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Specielle Therapie.
Schluchzen mit aussetzendem, kleinem Pulse. Lässt derSchmerz plötzlich nach, erfolgt von selbst reichlicher, stinken-der Stuhlgang, sinkt der Unterleib zusammen, wird er weich,und der Puls bleibt dennoch klein, aussetzend, werden dieExtremitäten kalt, so ist die infolge der Einschnürungentstandene Entzündung in Brand übergegangen und derTod ist unabwendbar. — Anfangs leistet neben OpMt> 1auch Plumbum gute Dienste. Doch geben wir gewöhnlichzuerst Nux vom. halbstündlich oder im Wechsel mit OpiiMK"Noch sei hier Thuja erwähnt, womit Dr. Stens und Dr-Sulzer bei Ileus mit Kotherbrechen sehr gute Resultateerzielt haben. (Man lese Dr. H. Goullon jun. ThujaMonographie Seite 120). Dasselbe gilt bei Brüchen,wo ein vollständiger Verschluss eines Darmstückes dieKrankheit verursacht. (Siehe Bruch.) Sobald Brand z ubefürchten steht, verabfolge man Arsenicum, auch wohl linWechsel mit Nux vom. oder Op. Man vergleiche übrigen 8die oben charakterisirten Mittel.
Oft kommt es vor, dass durch Erkältung oder durchGenuss von kalten Getränken Darmgicht oder eineArt Kolik mit Verstopfung erzeugt wird. Dieselbe kanngar oft einen sehr gefährlichen Verlauf nehmen. Da beieiner Darmgicht ebenfalls die peristaltischen Bewegungenin umgekehrter Weise vor sich gehen, auch keine Gasedurch den Mastdarm entweichen, so wird der Kranke vonsehr übelriechendem Aufstossen geplagt, und es kann leicW,wenn keine Stuhlöffnung erfolgt, zum Kotherbrechen kom-men. Die Krankheit beginnt mit ausserordentlichen Leib'schmerzen, auch gesellt sich gewöhnlich Entzündung hinzu-Nur durch schnelle Hülfe kann bei dieser heftig auftre-tenden und rasch verlaufenden Krankheit der Patient demTode entrinnen.
Im Anfange wird Aconitum wesentlich zur Beseitigungder Entzündung beitragen, worauf man Nux vom. oderOpium, oder eines der sonst passenden Mittel, auch imWechsel mit Aconitum, folgen lassen kann. — Bei Koth-erbrechen mit vorhergehenden Kolikschmerzen, ohne