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4,1 (1919) Dicotyledones : (II. Teil)
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Gärten gezogen und vorübergehend verwildert oder verschleppt. Am Krainer Schneebergbis 780 m ansteigend.

In Deutschland ehedem von Gmelin (1826) aus den Vogesen (zwischen Belmont und Barr 1786von Mercklin gesammelt) angegeben, doch zweifellos irrig. Kultiviert z.B. in Anhalt und in der ProvinzSachsen; verwildert beobachtet 18/3 und folgende Jahre an den Ufern der Zorge bei Nordhausen, verschleppt

1902 im Hafen von Mannheim. In Oester-reich wild in Niederösterreich (häufig, vonder hohen Wand über Grünbach bis insSirningtal [namentlich auf dem Gösing beiTernitz, bei Flatz] und bis ans Steinfeld;talauswärts angeschwemmt an der Schwarzabei Neunkirchen), in Oberösterreich (sehrselten: Weiserheide und zwischen Weyerund Gaflenz), in Steiermark (hie und da,z. B. am Lantsch und Schocket, bei Mixnitz,Gutenberg, herabgeschwemmt an der Murund der Weiz, ferner bei Köflach, Weiten-stein, an der Sann bei Tuffen und der Savebei Trifail), in Krain (mit Sicherheit nurin Unterkrain im Save-Defile, von Unterlog[bei Littai] abwärts bis gegen Ratschach[bei Steinbrück], namentlich zahlreich amrechten Ufer zwischen Renke und Prusnikund im Sklendrovec-Graben; die Fleisch-mann'sehen Angaben vom Gurk- undKulpatale sindnach Paulin zweifelhaft)undim Küstenland (im nördlichen Istrien vomPlanik-Plateau über den Monte Maggiorebis zum Sissol zerstreut). Fehlt in derSchweiz vollständig.

Allgemeine Verbreitung:Spanien? (nach alten Angaben,neuerlich nicht bestätigt), Frank-reich (nur verwildert oder ver-schleppt und+ eingebürgert), Italien?(von A11 i o n i 1785 aus dem Piemontangegeben, seither verschollen),Oesterreich (vgl. oben), Ungarn,Siebenbürgen, Istrien, Kroatien,Dalmatien, Bosnien, Herzegowina, Montenegro, Albanien.

Die Pflanze ändert ab mit breiteren oder schmäleren, stumpferen oder spitzeren Stengelblättern mitstumpfen oder spitzen Oehrchen, ferner (in Korrelation mit der Form der Stengelblätter), wie oben beschrieben,in der Umrissform der Frucht. Eine bemerkenswerte Standortsform ist f. crassifölia Morton (1914). Wuchsüppig (bis 50 cm hoch). Laubblätter gross, ziemlich dick und fleischig, bläulich bereift (An feuchten undschattigen, salzhaltigen Stellen der dalmatinischen Inseln Arbe und S. Gregorio; ähnlich auch in der Kultur inBotanischen Gärten). In Kultur befindet sich ferner eine Form mit rosaroten Kronblättern. Die f. eunei-carpa Simonkai (mit am Grunde lang keilförmig verschmälerten Früchten) dürfte eher als Monstrosität denn alsAbart aufzufassen sein.

Die Blüten sind bei sonnigem Wetter zu einem Durchmesser von ca. 6 mm ausgebreitet und durchdie Anordnung zu dichten, zusammengesetzt trugdoldigen, reichblütigen Blütenständen (ähnlich denjenigen vonLepidium Draba) ziemlich auffällig. Die Antheren aller 6 Staubblätter sind in diesem Stadium von der Narbeentfernt und stehen bedeutend höher als dieselbe, sie sind zudem zurückgekrümmt, so dass Selbstbestäubungausgeschlossen ist. Beim Verwelken legen sich die Blütenteile zusammen, und die durch den heranwachsendenFruchtknoten emporgehobene Narbe kommt mit den Antheren in Berührung. Die 4 ziemlich unscheinbaren

Fig. 768. Peltaria alliacea Jacq. a, b Fruktifizierende Sprosse, c Zweig:

mit Blüten. d Frucht (etwas vergrössert). Kernera saxatilis (L.)

Rchb. e Junge Blüte. / Blüte nach Entfernung der vorderen Kelch- und

Kronblätter, g Aeltere Blüte von oben (Fig. e bis g nach Kerner).