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Alb beim Lichtenstein, in der Hölle bei Urach, im Gerberloch bei Indelhausen; im Württembergischen Unter-land bei Lauffen am Neckar (O. A. Besigheim); in Bayern ziemlich selten im Juragebiet (Weltenburg [hier mitAlsine setacea und Lactuca perennis], Kelheim, Giech und Staffelberg), im Keupergebiet (Bamberg, Hohe-landsberg, Rödelsee, Mainbernheim), im Muschelkalkgebiet (Peterstirn bei Schweinfurt, Steinberg bei Würzburg,Retzbach, Karlstadt); im badischen Maingebiet bei Wertheim; in Thüringen (als Bestandteil der trockenenHügelformation des Hercynischen Florenbezirks) bei Bibra, Dornburg, Kamburg, Eckartsberga, Rudelsburgbei Naumburg, Saaleck, Eisleben, in Tennstedt an der Stadtmauer und auf der Sachsenburg; bei Erfurt ver-wildert; in Meissen ehedem auf dem Dome; verschleppt bei Kreuznach; in der Rheinprovinz ferner an derBurg Hammerstein bei Neuwied, um Trarbach (Wolf, Starkenburg und Burg gegenüber), sowie bei Eupen imAnschluss an das belgische Verbreitungsgebiet im Tale der Vesdre (z.B. bei Verviers); in Hannover auf demHohenstein bei Hameln seit Ehrhart (Ende des 18. Jahrhunderts) bis 1880 beobachtet, seither anscheinenddurch Ausflügler ausgerottet; in Westfalen verschleppt bei Wattenscheid, ebenso auf Helgoland [Die Angabevon S. Austriacum am Mühlenkamp bei Hamburg bezieht sich auf S. Wolgense, diejenige von der Mühlauin Mannheim wahrscheinlich auf S. Orientale, diejenige von Freiburg i. B. auf S. Loeselii]. — In Oester-reich in Mähren (einzig am Ufer der Becwa bei Wsetin), Niederösterreich (zerstreut, vorübergehend bisin die Voralpen; im Prater bei Wien, bei Weikersdorf im Steinfelde, auf dem Schneeberge, im Scheib-walde und Adlitzgraben; bei Mautern; ehemals zwischen Neunkirchen und Ternitz), Steiermark (sehrzerstreut und selten; Ausgang der Frauenmauerhöhle bei Eisenerz 1560 m, auf dem Schöckel bei Graz1400 m, früher auch auf dem Grazer Schlossberg), Krain (nach Fleischmann in Oberkrain unter demGrintavec im Kankertale im Bereiche der Sanntaler- [Steiner-] Alpen und im Wocheinertale im Gebieteder Julischen Alpen; nach Paulin [briefl.] jedoch ohne neuerliche Bestätigung); für Tirol und Vorarlberg sehrzweifelhaft. — In der Schweiz urwüchsig auf dem Saleve bei Genf (ausserhalb der Grenze, vorzugsweiseauf der Südseite) und im mittleren Wallis, 500 bis 2500 m (Sex; Sitten, St. Leonard bis Siders, Tour de Oranges,Weg von Lens zum Rawilpass; Bagnestal [Lourtier, Zeppi, Mazeria, Bagnes, Fionney, Les Dix, Severen,Gietroz]; Iserabloz, Bramois, Longeborgne; Vex [Val d'Herens]; Grone bei Granges; Meribe [Val d'Heremence];Pontis [Eifischtal]; Täschalp bei Zermatt), vielleicht auch an einzelnen Stellen des Jura (so Six Fontaines beiBaulmes [Waadt] und am Fusse der Felsen der Oensinger Klus bei Solothurn [seit 1906 beobachtet]), im Anschlussan die Vorkommnisse am französischen Westabhang (nördlich bis Arbois und Lons-Ie-Saunier vordringend); ausserdemzweifellos verschleppt bei Genf, im Waadtländer Jura zwischen Brassus und Le Sentier (1882), bei Colombier(Neuenburg) 1913, bei Delsberg 1871 und folgende Jahre als Folge der schweizerischen Grenzbesetzung, im KantonFreiburg bei Freiburg, Heitenried, Rossinieres und Villarbeny, im Kanton Waadt bei Aubonne (1875), Orbe (1889),zwischen Tine und Rossiniere, zwischen Aigle und Feydey, bei Leysin (1913) und Bex (1913), im Kanton Bern beiLiebefeld, Belpmoos und Münchenbuchsee, bei Lommiswil (Solothurn), im Bahnhof Wildegg (Aargau) 1898,bei Zürich (1915, E. Baumann!), in Graubünden bei Arosa 1740 m (1908) und St. Moritz 1770 m (1913).
Allgemeine Verbreitung (vgl. J. Briquet in Bull. Murith. 27/28 [1900], pag. 160):Zerstreut durch das südliche, mittlere und südöstliche Europa; Portugal, Spanien (besonders imNorden und Osten), Frankreich (vorzugsweise in den Gebirgen), Belgien, Holland (Limburg!),Italien (südlich bis Neapel); Mitteleuropa (vgl. oben); Ungarn, Kroatien, Serbien; ver-schleppt in England, sowie in Nordamerika. Der Schwerpunkt der Verbreitung liegt inden südeuropäischen Gebirgen; die Vorkommnisse im französischen und schweizerischenJura (ebenso diejenigen in den Vogesen, in Belgien und bei Eupen) werden als mediterraneEinstrahlungen (durch das Rhonetal aufwärts), die süddeutschen als „pontischer" Herkunftaufgefasst; diejenigen des Wallis schliessen sich an das benachbarte Aostatal an.
Von den zahlreichen beschriebenen Formen dieser ziemlich vielgestaltigen Art können hier wegender notwendigen Beschränkung auf das mitteleuropäische Gebiet nur die wichtigsten unterschieden werden. Siegehören sämtlich zur subsp. Austriacum (Jacq.) Schinz et Thellung (= S. Austriacum Jacq. em. Mert. etKoch, = S. Loeselii b. Austriacum Jessen, = Sinäpis Pyrenäica L. sens. strict., = Räphanus Pyrenaicus Crantz,= Erysimum Pyrenaicum Vill., = E. ndvum Winterl, = S. acutängulum DO em. Gaudin, Fourn., = Phryne multi-siliquösa [Hoffm.] Bubani, = S. latifölium et sagittätum Gouan ex Bubani, = Cruci'fera Eckartsbergensis[Willd.J E. H. L. Krause), 1 ) die in 2 Rassen zerfällt:
') Andere Unterarten des S. Pyrenaicum (sensu lato) sind: subsp. contörtum (Cav. ex Willd. pro spec.)in Spanien und in den französischen Ostpyrenäen, wahrscheinlich auch subsp. Hispänicum (Jacq. pro spec,= Phryne Hispanica Bubani) und vielleicht noch mehrere nahe verwandte spanische Sippen; dagegen erscheintS. Villärsii Jordan, das von Rouy und Foucaud als eigene Unterart aufgefasst wird, eher nur eine Abart■der Rasse acutängulum darzustellen.