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Waldst. et Kit., Willd., Lam. et DC, Biet»., Murith, Roehl., Hegetschw. etc. nee Murr. 1 ),
= La?lia cochlearioides Pers., = Calepina cochlearioides Dumort). Unregelmässige
Calepine. Franz.: Calepine: ital.: Miagro rostellato. Taf. 129, Fig. 3.
Pflanze einjährig oder überwinternd-einjährig, kahl, mit ziemlich dünner, blasser,spindelförmiger Wurzel. Stengel aufsteigend bis fast aufrecht, meist zu mehreren aus demWurzelhals entspringend, etwa 20 bis 50 cm lang, fast stielrund (getrocknet gerillt), einfachoder ästig, wie die Aeste beblättert und in Blütenstände auslaufend. Laubblätter gelblich-bis etwas bläulich-grün. Eiweissschläuche im Mesophyll. Grundblätter in einer Rosette,etwa bis 10 cm lang, gestielt, grob gebuchtet oder leierförmig-fiederteilig mit grösserem,länglich-verkehrt-eiförmigem oder fast kreisrundem Endabschnitt, mittlere und obere Stengel-blätter wechselständig, länglich, etwa 2 bis 4 cm lang, stumpf, selten spitz, entfernt buchtig-gezähnt bis fast ganzrandig, über dem Grunde oft etwas zusammengezogen, ungestielt, amGrunde pfeilförmig, mit abwärts gerichteten (meist etwas einwärts gebogenen), schlanken,spitzen Oehrchen stengelumfassend. Blüten klein, in anfangs dicht halbkugeligen, späterstark verlängerten und lockeren, tragblattlosen Blütenständen. Blütenstiele etwa 3 bis 5 mmlang. Kelchblätter aufrecht-abstehend, eiförmig-elliptisch, gelblich-grün, weisslich berandet,etwa 1 bis 1 '/a mm lang, die seitlichen am Grunde nicht gesackt. Kronblätter meist weiss(selten rötlich), etwa doppelt so lang als der Kelch, verkehrt-eiförmig-keilig, nach demGrunde lang verschmälert, kaum benagelt, an der Spitze abgerundet oder gestutzt bisschwach ausgerandet, die 2 äusseren etwas grösser als die 2 inneren. Staubfäden (Taf. 129,Fig. 3 a) einfach, frei. An der Innenseite der kurzen Staubblätter je eine schuppenförmige,aussen etwas eingebuchtete Honigdrüse, ferner aussen am Grunde der längeren Staubblatt-paare je eine längliche Drüse. Fruchtknoten sitzend, mit einer einzigen, von der Spitzeherabhängenden Samenanlage. Griffel sehr kurz und undeutlich. Narbe sitzend, sehr klein,polster- oder scheibenförmig, schmäler als das Griffelende. Frucht auf bogig-aufsteigendemoder aufrecht-abstehendem, ziemlich dünnem, etwa 2 bis 3 mal längerem Stiel, ei- oderverkehrt-birnförmig, etwa 3 bis 4 mm lang und 2 bis 2 1 l% mm dick, an der Spitze kegel-förmig verjüngt, nussartig, 1-fächerig und 1-sämig, nicht aufspringend, ohne Klappen- undRahmenbildung. Fruchtwand sehr hart, auf der Innenseite glatt und glänzend, aussenüberall tief netzig-runzelig und auf jeder Seitenfläche von einem Längsnerv durchzogen,an den medianen Rändern etwas gekielt. Scheidewand nur in der ersten Anlage vorhanden,dann durch die heranwachsende Samenanlage in ihrer Entwicklung gehemmt und in derreifen Frucht nicht mehr erkennbar (vgl. E. Hannig in Bot. Zeitung LIX [1901], pag. 235bis 237). Same das Fach völlig ausfüllend, fast kugelig, etwa L/a mm lang und fast ebensodick, an der Spitze gestutzt; Samenschale dünn, fast glatt, schmutzig-weisslich, bei Be-netzung nicht verschleimend. Keimling rückenwurzelig. Keimblätter sehr breit, an derSpitze gestutzt, aufeinanderliegend, in ihrem Mittelteil breit und seicht längsrinnig (gegendas Würzelchen hin ausgehöhlt), mit jederseits etwa bis zur halben Spreitenhälfte einwärtsgeschlagenen Rändern, ausserdem noch in der Mitte quergefaltet (mit sattelartiger Ein-schnürung gegen das Würzelchen hin, von dieser Seite gesehen sanduhrförmig), in derunteren Hälfte mit den eingefalteten Rändern das Würzelchen umfassend, in der oberenHälfte (Taf. 129, Fig. 3 c und 3d) von demselben frei. — V, VI.
Die systematische Stellung auch dieser Gattung ist nicht völlig abgeklärt. A. Pyr. de Candollerechnete sie wegen der Kombination von Nussschötchen und orthoplokem Keimling zusammen mit Zilla und
') Vgl. C. A. Meyer in Ledebour Flora Altaica III (1831), pag. 216; Burnat, Flore des AlpesMaritimes IV (1906), pag. 262; N. Busch in Fl. Cauc. crit. III, 4 (1908), pag. 236. Die echte Bunias coch-learioides Murr, ist eine zwar äusserlich ähnliche, aber durch den Frucht- und Samenbau deutlich verschiedenesüdrussisch-sibirische Art.