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— MalcolmiaAfricänaP. Br. (= Hesperis Africana L ). Pflanze ein- bis zweijährig, bis ca. 40 cm hoch. Stengelästig. Laubblätter länglich-lanzettlich; die unteren gestielt, gezähnt, ästig behaart. Untere Blüten in den Achselnvon Tragblättern. Kronblätter genagelt; Platte verkehrt-eilänglich, lila. Schoten rund, reichlich behaart.Samen länglich, kantig. — Selten adventiv (z.B. Puchheim bei München [1910], im Botan. Garten Strassburg[1911], bei Rüdersdorf bei Berlin, in Niederösterreich [aus Ungarn eingeschleppt] zwischen Hundsheim undEdelsthal, bei Brigittenau. im Prater von Wien). Heimat: Südosteuropa: Westasien; Nordwestafrika; adventivauch in England und Holland. — Malcolmia litörea (L.) DC. Pflanze ausdauernd. Stengel ästig. Laubblätterungestielt, lanzettlich, vorn stumpf, ganzrandig oder undeutlich gezähnt, ästig behaart. Kronblätter genagelt;Platte vorn ausgerandet oder gestutzt, violett. Schoten meist gekrümmt, lineal, dicht behaart; Griffel abfallend.Adventiv im Hafen von Mannheim (1894). Heimat: Westliches Mittelmeergebiet.
1366. Hesperis trfstis L. (= Deilösma tristis Spach, = Hesperidium triste Beck).Trübe Nachtviole, Trauerviole. Fig. 879 a bis d.
Pflanze 2- bis mehrjährig, 35 bis 50 (60) cm hoch. Wurzel spindelförmig, dick.Stengel aufrecht, stielrund oder kantig, ± dicht mit langen, einfachen, gegabelten Haaren undmit kurzen Drüsenhaaren besetzt. Rosetten-blätter langgestielt, schmal-eiförmig, in denStiel allmählich verschmälert, mit vorge-zogener, stumpflicher Spitze, ganzrandigoder undeutlich gezähnt, auf der Unter-seite und am Rande ± reichlich behaart,auf der Oberseite fast kahl. Stengelblätterzahlreich, sitzend, herzeiförmig, schmal-ei-förmig oder lanzettlich spitzlich. Blüten inziemlich reichblütiger, lockerer Traube auf2,5 bis 4 cm langen, kahlen oder spärlichbehaarten, aufrecht - abstehenden Stielen.Kelchblätter lineal-länglich, 10 bis 13 mmlang, breit - weisshautrandig, spärlich be-haart; die äusseren gesackt. Kronblätter20 bis 32 mm lang, lang genagelt; Plattelänglich, vorn abgerandet, stumpf oder seichtausgerandet, mit aufgesetztem Spitzchen inder Ausrandung, allmählich in den weiss-lichen, schmalen Nagel verschmälert, gelblich-grün mit dunklem, rotvioletten Adernetz.Längere Staubblätter 12 bis 15 mm lang.Früchte in verlängerter Traube auf auf-recht-abstehenden, 2 bis 6,5 mm langenStielen aufrecht-abstehend, 4 bis 14 cm lang,lineal, allmählich in den Griffel (Fig. 879b)verschmälert, vom Rücken her flach ge-drückt (Fig. 879 c). Klappen kahl, sehr schmal, mit undeutlichen Seitennerven und mitdeutlichem Mittelnerv. Griffel sehr kurz, ca. 0,5 mm lang; Narbe mit langen, einanderanliegenden, nur an der Spitze etwas spreizenden Lappen (Fig. 879 b). Samen länglich(Fig. 879 d), 2,5 bis 3 mm lang, braun. — V bis VI.
Zerstreut und selten an sonnigen, trockenen, steinigen und sandigen Stellen, aufWeiden, an Abhängen, im Gebüsch; selten auch ruderal. Von der Ebene bis in die montane
Hegi, Flora, Bd. IV. 122
Fig. 879. Hesperis tristis L. a Habitus 0/3 natürl. Grösse).b Spitze des Fruchtknotens, c Frucht quergeschnitten, d Samen.— Hesperis matronalis L. e Fruchtstand. /, g Haare des,Laubblattes, h Frucht, i Frucht nach Entfernung einer Klappe