.i:e_inemProtoplasma bestellt, in welches auch das Keimbläschen (k.b) zu liegenkommt. Nach dem Vorgang von Reichert hat man den protoplasma-tisclien, meist sehr kleinen Bezirk des Eies als den Bildungsdotter(Vitellus formativus) (k.sch) und den übrigen, außerordentlich "vielvoluminöseren Teil als den Nahrungsdotter (Vitellus nutritivus.n.d) bezeichnet. Die Nameng'ebung ist eine recht zutreffende, wie nament-lich der weitere Verlauf der Entwicklung lehren wird. Es bleiben nämlich,wie hier im voraus gleich angedeutet werden mag, die Veränderungen,die wir später als Furchungsprozeß kennen lernen werden, nur aufden Bildungsdotter beschränkt; er allein wird in Zellen zerlegt und liefertdas Material zum Aufbau des Embryo, während der Nahrungsdotteran diesen Entwicklungsprozessen selbst nicht teilnimmt, sondern nurallmählich verflüssigt und zur Ernährung des Embryo aufgebrauchtwird.fäilÜMivMUfof* Der vom Jiildimo-sdotter erfüllte Bezirk Jieißt wegen seiner Form
yj^J^&üJfc, gewöhnlich auch die Keimscheibe (Fig. 2 k.sch u. Fig. 6). Sie ist wegenihres geringeren spezifischen Gewichts in jeder Lage des Eies stets nach