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Tafel 132.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Rapistrum mgosum (nr. 1262). Blütenspross.
,, la. Staubblätter und Fruchtknoten,
i, Ib. Frucht mit Griffel.
,, lc. Querschnitt durch den Samen.
„ 2. Crambe maritima (nr. 1263). Blütenspross.
., 2a. Staubblätter mit Fruchtknoten.
„ 2b. Frucht (Missbildung).
» 2c. Same (stark vergrössert).
Fig. 3. Barbaraea vulgaris (nr. 1265). Blütenspross.
„ 3a. Blüte (vergrössert).
„ 3 b. Reife Frucht.
„ 3c. Same (stark vergrössert).
„ 4. Nasturtium officinale (nr.1216). Blütenspross.
„ 4 a. Blüte (vergrössert).
„ 5. Rpripa sylvestris (nr. 1272). Blütenspross.
„ 5 a. Reife Frucht.
(Bayer. Pfalz) 1903 bis 1905 beobachtet. Diese Form unterscheidet sich von C. maritima noch durch folgendeMerkmale: Stengel ziemlich aufrecht. Aeste aufrecht-abstehend oder aufsteigend. Laubblatter einfach, schmalverkehrt-eiförmig oder länglich, am Grunde in einen kurzen Blattstiel keilförmig-verschmälert, jederseits meisttief 4-zähnig. Früchte auf aufrecht-abstehenden Stielen fast aufrecht, meist kleiner; unteres Glied fast walzlich(kaum etwas kreiseiförmig), stielrundlich (nicht scharf 4-kantig), oberes 1 '/j mal so lang als das untere, eiförmig,4-kantig, deutlich nervig, in einen kurzen, + spitzen, an der Spitze 0,5 bis 1,5 mm breiten Griffel verschmälert.Die Australische Form (var. [?] Aus trauen sis Thellung; vgl. O. E. Schulz a.a.O. pag. 502, 505) unter-scheidet sich von der Amerikanischen durch die an der Gliederungsstelle tief eingeschnürte Frucht mit oft2-samigem unterem Glied.
1239. Cakile maritima Scop. (= Bünias Cakile L., = Myagrum Cakile Crantz, = Ra-pistrum Cakile Crantz, = Cakile Cakile Karsten, = Crucifera cakile E. H. L. Krause,= Kakile maritima Desf., = C. Serapiönis 1 ) Gärtner, = K. Serapionis Brot., = Buniaslittoralis Salisb.). Europäischer Meersenf (fremdländische Volksnamen siehe unterdem Gattungsnamen). Taf. 125, Fig. 31 und 65; Taf. 130, Fig. 1 und Fig. 775.
Einjährig, mit dünner, blasser, lang-fadenförmiger (bis fast 1 m langer) Wurzel. Stengeletwa 15 bis 30 cm lang, stielrund (getrocknet schwach gerillt), niederliegend oder aufsteigend,meist ästig; Aeste verworren. Laubblätter dicklich, saftig-fleischig, meist deutlich gestielt,ungeteilt bis doppelt-fiederspaltig (vgl. die Abarten), etwa 3 bis 6 cm lang. Blütenstände amStengel und an den Aesten endständig, zur Blütezeit kurz, doldentraubig, zur Fruchtzeit ver-längert, jedoch dicht, etwa 8- bis 30- (selten bis 50-) blutig. Blütenstiele tragblattlos, 1 bis2 l /2 mm lang. Blüten ziemlich ansehnlich, meist 5 bis 8 (selten bis 11) mm lang. Kelchblätterlinealisch- bis länglich-elliptisch, stumpf, meist 3 bis 4 mm lang; die seitlichen am Grundekurz gesackt. Kronblätter verkehrteiförmig-keilig (Taf. 130, Fig. 1 a), mit abgerundeterbis sehr seicht ausgerandeter, etwa 2 bis 3 mm breiter Platte, in einen schlankenNagel allmählich verschmälert, etwa doppelt so lang als der Kelch, lila bis rosa, seltenWeiss. Fruchtknoten walzlich, mit meist 2 (selten 3 oder 4) Samenanlagen. Narbe schwach2-lappig, so breit wie der Fruchtknoten. Fruchtstiele dick, etwa 2 bis 5 mm lang, unter 45bis 90° abstehend. Frucht eine kurze Gliederschote, meist fast wagrecht abstehend (dieRichtung des Fruchtstieles fortsetzend), mit schwammig-korkiger Fruchtwand (Taf. 130,Fig. 1 b), etwa 10 bis 22 mm lang und 4 bis 6 mm breit, seitlich zusammengedrückt, aufjeder Fläche mit einem meist kräftigen, oft kielartigen Mittelnerv und einigen dünnen, oftanastomosierenden Längsnerven versehen. Unteres Fruchtglied bei normaler Ausbildung(vgl. dagegen die var. monosperma) kreiseiförmig, an der Spitze vorn und hinten ab-schüssig, daher dachfirst- oder meisselförmig (Taf. 125, Fig. 31), mit in der Transversal-
') Vgl. Fussnote 1 auf pag. 182. Serapiofn], ein italienischer Gelehrter des 15. Jahrhunderts,Schrieb ein in mehreren Auflagen erschienenes Kräuterbuch „De simplicibus medicinis" (1475 bis 1552).