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schuppig bedeckt, in sterile und in stengeltragende Blattrosetten endigend. Stengel auf-recht oder am Grunde aufsteigend, einfach, kantig, kahl, dicht beblättert. Rosettenblätterspatelig, verkehrt-eilänglich, in den von einfachen Haaren gewimperten Stiel verschmälert,spitzlich, ganzrandig, spärlich sternhaarig. Stengelblätter sitzend,länglich, spitz, ganzrandig, kahl. Myrosinschläuche spärlich im Meso-phyll. Blüten in dichter, reichblütiger Traube auf 5 bis 8 mmlangen, aufrecht-abstehenden, kahlen Stielen. Kelchblätter auf-recht, schmal-länglich, 9 mm lang, weisshautrandig, an der Spitzeetwas gehörnelt; die äusseren gesackt. Kronblätter (Fig. 876 f)15 bis 18 mm lang, mit langem, aufrechtem, schmalem Nagelund mit breiter, plötzlich in den Nagel verschmälerter, breit verkehrt-eiförmiger, vorn abgerundeter, abstehender Platte, gelb. Staub-fäden am Grunde wenig verbreitert, zahnlos. Längere Staubblätterca. 12 mm lang. Honigdrüsen 4; je eine an den .Seiten der kurzenStaubblätter, höckerförmig, von den seitlichen Kelchblättern ein-geschlossen. Frucht (Fig. 876g) auf 10 bis 17 mm langen, aufrecht-abstehenden Stielen in verlängertem Fruchtstand, breit-eiförmig, vomRücken her wenig zusammengedrückt, am Grunde kurz zusammen-gezogen. Klappen gewölbt, netzaderig, mit undeutlichem Mittel-nerv, kahl. Scheidewand mit schwachem Fasernetz; Oberhaut-zellen mit zahlreichen, parallelen Teilungswänden. Griffel bis 9 mmlang, dünn, bei der Fruchtreife abfallend. Narbe wenig breiter alsder Griffel, seicht zweilappig. Samen eiförmig flach, 1,8 mm lang,ringsum geflügelt, glatt, braun. Keimling seitenwurzelig; Keim-blätter flach. — IV.
Zerstreut und ziemlich selten auf Kalkfelsen der montanenund subalpinen Stufe der Schweiz (im Wallis bis 1520 m).
Einzig in der Schweiz im unteren Waliis bei La Balmaz, Pissevache,Felsen des Trienttales, Pte. du Trient, unterhalb Salvan bei Vernayaz, Chemin duGueuroz, Sembrencher, Collonges, Joux brülee, Follaterres, Branson. Saillon, Bo-vernier, La Crotaz, La Bätiaz, Mont Ottan, zwischen Bovernier und Sembrancher,La Fory, Roc perce, am Fusse des Aromanet; angeblich auch im Kanton Waadtbei Lavey. — In Deutschland früher auf Felsen bei Bonn am Godesberg seit1836 verwildert (hier wahrscheinlich angesät).
Allgemeine Verbreitung: Westalpen, Südalpen, Bal-kanländer; Kleinasien.
Alyssoides utriculatum gehört dem südeuropäisch-mediterranen Elementan. An den Kalkfelsen am Pissevache sind unter den Begleitpflanzen Hutchinsia
petraea (Bd. IV, pag. 360), Saxifraga exarata und Sempervivum arachnoideum zu nennen. In Gärten wird dieseArt nicht gezogen, wohl aber A. sinuatum.
Fig. 876. Alyssoides utri-culatum (L.) Medikus, e Ha-bitus ( l /2 natürl. Grösse). /Blüte(Kelch und Krone teilweiseentfernt), g Frucht (doppelteGrösse).
CCCLXIV. Bräya 1 ) Sternberg et Hoppe. Braye.
Die Gattung umfasst ausser Braya alpina noch ca. 7 Arten (B. glabella Richards., B. rösea Bge.),welche die Arktis und die Hochgebirge von Zentralasien bewohnen. Ueber das in vielen Floren zur GattungBraya gezogene Sisymbrium supinum L. (= Braya supina Koch) vgl. Bd. IV, pag. 164.
1364. Braya alpina Sternb. et Hoppe (== Sisymbrium alpinum Fourn.). Alpen-Schotenkresse, Alpen-Braye. Taf. 138, Fig. 3 und Fig. 878 a bis c.
Nach dem Grafen de Bray, Naturforscher in Regensburg (1765 bis 1832) benannt.