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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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ziemlich reichblütigen, lockeren Trauben auf kahlen, aufrecht-abstehenden oder abstehenden,12 bis 15 mm langen Stielen. Kelchblätter schmal-länglich, 9 bis 10 mm lang, weisshaut-randig, oft etwas gehörnelt; die äusseren gesackt. Kronblätter purpurn oder violett, nichtselten auch weiss, mit ca. 10 mm langem Nagel, 25 mm lang; Platte breit, verkehrt-eiförmig, vorn abgerundet, stumpf oder ausgerandet und in der Mitte mit kurzem Spitzchen,plötzlich in den schmalen, selten gewimperten Nagel verschmälert, weisslich, lila bis violett.Staubfäden einfach; längere Staubblätter 12 bis 13 mm lang. Früchte in verlängerterTraube (Fig. 879 e) auf abstehenden, kahlen oder behaarten, 10 bis 30 mm langen Stielenaufrecht, bogig gekrümmt, lineal, höckerig, 3 bis 4 (11) cm lang und 1,5 bis 2 mm breit.Klappen kahl, mit deutlichem Mittelnerv und mit mehreren ± deutlichen Seitennerven.Griffel kurz (ca. 1 mm lang). Narbe lang, 2-lappig; Lappen einander anliegend. Samenlänglich, 3 mm lang, matt, braun, ungeflügelt. V bis VII.

In ganz Mitteleuropa kultiviert und verwildert (stellenweise eingebürgert) an Zäunen, inHecken, Gebüschen, an Bachufern, auf Schuttplätzen, an Wegrändern, auf Mauern, Kompost-haufen, in Kleefeldern, Aeckern (selten auch unter Getreide), in lichten Wäldern, inSchluchten; von der Ebene bis in die montane Stufe. Besonders auf kalkreichen Unter-lagen; doch auch auf Granit.

Allgemeine Verbreitung: Europa (nördlich bis Südskandinavien und bis zum mitt-leren Russland); Westasien bis Zentralasien. Eingebürgert auf Neu-Seeland; kultiviert in Japan.

Aendert ab: subsp. silvestris (Crantz) (= H. inodora L , = H. runcinäta Waldst. et Kit.). Pflanzemit einfachen und mit Drüsenhaaren besetzt, deshalb fast klebrig. Untere Stengelblätter leierförmig oderschrotsägeförmig-fiederspaltig, langgestielt; die mittleren sitzend, eilänglicb, langzugespitzt, grobgezähnt, amGrunde kurz zusammengezogen, die obersten mit breitem Grunde sitzend, scharfgezähnt. Kronblätter lila bis hell-violett. Samen 2 mm lang. Spontan nur in Böhmen (bei Podcbrad, Jungbunzlau, am Berge Chotuc bei Kfinec,bei LauHm, bei Jicin; in Südmähren (bei Namiest, Pollauer Berge, Znaim, Eibenschitz, Auerschitz, Pausrambei Auspitz, Kloboak) und in Niederösterreich (am Kreutberge bei Unterolberndorf, bei Tallesbrunn, auf demLeopoldsberge bei Wien, bei Uesing, am Badener Lindkogel, bei Fischau, im grossen Föhrenwalde bei Wiener-Neustadt, bei Stillfried [1894]). Sonst ab und zu aus Gärten verwildert: in Deutschland im Breisgau am Feldbergzwischen dem Ehrlenbacher und Stollenbacher Hofe (1814), am Jakobsberg bei Porta in Westfalen, bei Rostock(1828): in Oesterreich in Mähren bei Iglau, bei Mährisch-Neustadt, in Steiermark bei Admont, Johnsbach,Store bei Cilli, in Krain hie und da, angeblich auch in Tirol. Auch in der Schweiz selten adventiv.

Allgemeine Verbreitung der Unterart: Böhmen, Donauländer, Balkanhalbinsel, Illyrische LänderSüdrussland bis zum Kaukasus, Kleinasien bis Persien.

Aendert ab: var. pachycärpa Borbäs. Schoten kurz, 3 bis 4cm lang und bis3mm breit, zylindrisch,durch die genäherten Samen höckerig, kahl, dichtstehend, viel dicker als beim Typus (Leopoldsberg bei Wien).Diese pontische Unterart zeigt grössere Ansprüche an die Trockenheit des Bodens als der TypMs.An natürlichen Standorten in Böhmen und Mähren findet sich die subsp. silvestris in lichten Gehölzen, ansteinigen Hängen, im Gebüsch von Quercus sessiliflora und Corylus Avellana zusammen mit Cvtisus nigricans,Lathyrus vernus, Astrantia maior, Melittis Mclissophyllum, Phyteuma spicatum usw. In den Westkarpaten kommtsie im subalpinen Buschwald von Corylu, Avellana, Sorbus A.ia, Sambucus nigra, S. racemosa u.a. im Unter-wuchs zusammen mit Hochstauden vor.

subsp. Candida (Kit.) f= H. alba Fleischmann, = H. matronalis L. var. nivea Preissmann, = H.Sibfrica L. var. albifiöra Borbäs, = H. matronalis L. var. alpestris Fournier). Stengel besonders im unterenTeil abstehend behaart; Haare meist einfach, seltener gabelig. Laubblätter klein gezähnt, kahl oder unterseitsan den Nerven zerstreut behaart, am Rande gewimpert. Kronblätter weiss. Schoten bis 4 cm lang, auf aufrecht-abstehenden, bis 2,5 cm langen Stielen bogig aufrecht. Sehr zerstreut an feuchten, felsigen, buschigen Hängen,in Schluchten. In den Kalkvoralpen von Steiermark: Krumpensee bei Vordernberg, Bärenschütz bei Mixnitz!Ruinen des Seitzklosters bei Gonobitz, auf dem Donatiberg bei Rohitsch, Teufelsgraben und Pecounig beiCilli, bei Trifail, Rann; in Oberkrain in den Wocheiner Alpen (Crna prst, Rodica), in Innerkrain im Schnee-berggebiete, in Gnterkrain im Savetal (von Sava bis Ratschach); adventiv in Ludwigshafen in der Rheinpfalz (1910).Allgemeine Verbreitung der Unterart: Steiermark, Karpaten, Serbien, Bosnien,var. adenöpoda Borbäs. Ränder der Laubblätter drüsig. Blütenstandsachse und Stiele grau-haarig und drüsig-zottig. Laubblätter dicht stehend. In Tirol bei dem Sumpf Daone in Judicarien. var.

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