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Homöopathische Pharmakopoöe
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Acidum hydrocyanicum.

zu dichtes Filtrirpapier straff ausgebreitet, umgebrochen und mitKleister ausserhalb fest angeklebt. Ein aus Pappe gefertigter,etwas conischer Cylinder von etwa 25 Cm. Höhe und der Weiteder Schaale, inwendig mit Glanzpapier ausgefüttert, wird über dieSchaale gestürzt und gleichfalls mittelst Papierstreifen, Kleister undBindfaden möglichst dicht daran befestiget.

Die so vorgerichtete Schaale bringe man nun auf eine eisernePlatte, die höchstens 2 Cm. hoch mit Sand bestreut, über einemmassigen Feuer ruht, welches je nach der grösseren oder geringerenMenge des eingelegten Harzes mehrere Stunden lang zu unterhalten,und gegen das Ende zu verstärken ist.

Nach Beendigung der Arbeit und Verkühlung des Apparats wirdderselbe auseinandergenommen und man findet in dem Cylinder dieschönsten, seidenartig glänzenden, langen biegsamen Nadeln dersublimirten Benzoesäure von weisser, höchstens schwach gelblicherFarbe und eigenthümlichem süsslichem Geruch und kratzendem Ge-schmack, die herausgenommen in wohl zu verschliessenden Gefässenaufzubewahren sind.

Es werden Verreibungen davon bereitet.

Acidum hydrocyanicum.

Acidam zooticum s. horussicum. Berlinerblausäure, Blausäure,Wasserstoffblausäure, Hydrocyansäure, Cyanwasserstoffsäure.

In eine, gegen 500 Gramm Flüssigkeit fassende Glasretortemit kurz abgesprengtem Hals wird eine Mischung gegeben, beste-hend aus 25 Gramm zerriebenen krystallisirten eisenblausaurenKali's und 15 Gramm englischer Schwefelsäure, die vorher mit15 Gramm reinen Wassers verdünnt worden ist.

Nachdem dies Gemisch in der Betörte wohl gemengt worden,lege man diese in einer kleinen eisernen Kapelle auf eine einen Cm.hohe Schicht trocknen feinen Sandes also, dass der kurze Hals nachaufwärts gerichtet wird; dieser wird durch einen gut passendenKork verschlossen, durch welchen ein etwa 1 Cm. starke Abfluss-röhre, die nach innen zu einige Linien über die Fläche desselbenhervorsteht, geht. Diese im Ganzen 25—30 Cm. lange Bohre istkurz vor dem Korke in einem stumpfen Winkel abwärts gebogen,so dass sie in den Hals einer tubulirten Vorlage von entsprechenderGrösse hineinreicht, in welchem sie ebenfalls mittelst durchgebohrtenKorks befestigt, beide Verbindungen aber gehörig luftdicht lutirtwerden. Der nach unten gekehrte Tubulus der Vorlage wird aufganz gleiche Weise durch ein im Winkel gebogenes Glasrohr mit