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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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werdender Spindel. Abschnitte der Grund- und der unteren Stengelblätter jederseits etwa 5bis 8, die der Stengelblätter weniger zahlreich, die obersten oft mit dem Endabschnitt zu-sammenfliessend. Blüten ziemlichansehnlich, in am Stengel undden Aesten endständigen, anfangsgedrängten, später sich starktraubig verlängernden Blüten-ständen, normal ohne Tragblätter.Kelchblätter etwa 27a bis 3(372) mm lang, schmal eiförmig-elliptisch, aufrecht - abstehend,gelb, die seitlichen am Grundekurz sackförmig vorgezogen.Kronblätter etwa doppelt so langals der Kelch, goldgelb, verkehrt-eiförmig-spatelig, mit abstehenderPlatte, in einen kurzen Nagelallmählich verschmälert. Staub-beutel 3 ji bis 1 mm lang (seltenetwas länger). Fruchtstiele etwa6 bis 10 mm lang, gerade oder(bis halbkreisförmig) gebogen undim letzteren Falle oft verdickt.Früchte bald aufrecht-abstehend,bald aufrecht (der Achse pa-rallel), bald auf die entgegengesetzte Seite der Spindel über-gebogen, entweder ziemlich ge-rade (Fig. 773 b) oder in mannig-faltiger Weise verbogen, linea-lisch, etwa 2 bis 5 cm lang und 1 bis P/2 mm breit, beiderends meist stumpflich,durch den zylindrischen, deutlichen, ( 3 /,i) 1 bis 2 (3) mm langen Griffel mit 2-lappigerNarbe bespitzt. Fruchtklappen + deutlich 3-nervig, bei guter Ausbildung der Samen ge-wölbt, bei geringem Samenansatz fast flach. Scheidewand dünn, aber wenig durchscheinend,aus dickwandigen Zellen mit gewellten Wänden bestehend; Zellen im mittleren Teilschmäler (längsgestreckt), daher bei Lupenbetrachtung einen Mittelnerv vortäuschend. Samenin jedem Fache einreihig, in sehr wechselnder Zahl ausgebildet, länglich, zusammengedrückt,etwa 17* bis 172 mm lang und halb so breit; Samenschale gelbbraun, fast glatt (sehrschwach runzelig gestreift), bei Benetzung nicht verschleimend. Keimling rückenwurzelig(jedoch meist mit etwas schiefgestellter Trennungsfläche der Keimblätter, vgl. Fig. 773 c).Würzelchen stark vorspringend. (IV) V, VI.

An Felsen, an steinigen, grasigen oder buschigen Stellen der Kalkberge, an Mauernund auf Schutt; sehr zerstreut im mittleren und südlichen Gebiet, zuweilen auch verwildertoder mit südeuropäischem Grassamen eingeschleppt.

In Deutschland im Elsass verwildert bei Strassburg, in Baden verschleppt bei Kehl beobachtet;in Lothringen bei St. Quentin und Sablon bei Metz (ob urwüchsig?); eingeschleppt in den Hafenanlagen vonMannheim (zwischen 1881 und 1903 mehrfach) und Ludwigshafen (1901 bis 1905); im Badisch-WürttembergischenDonautale (als Bestandteil der pontischen Steppenheidegenossenschaft) bei Tuttlingen über der MühlheimerAltstadt (700 m), bei Bronnen, Beuron, Wildenstein, Werenwag, Tiergarten, Lochenfels; auf der schwäbischen

Fig. 773. Sisymbrium Pyrenaicum (L.) Vill, a Blühender Spross ('/3 natürl.

Grösse), b Frucht, c Schnitt durch dieselbe, d Same. Sisymbrium Loe-

selii L. e, ei Habitus ('/3 natiirl. Grösse). /Same.