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Fruchtstandsachse. — Sisymbrium Schimperi 1 ) Boiss. (= S. Sophia ß Schimperi Hooker f. et Thomson,= S. stigmatösum Steudel, = Robeschia Sinäica Höchst.; vgl. den Bestimmungsschlüssel), aus Südwestasien(Sinai bei Afghanistan und Belutschistan). Einmal (1907) im Hafen von Mannheim beobachtet. — Sisymbriumpolyceratium 2 ) L. (= Klukia 3 ) polyceratia Andrz., = Chamäplium *) polyceratium Wallr., = Velärum 6 )polyceratium Rchb., = Crucifera polyceratia E. H. L. Krause, = Kibera 6 ) polyceratia V. Calestani, = S.polyceration Savi, = S. polyceraton Sprengel, Colla, = S. polyceratum Rchb., = S. corniculätum Lam.,= Phryne subuläta Bubani; vgl. den Bestimmungsschlüssel!). Diese im Mittelmeergebiet (Südeuropa, Kleinasien,Aegypten, Tunesien) beheimatete und auch in England als Gartenflüchtling beobachtete Pflanze wurde ehedemin der Schweiz in Botanischen und Liebhaber-Gärten gezogen und verwilderte gelegentlich aus solchen-Schon J. Bauhin nennt sie 1651 kultiviert in Genf, Mömpelgard und Basel (hier nach C. Bauhin). Späterwurde sie mehrfach in Genf (Mauern des Botanischen Gartens), Lausanne (vor 1820 und später von Thomas!),Bern (Mauern in der Nähe der Heiliggeistkirche, doch schon 1768 nach Haller durch Neubauten zerstört) undbei Basel (Hüningen usw., zuletzt noch 1847), ferner einmal bei Lugano (Thomas!) beobachtet; auchSchleicher kultivierte sie (um 1810) in seinem Garten zu Bex und Thomas gab sie von dort (in ver-wildertem Zustand?) in seinen Exsikkaten aus. In Deutschland wurde sie in neuerer Zeit eingeschlepptgefunden bei den Lagerhäusern von Ludwigshafen (Bayer. Pfalz) 1901 bis 1905 (Die alte Gmelin'sche Angabe[1772] von Tübingen ist als phantastisch zu streichen). Aendert ab: var. xeröphilum Fourn. (excl. syn. Lag.et loc.) (= b. eriocärpum N. Terracc). Fruchtklappen behaart. Als Abnormität sind gelegentlich 3-k!appige Früchtezu beobachten. — Sisymbrium runcinätum Lag. em. Cosson (= S. polyceratium y runcinatum O. Kuntze, = S.Lagäscae') Arno, = S. supfnum Asso nee L.; vgl. den Bestimmungsschlüssel!). Einheimisch im westlichen Mittel-meergebiet (Portugal bis Ostpyrenäen, Marokko bis Tunesien), sowie in Vorderasien von Arabien und Syrien biszum Kaukasus; verschleppt in Südfrankreich und Korsika, sowie in Kroatien (!). Zerfällt in 3 Abarten: var. glä-brum Cosson (= S. runcinatum Lag. sens. strict., = S. Lagäscae a glabrum Willk. et Lange). Pflanze kahl. So imBaseler Rheinhafen 1915 (P. Aellen!). — var. intermedium Rouy et Fouc. Stengel und Laubblätter kurzrauhhaarig. Blütenstiele und Früchte kahl. — var. hirsütum (Lag.) Cosson (= S. hirsutum Lag. ex DC. neeGilib., = S. Lagäscae var. hirsutum Willk., = S. polyceratium d hirsutum O. Kuntze, = S. villösum Lag. exSprengel, = S. runcinatum var. villösum Boiss., = var. pubescens Cosson, = S. runcinatum a xeröphilum etS. polyceratium a xeröphilum [quoad syn. Lag. et loc] Fourn., = S. supinum Asso sens. strict. nee L.). Alle Teileder Pflanze (auch Blütenstiele und Früchte) steifhaarig bis flaumig. So bei Solothurn 1915 (P. Aellen!). Nach derBeschaffenheit der Tragblätter im Blütenstand lassen sich unterscheiden: f. indi Visum Cosson, mit eiförmigen,ungeteilten, am Grunde in einen Stiel verschmälerten, und f. laciniätum Cosson, mit leierförmig-fiederspaltigenTragblättern. — Sisymbrium coronopifölium 8 ) Desf. (= Nastürtium coronopifolium DC, = Nasturtiöpsis 8 )coronopifolia Boiss., = S. ceratophyllum lu ) Desf., = Nastürtium ceratophyllum DC, = N. pümilum Pomel; vgl. denBestimmungsschlüssel 1), eine in Nordafrika von Algerien bis Aegypten, sowie im Sinai und in Palästina beheimateteArt, zu der S. Arabicum (Boiss.) Prantl (= Nasturtiöpsis Arabica Boiss.) als eine unbedeutende, nur durch dieetwas breiteren Früchte mit deutlicher 2-reihigen Samen verschiedene Form zu ziehen ist. Wurde einmal(1909) im Hafen von Ludwigshafen (Bayer. Pfalz) gefunden. — Sisymbrium p olymörphum n ) (Murray)Roth (= Brassica polymorpha Murray, = Cheiränthus jünceus Waldst. et Kit., = Erysimum junceum Willd.,
') Nach Wilhelm Schimper, einem botanischen Reisenden, der in den dreissiger Jahren des19. Jahrhunderts in Aegypten und Arabien sammelte.
2 ) Von gr. noXvg [polys] = viel und xsQag [keras] = Hörn; wegen der zu mehreren gebüschelten,oft etwas hornförmig gebogenen Früchte.
s ) Nach Christoph Kluk, einem polnischen Botaniker der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, Ver-fasser einer Schrift „Ueber die Kultur nützlicher einheimischer Pflanzen" (Warschau 1777) u. a.
4 ) Gr. %aixain?*iov [chamaiplion], von gr. %ajj,al [chamai] = niedrig; nach Wallroth's eigener An-gabe gleichbedeutend mit igvob^ov [erysimon]; vgl. später.
5 ) Lat. vela (oder velum). Pflanzenname bei P linius, wird von manchen Schriftstellern als Sisymbriumofficinale gedeutet; daher der französische Vulgärname (velar) für die letztere Art.
8 ) Ohne Bedeutung, wie die meisten von Adanson aufgestellten Namen.
') Nach Mariano Lagasca, Professor und Direktor des botanischen Gartens zu Madrid, geboren am4. Oktober 1776 zu Encinacorva in Aragonien, gestorben am 23. Juni 1839 in Barcelona, Verfasser von„Amenidades naturales de las Espanas" (1811), „Genera et species plantarum . . . nova" (1816) u. a.
8 ) =a krähenfuss-blätterig; vgl. Bd. IV, pag. 92.
9 ) Von lat. nastürtium = Name der Brunnenkresse (vgl. später) und gr. oipig (öpsis) = Gesicht, Aussehen.10 ) = hornblätterig; vgl. Bd. III, pag. 449.
") Von gr. nohüg [polys] = viel und jjhOQCp'q [morphe] = Gestalt.