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Handbuch der Homöopathie : mit Benutzung fremder und eigener Erfahrungen nach dem neuesten Standpunkte der Wissenschaft
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Speoielle Therapie.

gungen des Darmes gelangt der Speisebrei, dessen flüssigeund aufgelöste Nahrungsstoffe von den Saugadern und Blut-gefässen aufgesogen und in den Blutstrom geschafft wer-den, als feste, mit Darmsehleim überzogene Masse aus deinKörper. Nach der Beschaffenheit der genannten "Ver-dauungssäfte werden auch die Excremente mehr oder we-niger verdaut ausgeschieden werden. Die Verdauung undAuflösung der stärkemehlhaltigen Substanzen geschehendurch den Mund- und Bauchspeichel, die der eiweissartigenStoffe durch den Magen- und Darmsaft; die fetten Be-standteile der Speisen aber werden durch die Galle, denBauchspeichel und Darmsaft gelöst und zur Aufsaugunggeschickt gemacht.

In den meisten Fällen liegt der Grund zur Verstopfungin einer trägen Bewegung und Zusammenziehung der Darrfl'und Bauchmuskeln, oder in einer zu grossen Trockenheitdes Darmes und des Speisebreies. In der Regel kommt dieVerstopfung im unteren Theile des Darmkanales, im söge'nannten Dickdarme, zu Stande.

Bei der Behandlung einer Verstopfung handelt es siebhauptsächlich darum, die Ursachen derselben zu ent-fernen und nicht durch künstliche Mittel, die durch ihreNeben- und Nachwirkungen den schädlichsten Einfiuss auiden Körper haben, Stuhlgang zu erzwingen.

Weil die Meisten durch Abführmittel einen augen-blicklichen Stuhlgang erzwingen wollen, darum nimmt beiVielen, gerade infolge der Anwendung solcher Mittel, dieUrsache der Verstopfung zu. Dann muss immer häufige 1 'zu jenen Mitteln gegriffen werden , wodurch ausser vielenanderen durch dieselben hervorgerufenen Beschwerden, b elso künstlich erregten Stühlen, eine grosse Menge guterNahrungsstoffe und guter Blutbestandtheile, welche denBlutgefässen der Darmwand abgezwungen worden sind, vei"loren gehen. Die Folgen davon sind Störungen in derErnährung und Blutarmuth. Endlich sei noch erwähnt,dass im Allgemeinen Hartleibigkeit auf grössere Gesund-heit und Dauerhaftigkeit schliessen lässt, als weiche oderdünne Stuhlentleerungen. Auch füllt bei ersterer die Speise