Druckschrift 
4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
Entstehung
Seite
156
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

156

5*. Krone weiss. Frucht sternhaarig. Scheidewand nervenlos. Pflanze von der Tracht einer Kümmer-form von S. Sophia (Sect. Robeschia)..................S. Schimperi (s. oben).

6. Frucht schmal-linealisch, meist länger als ihr Stiel, kaum über 1 mm breit. Samen 1-reihig. Stern-haare des Stengels meist zweimal gegabelt, daher 4-strahlig (Fig. 770e). Pflanze drüsenlos. S.Sophia nr. 1229.

6*. Frucht breiter und kürzer, oft etwas keulenförmig, so lang oder (meist) kürzer als ihr Stiel, meistl'/s bis 2 mm breit; Samen + deutlich 2-reihig. Mittelnerv der Scheidewand schwächer als bei nr. 1229, häufigereinfach. Sternhaare des Stengels meist reicher verzweigt, mindestens 6-strahlig. S. multif idum (s. oben)

7. Frucht kurz und breit linealisch, ihre Klappen 1-nervig (vgl. unter 1). Samen + deutlich 2-reihigPlazenten (Rahmenstücke) dünn, fädlich. Pflanze ein- bis zweijährig............... ö

7*. Frucht verlängert linealisch oder pfriemlich verjüngt; ihre Klappen meist 3-nervig (ausser S. polymorphum und Wolgense). Samen stets 1-reihig......................9

8. Blütenstiele ohne Tragblätter. Kronblätter gelb. Pflanze niedrig, von der Tracht von Roripa(Nasturtium), unterwärts fein grauhaarig. Laubblätter lappig-eingeschnitten (Sect. Nasturtiöpsis).

S. coronopifolium (s. oben).

8*. Blütenstiele sämtlich mit Tragblättern. Kronblätter weiss. Pflanze kurz borstlich-rauh (Sect.Kibera = Pseudobräya)........................S. supinum nr. 1230.

9. Plazenten (Rahmenstücke) pfriemlich, am Grunde verbreitert und verdickt. Früchte nach derSpitze + verschmälert, entweder in der Achsel von Laubblättern oder auf aufrechtem Stiel der Spindel ange-drückt. Kronblätter gelb, aber zuweilen (besonders getrocknet) sehr blass............ 10.

9*. Plazenten (Rahmenstücke) fädlich, am Grunde nicht auffällig verdickt. Früchte meist linealisch(nur bei S. erysimoides pfriemlich verjüngt, aber abstehend und zugleich Kronblätter weiss), ohne Tragblätter(Sect. Irio = Eusisymbrium)............................ 12.

10. Blüten einzeln oder zu 2 bis mehreren in den Achseln von wohlentwickelten Tragblättern. Kron-blätter blassgelb, getrocknet fast weiss. Früchte von der Achse + entfernt, auf sehr kurzen und dicken Stielen,oft hornförmig gebogen. Scheidewand dick, schwammig; die Samen in Gruben eingesenkt (Sect. Cham<eplium= Kibera Prantl nee Adanson)...........................lt.

10*. Blüten ohne Tragblätter. Kronblätter auch getrocknet gelb. Fruchtstiele und Früchte (normal)der Spindel angedrückt. Scheidewand dünn, aber wenig durchscheinend, fast flach (nur etwas wellig verbogen)(Sect. Velärum).........................S. officinale nr. 1231.

11. Blüten meist zu 2 oder mehreren in den Blattachseln. Stengelblätter spiessförmig, mit abwärtsgerichteten Spiessecken. Griffel dünnwalzlich, wenigstens in der Jugend schmäler als die Narbe. Pflanze miteigenartigem, an Diplotaxis muralis erinnerndem Geruch.........S. polyceratium (s. oben).

11*. Blüten fast stets einzeln, heller gelb. Stengelblätter im Umriss elliptisch-lanzettlich, entwederfast ganzrandig oder + leierförmig-fiederspaltig mit nach dem Grunde zu an Grösse abnehmenden Lappen.Griffel, wenigstens in der Jugend, keulenförmig angeschwollen, oberwärts breiter als die Narbe

S. runcinatum (s. oben).

12. Blütenstiele auch zur Fruchtzeit schlank, viel dünner als die Frucht (selten an der Spitze ver-dickt oder auch in der ganzen Länge dick, dann aber stark bogig gekrümmt). Scheidewand dünn, + eben,nervenlos. Laubblätter ungeteilt oder mit am Grunde nicht geöhrten Zipfeln........... 13.

12*. Fruchtstiele dick (fast so dick wie die Frucht), gerade. Scheidewand schwammig; die Samenin Gruben eingesenkt (mit Ausnahme von S. erysimoides; vgl. auch S. Orientale f. tenuisiliquum). Kronblätterhellgelb bis weiss (Subsect. Pachypödium)........................ 18.

13. Pflanze ausdauernd (S. polymorphum jedoch zuweilen schon im ersten Jahre blühend). Kelch-blätter 3 1 /« bis 4 mm lang, die äusseren unter der Spitze deutlich behörnelt. Griffel fehlend oder sehr kurz(höchstens 1 mm lang) (Subsect. Nörta) ........................ 14.

13*. Pflanze ein- bis zweijährig (S. Pyrenaicum auch ausdauernd?). Kelchblätter 2 bis 3-, seltenerbis 3 1 /« mm (S. Pyrenaicum) lang, unter der Spitze nicht deutlich behörnelt (ausgenommen zuweilen S. Loeselii)'Staubbeutel kaum über 1 mm lang. Fruchtklappen 3-nervig. Laubblätter meist schrotsägeförmig oder wenigstensam Grunde fiederig eingeschnitten (Subsect. Leptocarpäba).................. 16.

14. Stengelblätter sämtlich ungeteilt, elliptisch- oder eiförmig-lanzettlich, gleichmässig gezähnt bis fastganzrandig, unterseits weichflaumig. Staubbeutel etwa 1 bis l'/a mm lang. Fruchtklappen 3-nervig. Griffe'etwa'/arnm lang. Same verlängert-walzlich, mit wenig vorspringendem]Würzelchen. S. strictissimum nr. 1232.

14*. Wenigstens die unteren und mittleren Stengelblätter meist + fiederspaltig oder mindestens gegen denGrund tief eingeschnitten, selten sämtlich ungeteilt, dann aber linealisch-lanzettlich und ganzrandig. Pflanze ziemlichkahl (wenigstens oberwärts). Staubbeutel meist l'/a bis 2 mm lang. Fruchtklappen meist 1-nervig (selten auchder eine oder andere Seitennerv + deutlich). Samen verlängert-ellipsoidisch........... 15-