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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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~ Sisymbrium junceum M. Bieb., = Kldkia juncea Besser, = Nörta 1 ) juncea Schur, = S. cartilagmeum Pallasex DC., = Cheiranthus virgätus Patrin ex DC, = S. lineare DC. ?, = Cheiränthus Ieptophyllus Willd. ex DC. ?,== S. Palläsii 2 ) Sprengel, = S. multi'fidum Sprengel? nee Mac Millan, = S. strietfssimum Pallas nee L.,a S. integrifölium Boeber ex Pallas nee L., = S. tenuifdlium Pallas ex Sprengel nee L.; vgl. den Be-stimmungsschlüssel!), in Ungarn (zunächst an salzigen Stellen am Neusiedler- und Plattensee), Siebenbürgen,Rumänien, Süd- und Mittelrussland, im Kaukasus und in Sibirien (bis zur Mongolei) einheimisch, wurde ausMitteleuropa bisher nur infolge von Verwechslung mit S. Wolgense (nr. 1233) angegeben; auch die Angabea 's Adventivpflanze aus England ist im gleichen Sinne zweifelhaft. Sisymbrium erysimoides Desf.(= Pachypödium 8 ) erysimoides Webb, = Hesperis erysimoides O. Kuntze, = S. rigidulum Lag. nee Decaisne,= S. nitidum Zea, = S. Zeae 4 ) Sprengel, = S. nitfdulum Lag. ex Sprengel; vgl. den Bestimmungsschlüssel!),eine Art des südlichen Mittelmeergebietes (Spanien, Balearen, Sizilien, Madeira, Canaren, Algerien, Tunesien,Abessinien, Arabien, Persien; ehedem verschleppt in Südfrankreich bei Montpellier), wurde 1903 im Hafen vonMannheim und 1909 bei Ludwigshafen (Bayer. Pfalz) gefunden. Aendert ab: f. xeröphilum Fourn. GanzePflanze (auch die Früchte) flaumig behaart.

Die Angabe von S. bursif ölium 5 ) L. [1759] (= Hesperis dentäta L. 1753, = S. dentatum G. Cl.Druce nee All., = Barbaräa dentata Fiori et Paoletti, = Ärabis bursifolia Lam., = Stenophragma 6 ) bursi-folium Prantl, = Phryne bursifolia Bubani), einer auf den Balearen und in Süd- und Mittelitalien beheimateten,Sehr seltenen Art von zweifelhafter Gattungszugehörigkeit, von Tübingen durch J. F. Gmelin (1772) ist alsPhantastisch zu streichen.

1. Haare (wenigstens zum grössten Teil) ästig, selten (bei S. multifidum) die Sternhaare später fastverschwindend, dann aber meist deutliche Stieldrüsen vorhanden. Fruchtklappen 1-nervig, d.h. von einem starken,geraden Mittelnerv durchzogen und ausserdem mit schwachen, netzförmig verästelten Seitennerven. Blütenstiele(normal) ohne Tragblätter.............................2.

1*. Haare stets einfach; Stieldrüsen niemals vorhanden. Fruchtklappen häufiger 3-nervig, d.h. nebendem Mittelnerv jederseits mit einem + deutlichen, geraden Längsnerv versehen (1-nervig bei S. supinum, co-ronopifolium, polymorphum und Wolgense).......................7.

2. Ausdauernde Alpenpflanzen der Südwestschweiz (eine Art verschleppt). Laubblätter leierförmig°is einfach fiederschnittig..............................3.

2*. Einjährig oder überwinternd-einjährig. Laubblätter 2- bis 3-fach fiederschnittig, meist von Stern-haaren dicht grauflaumig. Stengel zuweilen stieldrüsig................... 5.

3. Pflanze 2 l /s bis 30 cm hoch. Lappen oder Abschnitte der Laubblätter ganzrandig oder seltener mit1 bis 2 Zähnen oder Zipfeln. Kronblätter weiss. Frucht linealisch; Fruchtstand verlängert (Sect. Arabidofdea) . 4.

3*. Pflanze (20) 30 bis 60 cm hoch. Abschnitte der Laubblätter scharf eingeschnitten-gesägt (Fig. 771 a).Kronblätter gelb. Frucht schmal länglich-verkehrteiförmig, nach dem Grunde lang verschmälert. Fruchtstanduoldentraubig. Scheidewand mit starkem Mittelnerv (Sect. Huguem'nia) . . . S. tanace tifolium nr. 1228.

4. Fruchtstand 2'/a bis 5 cm lang; Fruchtstiele unter deutlich spitzem Winkel von der Achse ab-stehend, etwa 2 bis 4 (5) mm lang. Griffel sehr kurz (kaum 1 /a mm lang), unter der Narbe nicht verbreitert.Scheidewand mit einfachem Mittelnerv. Abschnitte der Laubblätter stumpf, fast stets ganzrandig.

S. pinnatifidum nr. 1227.4*. Fruchtstand 6 bis 11mm lang; Fruchtstiele unter rechtem bis stumpfem Winkel abstehend, dieUnteren meist (6) 7 bis 12 (15) mm lang. Griffel meist ('/s) V* bis 1 mm lang, unter der Narbe plötzlich ver-breitert. Scheidewand nervenlos. Ganze Pflanze kräftiger als nr. 1227. Abschnitte der Laubblätter spitz,häufig mit einem spitzen Zahn.....................S. Zanonii (s. oben).

5. Krone gelb. Frucht kahl. Scheidewand in der Mitte von 2 oft zusammenfliessenden Längs-n erven durchzogen (Sect. Descürea)........ ................. 6.

') Von Adanson 1763 gebildeter Name anscheinend ohne Bedeutung.

2 ) Nach Peter Simon Pallas, geboren am 22. September 1741 in Berlin, gestorben ebenda am°" September 1811, einem berühmten naturwissenschaftlichen Forschungsreisenden in Russland und Sibirien,Verfasser naturhistorischer Werke über Russland und (auf botanischem Gebiet) einer monographischen Arbeitüber Astragalus (1800). In Berlin ist eine Strasse nach ihm benannt.

s ) Von gr. naxög [paehys] = dick und nööiov [pödion] = Füsschen (lat. pedünculus), in der botanischenKunstsprache = Stiel.

4 ) Nach Francesco Antonio Zea, einem wenig bekannten Botaniker, geboren zu Medellin in Neu-"ranada 1770, gestorben zu Bath in Somersetshire am 28. November 1822.

5 ) Nach der Aehnlichkeit der Laubblätter mit denen des Hirtentäschchens (Capsella Bursa pastoris).

6 ) Von gr. atevög [stenös] = schmal und ipQdyjxa [phrägma] = Scheidewand.