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sendend, an der Innenseite oft paarweise mit einander verschmolzen. Fruchtknoten fastsitzend. Frucht auf dünnem Stiel hängend, seitlich zusammengedrückt, völlig flach, scheiben-förmig, fast papierdünn, kreisrundlich bis elliptisch-länglich, auf den Flächen bei der Reifestark erhaben netzaderig und von einem (zuweilen vom Rande selbst etwas entfernten)Randnerv umzogen, nicht aufspringend. Griffel fast fehlend. Narbe scheibenförmig. Scheide-wand fehlend (nur in der ersten Jugend vorhanden 1 ); die beiden Fruchtblätter mit Aus-nahme der Mitte mit ihren Flächen verklebt oder verwachsen. Samenanlagen 3 bis 4,hängend, an aus dem Rahmen (Randnerv) nahe der Spitze entspringenden, verlängerten, nachder Fruchtmitte vorspringenden, an die Fruchtwand angewachsenen Nabelsträngen, stetsn ur 1 sich zum Samen ausbildend. Letzterer in der Mitte der Frucht gelegen, linsen-förmig, mit glatter, bei Benetzung nicht verschleimender Samenschale. Keimling seiten-wurzelig mit flachen, kreisrundlichen, sehr kurz hinter der Krümmung des Keimlings ent-springenden Keimblättern.
Zu der Gattung gehören etwa / Arten, die in Südost-Europa (hier nur unsere Art) und Südwest-Asien beheimatet sind. In der Tracht ähnelt Peltaria der gleichfalls durch flache, hängende Früchte ausge-zeichneten Gattung Isatis; letztere ist jedoch durch schmalwandige Früchte, gelbe Blüten und abweichendeAusgestaltung der Honigdrüsen stark verschieden. Eine auffallend weitgehende Uebereinstimmung in der Aus-bildung der Frucht besteht anderseits zwischen Peltaria und Clypeola (zu welcher Gattung P. alliacea tatsächlichv on Crantz und Lamarck gestellt worden ist). Doch handelt es sich sicher auch hier nur um eineKonvergenz-Erscheinung, nicht aber um eine direkte, nahe Verwandtschaft, da Clypeola durch das Vorkommenv on Sternhaaren und durch gezähnte Staubfäden von Peltaria sich stark entfernt und sich an die GattungAlyssum anschliesst, von welcher sie zweifellos abstammt.
1225. Peltaria alliacea 2 ) Jacq. (= Clypeola alliacea Crantz, Lamarck, = Boädschia
alliacea All., = Bohatschia alliacea Medikus, = Bohadschia alliacea Crantz ex Steudel
[= Clypeola perennis etc. Ard.]). L auch- Scheibensch ö tchen. Fig. 768a bis d.
Pflanze ausdauernd, mit ästigem, meist mehrköpfigem, Ausläufer treibendem Wurzel-stock, 30 bis 60 cm hoch, beim Zerreiben mit deutlichem Lauchgeruch. Stengel aufrecht,kahl, stielrundlich (getrocknet schwach gestreift), unverzweigt oder nur oberwärts ästig.Grundständige Laubblätter wenig zahlreich, länglich-keilförmig, rundlich oder herzförmig, langgestielt; Stengelblätter eiförmig bis eilanzettlich, stumpf oder spitz zulaufend oder zugespitzt,mit tief-herzpfeilförmigem Grunde sitzend und stengelumfassend. Alle Laubblätter kahl, wie°ft auch der Stengel bläulich-bereift, ganzrandig oder entfernt gezähnelt. Blüten in rispig-ästigen Trauben, meist weiss. Kelchblätter rundlich - elliptisch, etwa 1 1 /a bis 2 mm lang,m it blassgrünem Mittelfeld, breit weiss hautrandig, zuletzt fast ganz weisslich. Kronblätteretwa 3 bis 4 mm lang, verkehrt-eiförmig, ganzrandig, benagelt, mit kurzem, aufrechtemNagel und etwa doppelt so langer, abstehender, am Grunde meist plötzlich zusammen-gezogener Platte. Frucht auf etwa gleichlangem, dünnem, abwärts gebogenem Stiel hängend,last kreisrundlich (Fig. 768 d), an der Spitze meist abgerundet-stumpf und nur durch die*ast sitzende Narbe bespitzt, seltener spitzlich, am Grunde meist kurz keilförmig zusammen-gezogen, seltener abgerundet, etwa 8Y2 bis 10 mm lang und 6 bis 9 mm breit. Samenunsenförmig, flachgedrückt, 2 bis 2,5 mm lang, hellbraun, glatt. — V bis VII.
Hie und da an steinigen, buschigen Stellen, an Berghängen, Felsen (besonders auf^alk), an Waldrändern, unter Gebüsch, an Flussufern, in Schluchten. Im Gebiete ein-neimisch nur in Oesterreich (als Element der pontischen Flora); sonst zuweilen in
*) Vgl. über die Entwickelung und Verkümmerung der Scheidewand: E. H annig in Botan. ZeitungLl X (1901), pag. 238 bis 239.
! ) Lat. alliäceus = lauchartig (von ällium = Lauch; vgl. Bd. II, pag. 213), wegen des lauchartigenGe ruches der Pflanze.
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