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kantig - gestreift, im grössten Teil kahl und blaugrün-bereift, nur unterwärts zerstreutbehaart mit langen, dünnen, schwachen, weissen, abstehenden bis zurückgeschlagenenHaaren. Grundständige Laubblätter langgestielt, nierenförmig, regelmässig buchtig-gekerbt bisgezähnt; Stengelblätter kurzgestielt, dreieckig-eiförmig, oft lang zugespitztem Grunde meist herz-förmig, unregelmässig buchtig-gezähnt bis etwas eingeschnit-ten. Alle Laubblätter kahl (nurder Stiel meist gleich demStengelgrunde behaart), ziem-lich dünn, saftiggrün. Blütenin einfachen oder verzweigtenTrauben, weiss. Blütenstieledünn, meist nur etwa so langwie der Kelch, die 1 bis2 untersten fast regelmässigmit Tragblättern, die folgendennormal ohne solche. Kelch-blätter schmal eiförmig, (2)2 1 j% bis 3 mm lang, blassgrün(oft fast ganz weisshäutig).Kronblätter etwa doppelt so.lang, (4) 5 bis 6 mm lang,ganzrandig, länglich-verkehrt-eiförmig, in einen kurzen Nagelverschmälert. Staubfäden (2plus 4) bandartig verflacht(Taf. 128, Fig. 6a). Honig-drüsen wie oben beschrieben(vgl. Taf. 125, Fig. 21). Griffelmeist kurz (etwa 1 bis 2 mmlang), unter der gestutzten,schmäleren Narbe keulen-förmig angeschwollen. Fruchtstiele kurz (meist etwa 4 bis 6 mm lang), zur Reifezeit starkverdickt (so dick wie die Frucht) und verhärtet, abstehend. Frucht schotenförmig, linealisch,etwa 3,5 bis 6 (7) cm lang und 2 mm breit, abstehend bis fast aufrecht, mehrmals längerals ihr Stiel, 4-kantig, an der Spitze verschmälert, mit bleibendem Griffel. Fruchtklappenmit stark kantig vorspringendem Mittelnerv und jederseits einem dazu parallelen, schwächeren,mit dem Rahmen und dem Mittelnerv anastomosierenden Seitennerv. Samen zahlreich, injedem Fach 1-reihig angeordnet, an abwärts gebogenem Funikulus, fast walzlich, etwa3 mm lang und 1 bis H/2 mm breit. Samenschale schwarzbraun, durch vorspringendeLängsrunzeln rauh (Taf. 128, Fig. 6 b), bei Benetzung nicht verschleimend. Keimlingrückenwurzelig; Keimblätter fast flach, an der Krümmung des Keimlings entspringend. —IV bis VI (in höheren Lagen und vereinzelt auch im Tiefland später blühend).
Häufig, aber nicht überall, an schattigen Stellen, in lichten Laubwäldern und Ge-büschen, in Hainen, Auen, an Hecken, Zäunen, schattigen Mauern, in Gärten, an Weg-rändern, Waldwegen und auf Schuttplätzen; gelegentlich auch als Ueberpflanze auf Bäumen.Im ganzen Gebiet meist gemein, doch im Nordosten und Nordwesten seltener werdend(fehlt auf den ostfriesischen Inseln mit Ausnahme eines adventiven Vorkommnisses auf
Fig. 769. A 11 iaria of f i c in al i s Andrz. Phot. B. Hai dy, Mainz.