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Matter. Schotenlänge sehr variabel; Stiel länger als Schote (An der Saale bei Bernburg, Ufer der Elbe undMulde). — Roripa amphibia (L.) Besser X R. Islandica (Oeder) Schinz u. Thellung (=R. erythrocäulisBorb.) wird von Neuburg a. D., Kupferberg im Frankenwald, Gibitzenhof bei Nürnberg, an der Weichsel beiThorn angegeben. — R. amphibia (L.) Besser X R- prostrata var. stenocärpa (Godron) Baumann undThellung. Von der Insel Reichenau im Bodensee erwähnt. — R. Islandica (Oeder) Schinz u. Thellung xR- prostrata (Bergeret) Schinz u. Thellung. Von Moos-Radolfzell am Bodensee erwähnt. —R. a m phibia (L.)Besser X R. Austriaca (Crantz) Besser.
CCCXXXXIII. Nastürtium 1 ) R. Br. (= Cardamfnum Moench, == Baeumerta G.
M. Seh. Fl. Wett.). Brunnenkresse.1277. Nastürtium officinäle R. Br. (= Roripa Nastürtium aquaticum (L.) v. Hayek, = Si-symbrium Nastürtium Hudson var. aquaticum Hudson, = Sisymbrium Nastürtium aquaticumL., — Radicula Nastürtium aquaticum Rendle et Britten, = Sisymbrium Nastürtium Thunb.,: Roripa Nastürtium Beck, = Cardämine Nastürtium O. Ktze., = Radicula officinälisGroves, = Cardämine fontäna (Lam.), = Baeumerta Nastürtium G. M. Seh., = Sisymbriumcardaminifolium Gilib., = S. fluviatile Vill., = Nastürtium fontanum Ascherson). Brunnen-kresse. Franz.: Cresson, crinson, cresson des fontaines; engl.: Water-cress, common water-cress; ital.: Cressione, c. di sorgend, nasturzio aquatico, sisimbrio-aquatico. Taf. 132,
Fig. 4, 4 a, Fig 806 und Fig. 827 a bis d.
Die Pflanze wird zum Unterschied von der Gartenkresse (vgl. pag. 81) gewöhnlich als Brunnen-kresse (mittelhochdeutsch brunne = Quelle, Quellwasser; dann auch Brunnen wegen des feuchten Standortes)bezeichnet. Die Verschiebung des r („Metathesis") sowohl in „Kresse" als in „Brunn" begegnet uns in derniederdeutschen und thüringischen Mundart: Bornkass(en) (Nordwestl. Deutschland); Bornkersch, Born-kirschen (Thüringen); Braunkersch(Erfurt). Die Pflanze wird auch kurzwegKasse (Göttingen), Kirschen, Ker-s chen (thüring. Niederhessen) genannt.Im Bayerisch-Oesterreichischen wird dasWort oft als Maskulinum — »d er Brunn-kress" —■ gebraucht. Im Alemannischen gel-ten die Bezeichnungen Wasser-, Bronna-kressig (Schwab. Alb), Grundkresser(Elsass), (Brunne [n] -)Chressich(Schweiz). Im romanischen Graubündenheisst die Pflanze creschun d'fontana(Remüs).
Ausdauernd, (10) 30 bis 90(300) cm lang, kahl. Wurzel früh-zeitig schwindend, durch die wag-recht kriechende, reichlich mit „Bei-
,„ , „ -, /-> j i Fie. 806. Nastürtium officinäle R. Br.
wurzeln" versehene Gmindachse er- p ho t. stud. Franz sei tz, München-Augsburg.
s etzt. Stengel am Grunde kriechend
Und wurzelnd, aufsteigend, seltener flutend, kantig. Laubblätter gefiedert, grasgrün undmeist etwas fleischig; die untersten gestielt, 1 - (selten bis 3-) zählig, mit breit elliptischen,ganzrandigen oder geschweift-gekerbten Seitenblättchen und mit rundlichem, breit herz-eiförmigem, grösserem Endblättchen. Obere Stengelblätter 5- bis 9-zählig, leierförmig-ge-fiedert, am Grunde mit wagrechten, kurzen Oehrchen; Seitenblättchen eiförmig oder breitelliptisch; Endblättchen rundlich oder breit herzeiförmig, am Rande ausgeschweift gekerbt.Kelchblätter länglich, 2 mm lang; die äusseren schwach gesackt. Kronblätter verkehrt-eiförmig mit ganzrandiger Platte, aufrecht abstehend, in einen langen Nagel ziemlichplötzlich verschmälert, weiss. Innere Staubblätter 3 bis 3,5 mm lang; Staubbeutel gelb.') Vom lat. nastürcium; bei Columella und Plinius Name für Lepidium sativum.