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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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Allgemeine Verbreitung: Mediterranes Europa (von Spanien bis Griechen-land), Ungarn, Rumänien, Süd- und mittleres Russland; Südwest-Asien bis Indien und zumHimalaya; Algerien, Kanaren. Verschleppt in Portugal, Mittel - Frankreich, Belgien,Holland, England, Mittel-Europa (vgl. oben), sowie in Australien (!).

Die Art gliedert sich in eine Anzahl von Formen, deren systematischer Wert noch ungenügend be-kannt ist (vgl. A. Pyr. de Candolle Syst. II. [1821], pag. 470). Zunächst nach der Behaarung der Frucht:f . hebecarpum (Koch sub S. Columnae) Busch (= var. et typicum Haläcsy [1901] nee Beck, = S. Pseüdo-Columnae Schur, = S. Irio var. hirtum Schur). Frucht behaart. Zerfällt in 2 Ünterformen: subf. villo-sissimum (DC. sub S. Columnae) Thellung (= S. Columnae ß Bieb., «= var. a xeröphilum Fourn.), Stengelund Laubblätter dicht zottig; subf. Orientale (DC. sub S. Columnae) Thellung. Pflanze unterwärts zottig-filzig,oberwärts verkahlend. f. leiocarpum (DC. sub S. Columnae) Haläcsy (= S. Columnae var. altfssimum DC,^ var. psiloeärpum Schur, = var. verum Schur, = var. typicum Beck [1892] nee Haläcsy). Frucht kahl. DurchTracht, Behaarung und Schnitt der Laubblätter weichen ferner ab: f. Ligüsticu m 1 ) (De Notaris sub S. Colum-n ae) Thellung (= S. Pannönicum Badaro nee Jacq.). Pflanze niedrig, stark zottig; untere Laubblätter oft unge-teilt, verkehrt-eiförmig-länglich oder länglich. f. hy gröphilum (Fourn. sub S. Columnae) Thellung (= S.Pseudoi'rio Schur). Ganze Pflanze verkahlend. f. subhastätum (Willd. pro spec.) Thellung (= Brassicasubhastata Willd.). Pflanze ebenfalls verkahlend und zugleich die oberen Stengelblätter (bis ziemlich weit herab)ganzrandig, lanzettlich (So heimisch z. B. auf den griechischen Inseln und verschleppt bei Mannheim, in Hannover[Hannover, Döhren, Celle, zwischen Schude und Wettmar], in der Schweiz bei Basel, Solothurn und Zürich, auch inHolland und England). Abänderungen, die speziell die Frucht betreffen, sind: f. stenocdrpum (Rouy et Fouc.s "b S. Columnae) Thellung. Frucht ziemlich dünn (etwa 1 mm dick), sonst jedoch von normaler, derber Beschaffen-heit. f. platycärpum (Rouy et Fouc. sub S. Columnae) Thellung. Frucht 2 mm dick. f. macroloma*) (PomelPro spec.) Haläcsy (= S. Columnae var. macroloma Battand, et Trabut, = S. Orientale f. dolichoeärpum 3 ) Busch). Fruchtunreif 9 bis 11 cm, bei der Reife bis 18 cm lang (So in Algerien, Griechenland und im Kaukasus). f. iriofdesThellung (= S. Irio Naegeli et Thellung Ruderal- u. Adventivfl. d. Kt. Zürich [1905], pag. 40, nee L., = S Iriov ar. pachypödium Caruel?). Junge Früchte die geöffneten Blüten deutlich überragend (So im Krefelder Hafen[1914, Bonte!] und bei Zürich [1903] beobachtet; unterscheidet sich von S. Irio leicht durch die Behaarung,die ansehnlichen Blüten und die dicken Fruchtstiele). f. tenuisfliquum (DC. sub S. Columnae) Thellung(== S. Columnaeforma* B. gracüius Fourn. 4 ). Früchte sämtlich oder grösstenteils auf einem jugendlichenEntwicklungsstadium verharrend (nicht die volle Organisationshöhe erreichend), auch zur Zeit der Samenreifesehr dünn und ziemlich zart, mit weniger stark gewölbten Klappen und mit dünner, durchscheinender, fastebener Scheidewand mit weniger dickwandigen Zellen; Fruchtstiele und Griffel dünner; Samen sehr klein. DieseForm unterscheidet sich von S. polymorphum und Wolgense unter anderm durch die nicht behörnelten Kelch-blätter, von S. Irio (zu welchem sie von Bonnier als Unterart gestellt wird) durch die ansehnlichen Blütenmit den Kelch ums doppelte überragenden Kronblättern, ferner durch noch immer dickere Fruchtstiele unddurch längeren, etwas keulig angeschwollenen Griffel; endlich von S. Pyrenaicum und Loeselii, abgesehen vonder kurzen, weichen Behaarung, hauptsächlich durch die kurzen (nur '/« bis '/io der Länge der Frucht er-reichenden) Fruchtstiele. Nach der Behaarung sind zu unterscheiden: subf. xeröphilum (Fourn. sub S.Columnae B. tenuius) Thellung (= S. Cöstei 5 ) Fouc. et Rouy, = S. Irio subsp. Costei Bonnier) Frucht be-haart und subf. glabris iliquum Thellung (= S. Columnae B. tenuius ß hygröphilum Fourn.) Fruchtkahl. Zur erstem Form gehört z. B. die in der Flora exsiccata Austro-Hungarica nr. 2888 ausgegebenePflanze vom Laaerberg bei Wien, leg. Vierhapper. Als Abnormität wurden im Blütenstand gelegentlichTragblätter beobachtet.

Bastarde sind in der Gattung Sisymbrium mit Sicherheit nicht bekannt geworden. Das früher aus derSchweiz (Iserabloz im Wallis) angegebene S. altissimum X S. Sophia (S. Sinapistrum-Sophia Christ inOremli Excursionsfl. der Schweiz ed. 8 [1896], pag. 75) entspricht dem S. Sophia f. heterophyllum Goiran (vgl.B d. IV, pag. 162).

') Nach der Landschaft Ligurien an der italienischen Riviera.

2 ) Von gr. ßaxgög [makrös] = gross, lang und Aüj.aa [löma] = Saum (?). Der Name, der keinenr echten Sinn ergibt, beruht offenbar auf einem philologischen Irrtum des Autors.

s ) Von öoAi%6g [dolichös] = lang und xagnög [karpös] = Frucht.

4 ) Die Formen mit normal ausgebildeter Frucht fasst Fournler zusammen alsforma" [d. h.Varietätengruppe] A. ffrmius.

6 ) Nach Chanoine Hippolyte Coste, geboren am 20. Dezember 1858, Pfarrer in St. Paul des Fonts(Aveyron), Verfasser einer vorzüglichen Illustrierten Flora von Frankreich (Flore descriptive et illustree de laFrance; 3 Bände, 1900 bis 1906), verdient speziell auch um die Kenntnis der Rosen Frankreichs.