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werdender Spindel. Abschnitte der Grund- und der unteren Stengelblätter jederseits etwa 5bis 8, die der Stengelblätter weniger zahlreich, die obersten oft mit dem Endabschnitt zu-sammenfliessend. Blüten ziemlichansehnlich, in am Stengel undden Aesten endständigen, anfangsgedrängten, später sich starktraubig verlängernden Blüten-ständen, normal ohne Tragblätter.Kelchblätter etwa 27a bis 3(372) mm lang, schmal eiförmig-elliptisch, aufrecht - abstehend,gelb, die seitlichen am Grundekurz sackförmig vorgezogen.Kronblätter etwa doppelt so langals der Kelch, goldgelb, verkehrt-eiförmig-spatelig, mit abstehenderPlatte, in einen kurzen Nagelallmählich verschmälert. Staub-beutel 3 ji bis 1 mm lang (seltenetwas länger). Fruchtstiele etwa6 bis 10 mm lang, gerade oder(bis halbkreisförmig) gebogen undim letzteren Falle oft verdickt.Früchte bald aufrecht-abstehend,bald aufrecht (der Achse pa-rallel), bald auf die entgegengesetzte Seite der Spindel über-gebogen, entweder ziemlich ge-rade (Fig. 773 b) oder in mannig-faltiger Weise verbogen, linea-lisch, etwa 2 bis 5 cm lang und 1 bis P/2 mm breit, beiderends meist stumpflich,durch den zylindrischen, deutlichen, ( 3 /,i) 1 bis 2 (3) mm langen Griffel mit 2-lappigerNarbe bespitzt. Fruchtklappen + deutlich 3-nervig, bei guter Ausbildung der Samen ge-wölbt, bei geringem Samenansatz fast flach. Scheidewand dünn, aber wenig durchscheinend,aus dickwandigen Zellen mit gewellten Wänden bestehend; Zellen im mittleren Teilschmäler (längsgestreckt), daher bei Lupenbetrachtung einen Mittelnerv vortäuschend. Samenin jedem Fache einreihig, in sehr wechselnder Zahl ausgebildet, länglich, zusammengedrückt,etwa 17* bis 172 mm lang und halb so breit; Samenschale gelbbraun, fast glatt (sehrschwach runzelig gestreift), bei Benetzung nicht verschleimend. Keimling rückenwurzelig(jedoch meist mit etwas schiefgestellter Trennungsfläche der Keimblätter, vgl. Fig. 773 c).Würzelchen stark vorspringend. — (IV) V, VI.
An Felsen, an steinigen, grasigen oder buschigen Stellen der Kalkberge, an Mauernund auf Schutt; sehr zerstreut im mittleren und südlichen Gebiet, zuweilen auch verwildertoder mit südeuropäischem Grassamen eingeschleppt.
In Deutschland im Elsass verwildert bei Strassburg, in Baden verschleppt bei Kehl beobachtet;in Lothringen bei St. Quentin und Sablon bei Metz (ob urwüchsig?); eingeschleppt in den Hafenanlagen vonMannheim (zwischen 1881 und 1903 mehrfach) und Ludwigshafen (1901 bis 1905); im Badisch-WürttembergischenDonautale (als Bestandteil der pontischen Steppenheidegenossenschaft) bei Tuttlingen über der MühlheimerAltstadt (700 m), bei Bronnen, Beuron, Wildenstein, Werenwag, Tiergarten, Lochenfels; auf der schwäbischen
Fig. 773. Sisymbrium Pyrenaicum (L.) Vill, a Blühender Spross ('/3 natürl.
Grösse), b Frucht, c Schnitt durch dieselbe, d Same. — Sisymbrium Loe-
selii L. e, ei Habitus ('/3 natiirl. Grösse). /Same.