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Homöopathische Pharmakopoöe
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I

ZWEITER ABSCHNITT.Beschreibung der Arzneien und ihrer Zubereitung.

Absinthmm.

Herba seu Summitates Absinthii, Absinthium vulgare s. majuss. rusticum. Wermuth, Wermbte, Wurmkraut. Von Artemisia Ab-sinthium Lin. Class. XIX. Ord. 2. fam. Corymbiferae. Hayne II. 11.Düsseid. 235.

Die auf unbebauten sonnigen Plätzen, in Weinbergen und analten Mauern durch das ganze Deutschland wild wachsende Pflanzeist bekannt und durch den weissen seidenartigen Filz, mit demvorzugsweise die jüngeren Blätter überzogen sind, so wie durchden eigenthümlich bittergewürzhaften Geruch und durchdringendenGeschmack aller Theile von ihren Stammverwandten leicht zu unter-scheiden. Im Juli und August werden die blühenden Rispen sammtden oberen Blättern eingetragen und nach Regel 3 mit starkemWeingeist zur Tinktur bereitet.

Farbe: gesättigt grünlich-braun; Geruch und Geschmack derPflanze in hohem Grade.*)

Acidum benzoicum.

Flor es Benzoes, Sal acidum Benzoes , Acidum benzoylicum.Benzoeblumen, Benzoesäure, Benzoylsäure.

Von dem besten, aus vielen weissen, mandelähnlichen Stückenbestehenden Benzoeharz wird eine beliebige Menge in gröbliches Pulvergebracht, davon auf den flachen Boden einer runden eisernen Schaalevon circa 20 Cm. Durchmesser und 5—6 Cm. Wandhöhe gleichmässigaufgestreut. Ueber den Rand dieser Schaale wird sodann ein nicht

*) Die Bestimmung des Ansehens der Tinkturen bezieht sich auf ihr Erscheinenin einem ungefärbten Glas von circa 5 Cm. Durchmesser.