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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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richtung wagrecht verlaufendem, oft etwas sattelförmig ausgebuchtetem Kiel, vorn und hintenunmittelbar unter der Ansatzstelle des oberen Gliedes mit einem meist deutlich vorspringenden,etwa Y 2 bis 2 1 / 2 mm langen, höcker- oder hornförmigen Vorsprung; Frucht daher an derGliederungsstelle + spiessförmig. Oberes Fruchtglied 1 '/s bis 2 mal so lang als das untere (odernoch länger) und wenig breiter als dasselbe, schmal- (selten breit-) eiförmig, über dem aus-gehöhlten, berandeten Grund meist zusammengezogen, von der Seite zweischneidig zusammen-gedrückt, an der Spitze meist stumpf und 1 bis 1,5 mm breit. Narbe viel schmäler als dasGriffelende. Samen (Taf. 130, Fig. lb) ziemlich gross (etwa 3 bis 4 mm lang und l 1 /» bis 2 mmbreit), schmal-eiförmig, etwas zusammengedrückt. Samenschale gelb-braun, fast glatt, bei Be-netzung nicht verschleimend. Blüht VII bis X, im Mittelmeergebiet auch im Winter.

Nicht selten am Meeresstrand an sandigen und kiesigen Stellen, vorzugsweise an derAussenseite der Dünen (mit periodischer Ruhe) bis zur oberen Flutmarke (nur auf der Vor- undauf der Weissen Düne), auch an den Haffen; in Südistrien auf Kalkschotter am flachen Meeres-strand. Verbreitet an der Küste der Nord- und Ostsee und auf den Inseln, sowie im öster-reichischen Küstenland; an derWeser aufwärts bis Geestemünde. Zuweilen mit Seesand einzeln insBinnenland verschleppt, so um Hamburg (Mühlenkamp 1871, Winterhude, Diebsteich) undbei der Wasserkunst unweit Lübeck, vorübergehend beobachtet auch bei Wittenberg (Prov.Sachsen), Dresden (Mügeln, Berliner Bahnhof), Mannheim (1906) und in Bayern (SüdbahnhofMünchen, Nürnberg auf einem Grasplatz am Bahnzollamt 1883, Schwabing 1898). Fehltder Schweiz vollständig (die Angabe von Zürich ist irrig und bezieht sich auf Erucariamyagroides). Gelegentlich wird die Pflanze (ob auch bei uns?) als Ziergewächs gezogen.

Allgemeine Verbreitung: Küstenländer von fast ganz Europa (ausser Nord-schweden, einem Teil von Finnland und Nordrussland), östlich bis zum Aegäischen undSchwarzen Meer; Kaukasien, Südpersien, Syrien und Palästina; Nordafrika von Aegyptenbis Madeira. Verschleppt an der atlantischen Küste von Nordamerika [die Angaben vonIsland und Australien beziehen sich auf C. lanceolata subsp. edentula].

Von Cakile maritima ist eine grosse Anzahl von Abänderungen beschrieben worden, von denen jedochhöchstens die das untere Fruchtglied betreffenden den Wert von Rassen beanspruchen können. Die Abarten könnenfolgendermassen gruppiert werden: a) nach dem Wuchs: f. pygmsa O. E. Schulz. Stengel einfach, niedrig,nur 5 bis 6 cm lang. Frucht kleiner, nur 10:3 mm (Kümmerform). b) nach der L aubblattf orm: f. integri-fölia Boiss. em. O. E. Schulz. Laubblätter sämtlich länglich bis linealisch, ganzrandig oder kaum etwasgezähnelt. Ueberall mit der f. vulgaris, aber seltener. f. latifölia Desf. (= Isatis Aegyptia Forskäl neeL., = I. Aegyptiaca Forskäl ex Vahl, = C. Aegyptiaca Willd., = C. maritima forme C. Aegyptiaca [et var.ß Bauhi'ni] Rouy et Fouc., = var. Aegyptia Aschers, et Schweinf., = f. Aegyptiaca Fiori et Paoletti, = Cakilecakile B Aegyptia Ascherson, = Rapistrum Cakile Bergeret, = Bünias Cakile ß Vahl, = C. latifölia Poiret,= C. sinuatifölia Stokes, = C. maritima var. sinuatifolia DC, = var. integrifölia Hörnern., Koch, = C. Sera-piönis ß L'Herit. ex DC, = Bunias ovälis Viviani, = C. Cyrenäica Sprengel, = C. crenäta et C. Bauhi'ni Jordan).Laubblätter ungeteilt, länglich bis breiter oder schmäler verkehrt-eiförmig, am Grunde keilförmig verschmälert,+ tief buchtig-gezähnt (Im ganzen Areal der Art). f. vulgaris DC. ex Duby (= f. sinuatifölia Nöldeke exPrahl nee DC, = var. a typica Haläcsy, = Isatis pinnäta Forskäl, = C maritima var. Aegyptiaca f. pinnata Briq.,= Rapistrum maritimum Bergeret, = C. pinnatifida Stokes, = C. maritima f. pennatifida Fiori et Paoletti proparte). Laubblätter tief fiederspaltig, mit beiderseits meist 2 bis 3 linealischen, entfernten, stumpfen, ganz-randigen oder spärlich gez ähnelten Abschnitten (Im Gebiet häufig). f. laciniäta Hallier. Laubblätter biszum Mittelnerv völlig fiederteilig, mit schmal-linealischen Abschnitten (So auf Helgoland). f. bipinnätaO. E. Schulz. Abschnitte aller Laubblätter abermals in meist 5 linealische Läppchen zerschnitten (So an derOstsee bei Pillau, ferner in der Türkei und in Griechenland). - Zwischen den Formen mit ungeteilten unddenjenigen mit fiederspaltigen Laubblättern kommen alle denkbaren Uebergänge (manchmal selbst auf einemund demseben Exemplar) vor, wie schon Desfontaines (Flora Atlantica II [1799], pag. 78) und A. Pyr. deCandolle (Systema II [1821], pag. 429) hervorheben und wie neuerdings auch Buchenau (Flora dernordwestdeutschen Tiefebene [1894], pag. 248) bestätigt. Bereits C. Bauhin bemerkt (Pinax [1623], pag. 99),dass beide Formen aus der gleichen Aussaat (in Gärten) hervorgehen können. c) Nach der Länge derBlütenstiele: f. sessiliflöra O. E. Schulz. Blütenstiele äusserst kurz, zur Blütezeit 0,5 mm, zur Frucht-